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Aus SPD Geschichtswerkstatt
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Im Bund regiert die CDU/CSU zusammen mit der DP und der FDP - später einer kurzlebigen Abspaltung, der FVP - unter Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU). Erich Ollenhauer ist SPD-Parteivorsitzender.

In Schleswig-Holstein ist Wilhelm Käber Oppositionsführer und Walter Damm SPD-Landesvorsitzender. Ministerpräsident einer Koalition aus CDU, FDP und GB/BHE ist Kai-Uwe von Hassel (CDU).

Die KPD wird verboten.

Bestimmendes Ereignis in Schleswig-Holstein ist der Metallarbeiterstreik, mit 114 Tagen der längste Arbeitskampf in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der erste, der nicht um tarifliche Bezahlung, sondern um die grundsätzliche Frage der Gleichstellung der Arbeiter mit den Angestellten geführt wird.

In Ungarn wird der Aufstand gegen die sowjetische Herrschaft mit Panzern niedergeschlagen. Dies veranlasst viele, die bisher Sympathien für die Sowjetunion als Gegenbild zum kapitalistischen und amerikanisch bestimmten Westen hegten, zum Umdenken.

Januar

Februar

März

April

  • Otto Passarge geht als Bürgermeister von Lübeck in den Ruhestand. Im selben Jahr wird ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Mai

Juni

Juli

  • 10.-14. Juli - Der ordentliche Bundesparteitag in München befasst sich vorwiegend mit Atomkraft. Rosa Wallbaum ist eine der Delegierten aus Schleswig-Holstein und schreibt darüber in ihren Erinnerungen. "Der Parteitag verabschiedet einen Atomplan: Die kontrollierte Kernspaltung und die auf diesem Wege zu gewinnende Kernenergie leiten den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit ein." Max Kukil blieb hauptamtlicher Parteisekretär. Walter Damm wurde wieder Mitglied der Kontrollkommission.[1]

August

September

Oktober

November

Dezember

Nicht datiert

Einzelnachweise

  1. Osterroth, Franz / Schuster, Dieter: Chronik der deutschen Sozialdemokratie. Band 1: Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 2., neu bearb. und erw. Aufl. 1975. Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2001