1919: Unterschied zwischen den Versionen

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*[[10. Juni|10.]]-[[15. Juni]] - Reichsparteitag der SPD in Weimar.
 
*[[10. Juni|10.]]-[[15. Juni]] - Reichsparteitag der SPD in Weimar.
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*[[30. Juni]]-[[5. Juli]] - Auf dem 10. Kongress der Freien Gewerkschaften wurde die "Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands" umgewandelt in die neu gegründete Dachorganisation "[[Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund]]" (ADGB).
  
 
== Juli ==
 
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Aktuelle Version vom 5. Juli 2019, 08:52 Uhr


Januar

"Als die Ende Dezember 1918 von Karl Liebknecht und Rosa Luxemberg gegründete Kommunistische Partei Deutschlands gegen den Willen Luxemburgs zum 'Sturz der Regierung Ebert-Scheidemann' aufrief, war das nichts anderes als der Versuch, die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung, die auf den 19. Januar 1919 angesetzt waren, mit Gewalt zu verhindern. Bei allem, was man im Zusammenhang mit der Niederschlagung des sogenannten Spartakusaufstands den regierenden Sozialdemokraten um Friedrich Ebert vorhalten muss: Hätten sie der linksradikalen Minderheit der Berliner Arbeiterschaft nicht Einhalt geboten, wären die Deutschen um die Ausübung ihres politischen Selbstbestimmungsrechts gebracht worden. Das Ergebnis wäre ein gesellschaftliches Chaos, ein landesweiter Bürgerkrieg und ein Einmarsch der Alliierten gewesen."[1]

Februar

März

  • 2. März - Gemeinderatswahlen in Schleswig-Holstein. Der Ortsverein Bredstedt erhält in der Wahl zur Stadtvertretung 35 Prozent der Stimmen und stellt ein Drittel der Stadtverordneten. In Kiel kommen Toni Jensen und Otto Eggerstedt in die Stadtverordnetenversammlung. Der Ortsverein Russee wird zum ersten Mal stärkste Kraft in der Gemeindevertretung. Otto Rehder wird Gemeindevorsteher von Russee und Amtsvorsteher von Kronshagen (bis 1930).
  • 2.-6. März - Außerordentlicher Reichsparteitag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) in Berlin.
  • 17. März - Heinrich Kürbis wird zum (zunächst kommissarischen) Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ernannt; dies entspricht etwa dem Rang des heutigen Ministerpräsidenten.
  • Maler und Grafiker Hans Rahlfs beginnt seine Mitarbeit bei der VZ (bis Dezember 1921).

April

  • 26. April - Die Ortsvereine Neumühlen-Dietrichsdorf, Mönkeberg und Schönkirchen der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) rufen für den 1. Mai zu einer gemeinsamen Kundgebung im Gasthof "Krug zum grünen Kranze" auf.

Mai

  • 1. Mai - Auf dem Marktplatz (später Probsteier Platz) in Dietrichsdorf wird die Fahne des Ortsvereins Neumühlen-Dietrichsdorf der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) geweiht.

Juni

Juli

August

September

  • 9.-10. September - 1. ordentlicher Reichsparteitag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) in Berlin.
  • Der Ortsverein Eckernförde fordert laut Chronik den Genossen Scharfenberg auf, das für die USPD erworbene Reichstagsmandat zurückzugeben, da er jetzt Kommunist sei. Ein Abgeordneter dieses Namens ist jedoch für den Reichstag nicht aufgeführt.

Oktober

November

  • 30. November-6. Dezember - Außerordentlicher Reichsparteitag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) in Leipzig.

Dezember

  • 13. Dezember - Die Arbeiterwohlfahrt wird gegründet. Zu den Gründerinnen gehört Louise Schroeder, die danach elf Jahre den Landesvorsitz in Schleswig-Holstein inne hat.

Nicht datierte Ereignisse

Quellen

  1. Winkler, Heinrich August: Mehr Revolution wagen? in: DIE ZEIT Nr. 9 21.2.2019 S. 6-7