Übersicht der Parteien der Arbeiterbewegung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Parteien der Arbeiterbewegung''' haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. Verboten unter Kaiser, Nazis und Kommunisten. Abgespalten. Vereinigt. Umbenannt. Die SPD ist der Stamm. Die Wurzel der Sozialdemokratie ist der [[Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein|Allgemeine Deutsche Arbeiterverein]] (ADAV) von [[1983]]:
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Die '''Parteien der Arbeiterbewegung''' haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. Verboten unter Kaiser, Nazis und Kommunisten. Abgespalten. Vereinigt. Umbenannt. Die SPD ist der Stamm. Die Wurzel der Sozialdemokratie ist der [[Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein|Allgemeine Deutsche Arbeiterverein]] (ADAV) von [[1863]].
  
 
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* Wiedergründung [[1890]] als SPD
 
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* Abspaltung von der SPD [[1917]]: [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD)]] - Die SPD nennt sich auch "SPD der Mehrheit" / "Mehrheits-SPD" (MSPD)
 
* Abspaltung von der SPD [[1917]]: [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD)]] - Die SPD nennt sich auch "SPD der Mehrheit" / "Mehrheits-SPD" (MSPD)
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== Weimarer Republik ==
 
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* Abspaltung von der USDP [[1919]]: Spartakusbund / Gründung der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD)
 
* Abspaltung von der USDP [[1919]]: Spartakusbund / Gründung der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD)
* Vereinigung [[1920]]: Teil der USDP + MSPD = "Vereinigte SPD" (VSPD) - diesen Namen nutzt die SPD nur kurz. Regluär: SPD
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* Vereinigung [[1920]]: Größere Teile der USPD + KPD = "Vereinigte KPD" (VKSP) - diesen Namen nutzte die KPD nur zwei Jahre. Danach: KPD
* Vereinigung [[1920]]: Teil der UDSP + KPD = "Vereinigte KPD" (VKSP) - diesen Namen hat die KPD nur zwei Jahre genutzt. Regulär: KPD
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* Vereinigung [[1924]]: Ein kleiner Teil der USPD + MSPD = "Vereinigte SPD" (VSPD) - diesen Namen nutzte die SPD nur übergangsweise. Danach wieder: SPD
* Abspaltung von der SPD [[1932]]: Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) - Nicht zu verwechseln mit der namensgleichen SAP von 1875. Hier wurde [[Willy Brandt]] Mitglied.
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* Abspaltung von der SPD [[1932]]: Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) - nicht zu verwechseln mit der namensgleichen SAP von [[1875]]. An dieser Abspaltung beteiligte sich u.a. der junge [[Willy Brandt]].
* Vereinigung [[1931]]: Die Rest-USPD schloss sich der SAPD an.
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* Vereinigung [[1931]]: Die verbliebene Rest-USPD schloss sich der SAPD an.
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* Verbot von SPD, SAPD und KPD unter der Nazis [[1933]]-[[1945]]
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* Verbot von SPD, SAPD und KPD unter der Nazis [[1933]]-[[1945]].
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* Wiedergründung von SPD und KPD [[1945]]
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* Wiedergründung von SPD und KPD [[1945]].
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== Geteiltes Deutschland: DDR & BRD ==
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* Sowjetische Besatzungszone (später DDR) [[1946]]: Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei (SED). Dies war faktisch ein Verbot der SPD.
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* BRD [[1951]]: Abspaltung von der KPD: Unabhängige Arbeiterpartei Deutschlands (UAPD) - Auflösung bereits [[1952]].
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* BRD [[1956]]: Verbot der KPD.
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* BRD [[1968]]: Wiedergründung der KPD als Deutsche Kommunistische Partei (DKP).
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* DDR [[1989]]: Gründung der [[Sozialdemokratische Partei in der DDR (SDP)|SDP]]. Zum ersten Mal seit der Zwangsvereinigung gab es wieder eine sozialdemokratische Partei in der DDR.
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* DDR [[1989]]: Umbenennung der SED in Sozialistische Einheitspartei Deutschlands – Partei des Demokratischen Sozialismus (SED-PDS).
  
== Geteiliges Deutschland: DDR & BRD ==
 
* DDR: Verbot der SPD: Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der Sowjetischen Besatzungszone [[1946]] zu Sozialistischen Einheitspartei (SED).
 
* BRD: Abspaltung von der KPD [[1951]]: Unabhängige Arbeiterpartei Deutschlands (UAPD) - Auflösung bereits [[1952]]
 
* BRD: Verbot der KPD in der Bundesrepublik [[1956]]
 
* BRD: Wiedergründung der Kommunistischen Partei [[1968]] als Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
 
* DDR: Gründung der SDP in der DDR [[1989]] - damit gibt es zum ersten Mal seit der Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED wieder eine sozialdemokratische Partei in der DDR.
 
* DDR: Umbenennung der SED [[1989]] in Sozialistische Einheitspartei Deutschlands – Partei des Demokratischen Sozialismus (SED-PDS)
 
 
== Wiedervereintes Deutschland ==
 
== Wiedervereintes Deutschland ==
* Umbenennung der SED-PDS [[1990]] in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)  
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* [[1990]]: Umbenennung der SDP in DDR-SPD.
* Vereinigung von SDP und SPD [[1990]]
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* [[1990]]: Umbenennung der SED-PDS in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS).
* Umbenennung der PDS [[2004]] in Die Linkspartei.PDS  
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* [[1990]]: Vereinigung von DDR-SPD und SPD.
* Abspaltung von der SPD [[2005]]: Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG)  
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* [[2004]]: Umbenennung der PDS in Die Linkspartei.PDS.
* Vereinigung [[2007]]: PDS + WASG = Die Linke
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* [[2005]]: Abspaltung von der SPD: Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG).
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* [[2007]]: Vereinigung PDS + WASG zu Die Linke.
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[[Kategorie:Parteien der Arbeiterbewegung]]

Version vom 23. November 2019, 18:45 Uhr

Die Parteien der Arbeiterbewegung haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. Verboten unter Kaiser, Nazis und Kommunisten. Abgespalten. Vereinigt. Umbenannt. Die SPD ist der Stamm. Die Wurzel der Sozialdemokratie ist der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) von 1863.

Kaiserreich

Weimarer Republik

  • Abspaltung von der USDP 1919: Spartakusbund / Gründung der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD)
  • Vereinigung 1920: Größere Teile der USPD + KPD = "Vereinigte KPD" (VKSP) - diesen Namen nutzte die KPD nur zwei Jahre. Danach: KPD
  • Vereinigung 1924: Ein kleiner Teil der USPD + MSPD = "Vereinigte SPD" (VSPD) - diesen Namen nutzte die SPD nur übergangsweise. Danach wieder: SPD
  • Abspaltung von der SPD 1932: Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) - nicht zu verwechseln mit der namensgleichen SAP von 1875. An dieser Abspaltung beteiligte sich u.a. der junge Willy Brandt.
  • Vereinigung 1931: Die verbliebene Rest-USPD schloss sich der SAPD an.

NS-Diktatur

  • Verbot von SPD, SAPD und KPD unter der Nazis 1933-1945.

Nachkriegsdeutschland

  • Wiedergründung von SPD und KPD 1945.

Geteiltes Deutschland: DDR & BRD

  • Sowjetische Besatzungszone (später DDR) 1946: Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei (SED). Dies war faktisch ein Verbot der SPD.
  • BRD 1951: Abspaltung von der KPD: Unabhängige Arbeiterpartei Deutschlands (UAPD) - Auflösung bereits 1952.
  • BRD 1956: Verbot der KPD.
  • BRD 1968: Wiedergründung der KPD als Deutsche Kommunistische Partei (DKP).
  • DDR 1989: Gründung der SDP. Zum ersten Mal seit der Zwangsvereinigung gab es wieder eine sozialdemokratische Partei in der DDR.
  • DDR 1989: Umbenennung der SED in Sozialistische Einheitspartei Deutschlands – Partei des Demokratischen Sozialismus (SED-PDS).

Wiedervereintes Deutschland

  • 1990: Umbenennung der SDP in DDR-SPD.
  • 1990: Umbenennung der SED-PDS in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS).
  • 1990: Vereinigung von DDR-SPD und SPD.
  • 2004: Umbenennung der PDS in Die Linkspartei.PDS.
  • 2005: Abspaltung von der SPD: Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG).
  • 2007: Vereinigung PDS + WASG zu Die Linke.