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In Schleswig-Holstein ist [[Wilhelm Käber]] Oppositionsführer und [[Walter Damm]] SPD-Landesvorsitzender. Ministerpräsident einer Koalition aus CDU, FDP und GB/BHE ist Kai-Uwe von Hassel (CDU).
  
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Bestimmendes Ereignis in Schleswig-Holstein ist der [[Metallarbeiterstreik 1956|Metallarbeiterstreik]], mit 114 Tagen der längste Arbeitskampf in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der erste, der nicht um tarifliche Bezahlung, sondern um die grundsätzliche Frage der Gleichstellung der Arbeiter mit den Angestellten geführt wird.
  
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In Ungarn wird der Aufstand gegen die sowjetische Herrschaft mit Panzern niedergeschlagen. Dies veranlasst viele, die bisher Sympathien für die Sowjetunion als Gegenbild zum kapitalistischen und amerikanisch bestimmten Westen hegten, zum Umdenken.
  
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*[[14. Januar]] - [[Uwe Danker]] wird in Westerland auf Sylt geboren.
  
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*[[23. März]] - [[Wilhelm Siegel]] erhält zum Ende seiner Amtszeit als Landrat des [[Kreisverband Stormarn|Kreises Stormarn]] das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
  
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*[[Otto Passarge]] geht als Bürgermeister von [[Kreisverband Lübeck|Lübeck]] in den Ruhestand. Im selben Jahr wird ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
  
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*25 Sozialdemokraten aus Ostberlin sind eine Woche lang Gast des [[Landesverband|Bezirks Schleswig-Holstein]], der ihnen "das Leben der sozialistischen Bewegung hierzulande" zeigt.
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*[[4. Mai|4.]]/[[5. Mai]] - [[Bezirksparteitag 1956, Flensburg|Außerordentlicher Bezirksparteitag]] in [[Kreisverband Flensburg|Flensburg]].
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*[[3. Juni]] - [[Anja Hille|Anja Lohse]] kommt in Hamburg zur Welt.
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*[[10. Juli|10.]]-[[14. Juli]] - Der ordentliche Bundesparteitag in München befasst sich vorwiegend mit [[Atomkraft]]. [[Rosa Wallbaum]] ist eine der Delegierten aus Schleswig-Holstein und schreibt darüber in ihren Erinnerungen. "Der Parteitag verabschiedet einen [[Atomkraft|Atomplan]]: Die kontrollierte Kernspaltung und die auf diesem Wege zu gewinnende Kernenergie leiten den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit ein."  [[Max Kukil]] blieb hauptamtlicher Parteisekretär. [[Walter Damm]] wurde wieder Mitglied der Kontrollkommission.<ref>Osterroth, Franz / Schuster, Dieter: ''[http://library.fes.de/fulltext/bibliothek/chronik/band3/e235g817.html Chronik der deutschen Sozialdemokratie.]'' Band 1: ''Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.'' 2., neu bearb. und erw. Aufl. 1975. Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2001</ref>
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==August==
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*[[6. August]] - [[Ulrike Mehl|Ulrike Lehnhausen]] wird in Leibolz/Hessen geboren.
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==September==
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*Eine Delegation der [[Kreisverband Kiel - Ratsfraktion|Kieler Ratsversammlung]], u.a. mit [[Ida Hinz]] und [[Rosa Wallbaum]], besucht die britische Stadt Coventry, mit der sie die weitgehende Zerstörung im 2. Weltkrieg verbindet. (oder Oktober)
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*[[30. September]] - [[Heinrich Wilckens]] stirbt mit 64 Jahren in [[Ortsverein Uetersen|Uetersen]].
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*[[30. September]] - [[Paul Stech]] stirbt mit 63 Jahren in [[Ortsverein Molfsee|Rammsee]].
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*[[Gustav Schatz]] löst [[Karl Langbehn]], der zum hauptamtlichen Stadtrat gewählt wird, als Vorsitzender der [[Kreisverband Kiel - Ratsfraktion|Kieler Ratsfraktion]] ab. [[Anne Brodersen]] wird ehrenamtliche Dezernentin für das Büchereiwesen in Kiel, [[Hermann Köster]] Sportdezernent.
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*[[24. Oktober]] - Der [[Metallarbeiterstreik 1956]] beginnt. Zentrum für die Streikenden ist das [[Gewerkschaftshaus Kiel|Kieler Gewerkschaftshaus]].
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*[[8. November]] - [[Hermann Meyn]] rückt für [[Heinrich Wilckens]] in den Landtag nach.
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*[[2. Dezember]] - [[Wilhelm Stöcken]] stirbt mit fast 80 Jahren, verm. in [[Ortsverein Eckernförde|Eckernförde]].
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==Nicht datiert==
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*[[Egon Bahr]] tritt in die SPD ein.
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*[[Paul Bromme]] wird zum 1. stellv. Bürgermeister von [[Kreisverband Lübeck|Lübeck]] gewählt.
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*[[Jürgen Frenzel]] wird Bürgermeister von [[Ortsverein Uetersen|Uetersen]].
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*[[Michael Freund]] erhält eine ordentliche Professur für Wissenschaft und Geschichte der Politik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Einer seiner Assistenten ist [[Jochen Steffen]].
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*[[Gerhard E. Gründler]] beginnt ein Volontariat bei der ''Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|VZ]]''.
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*[[Richard Grune]] kehrt aus Spanien nach Deutschland zurück, zunächst nach Hamburg.
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*[[Klaus Konrad]] übernimmt den Vorsitz des [[Kreisverein Eutin|Kreisvereins Eutin]].
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*[[Karl Meitmann|'Jack']] und [[Else Meitmann]] ziehen zurück nach Schleswig-Holstein und lassen sich in [[Ortsverein Heikendorf|Heikendorf]] nieder.
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*[[Nicolaus Reiser]] gibt den Vorsitz des [[Kreisverband Flensburg|Kreisverbandes Flensburg]] ab und wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
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*[[Heinz Salomon]] setzt sich für den Erhalt des Verbandes der jüdischen Gemeinden Nordwestdeutschlands ein, dessen Auflösung erwogen wird.
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*Eine CDU-Mehrheit wählt [[Ernst Scheel]] zum hauptamtlichen Stadtrat in [[Ortsverein Neustadt|Neustadt/Holstein]].
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*[[Ernst-Wilhelm Stojan]] wird zum Vorsitzenden der [[AWO]] Westerland auf Sylt gewählt und übt das Amt mehr als 40 Jahre aus.
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*In [[Kreisverband Flensburg|Flensburg]] wird die ''[[Flensburger Presse]]'' ins Leben gerufen, bei der [[Jochen Steffen]] sein journalistisches Handwerk lernt.
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*In Kiel wird die [[Ferdinand Tönnies|Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft]] gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört [[Max Nörenberg]].
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== Einzelnachweise ==
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<references /><br />
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[[Kategorie:Jahresseite]]

Aktuelle Version vom 18. September 2021, 00:36 Uhr

Im Bund regiert die CDU/CSU zusammen mit der DP und der FDP - später einer kurzlebigen Abspaltung, der FVP - unter Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU). Erich Ollenhauer ist SPD-Parteivorsitzender.

In Schleswig-Holstein ist Wilhelm Käber Oppositionsführer und Walter Damm SPD-Landesvorsitzender. Ministerpräsident einer Koalition aus CDU, FDP und GB/BHE ist Kai-Uwe von Hassel (CDU).

Die KPD wird verboten.

Bestimmendes Ereignis in Schleswig-Holstein ist der Metallarbeiterstreik, mit 114 Tagen der längste Arbeitskampf in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der erste, der nicht um tarifliche Bezahlung, sondern um die grundsätzliche Frage der Gleichstellung der Arbeiter mit den Angestellten geführt wird.

In Ungarn wird der Aufstand gegen die sowjetische Herrschaft mit Panzern niedergeschlagen. Dies veranlasst viele, die bisher Sympathien für die Sowjetunion als Gegenbild zum kapitalistischen und amerikanisch bestimmten Westen hegten, zum Umdenken.

Januar

Februar

März

April

  • Otto Passarge geht als Bürgermeister von Lübeck in den Ruhestand. Im selben Jahr wird ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Mai

Juni

Juli

  • 10.-14. Juli - Der ordentliche Bundesparteitag in München befasst sich vorwiegend mit Atomkraft. Rosa Wallbaum ist eine der Delegierten aus Schleswig-Holstein und schreibt darüber in ihren Erinnerungen. "Der Parteitag verabschiedet einen Atomplan: Die kontrollierte Kernspaltung und die auf diesem Wege zu gewinnende Kernenergie leiten den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit ein." Max Kukil blieb hauptamtlicher Parteisekretär. Walter Damm wurde wieder Mitglied der Kontrollkommission.[1]

August

September

Oktober

November

Dezember

Nicht datiert

Einzelnachweise

  1. Osterroth, Franz / Schuster, Dieter: Chronik der deutschen Sozialdemokratie. Band 1: Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 2., neu bearb. und erw. Aufl. 1975. Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2001