Alfred Prezewowsky: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SPD Geschichtswerkstatt
 
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Nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker und einer Zeit ohne Arbeit, in der er sich fortbildete, begann Alfred Prezewowsky [[1952]] bei den [https://de.wikipedia.org/wiki/Howaldtswerke-Deutsche_Werft Howaldtswerken] als Elektroschweißer. Später wechselte er zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagenuk Hagenuk], einem anderen Kieler Großunternehmen.
 
Nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker und einer Zeit ohne Arbeit, in der er sich fortbildete, begann Alfred Prezewowsky [[1952]] bei den [https://de.wikipedia.org/wiki/Howaldtswerke-Deutsche_Werft Howaldtswerken] als Elektroschweißer. Später wechselte er zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagenuk Hagenuk], einem anderen Kieler Großunternehmen.
  
Seit Ende der 1940er Jahre war er Mitglied der [https://de.wikipedia.org/wiki/IG_Metall IG Metall]. [[1957]] kam er in den Betriebsrat von Hagenuk und war später bis [[1972]] dessen Vorsitzender.  
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[[Datei:Tmp 558-fotos 29200-2071071131.jpg|thumb|left|250px|1981 Abschluss der Gedenkwoche der IG Metall für den Metallarbeiterstreik 1956/57]]Seit Ende der 1940er Jahre war er Mitglied der [https://de.wikipedia.org/wiki/IG_Metall IG Metall]. [[1957]] kam er in den Betriebsrat von Hagenuk und war später bis [[1972]] dessen Vorsitzender.  
  
 
Im längsten Streik in der Geschichte der Bundesrepublik, dem schleswig-holsteinischen [http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/metallarbeiterstreik.htm Metallarbeiterstreik] von [[1956]]/[[1957|57]]<ref>Vgl. ''[http://www.kiel.de/kultur/stadtarchiv/erinnerungstage/index.php?id=63 Kieler Erinnerungstag: 24. Oktober 1956]''</ref><ref>Vgl. ''[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43064629.html Metallarbeiterstreik. Mit Kabarett und Kino]'', DER SPIEGEL, 14.11.1956</ref>, gehörte er zu den Arbeitern, die die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erstritten.
 
Im längsten Streik in der Geschichte der Bundesrepublik, dem schleswig-holsteinischen [http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/metallarbeiterstreik.htm Metallarbeiterstreik] von [[1956]]/[[1957|57]]<ref>Vgl. ''[http://www.kiel.de/kultur/stadtarchiv/erinnerungstage/index.php?id=63 Kieler Erinnerungstag: 24. Oktober 1956]''</ref><ref>Vgl. ''[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43064629.html Metallarbeiterstreik. Mit Kabarett und Kino]'', DER SPIEGEL, 14.11.1956</ref>, gehörte er zu den Arbeitern, die die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erstritten.
  
[[1972]] wechselte Alfred Prezewowsky als Geschäftsführer zur Ortsverwaltung der IG Metall in Kiel, [[1976]] wurde er ihr Erster Bevollmächtigter. Von [[1989]] bis [[1992]] gehörte er auch dem Bundesvorstand der IG Metall an.<ref>''[http://www.igm-gewerkschaftstag-2013.de/wp-content/uploads/2013/09/mz_gwt_1992.pdf Der neue Vorstand]'', ''metall - Zeitung der Industriegewerkschaft Metall'', 23.10.1992, mit einigen biografischen Angaben, die denen im Landtagsinformationssystem widersprechen.</ref>
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[[1972]] wechselte er als Geschäftsführer zur Ortsverwaltung der IG Metall in Kiel, [[1976]] wurde er ihr Erster Bevollmächtigter. Von [[1989]] bis [[1992]] gehörte er auch dem Bundesvorstand der IG Metall an.<ref>''[http://www.igm-gewerkschaftstag-2013.de/wp-content/uploads/2013/09/mz_gwt_1992.pdf Der neue Vorstand]'', ''metall - Zeitung der Industriegewerkschaft Metall'', 23.10.1992, mit einigen biografischen Angaben, die denen im Landtagsinformationssystem widersprechen.</ref>
  
 
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Von [[1967]] bis [[1983]] war Alfred Prezewowsky Mitglied der [[Landtagsfraktion]]. Zur [[Landtagswahl 1967]] trat er als Direktkandidat im Wahlkreis 25 (Kiel-Nord) an, wurde jedoch [[1970]] nicht wieder nominiert, als [[Karl-Heinz Luckhardt]] gegen ihn antrat<ref>''Luckhardt setzte sich durch'', ''Kieler Nachrichten'', 21.9.1970</ref>, und wechselte in den Wahlkreis 27 (Kiel-West), den er [[Landtagswahl 1971|1971]] und [[Landtagswahl 1975|1975]] direkt gewann. [[Landtagswahl 1979|1979]] zog er über die Landesliste in den Landtag ein. Aktiv war er vor allem im Ausschuss für Arbeit und Aufbau, im Wirtschafts- und im Sozialausschuss, im Ausschuss für Jugendfragen sowie im Sonderausschuss ''Anhörung der Jugend'' und im Untersuchungsausschuss zur Universitäts-Frauenklinik.
 
Von [[1967]] bis [[1983]] war Alfred Prezewowsky Mitglied der [[Landtagsfraktion]]. Zur [[Landtagswahl 1967]] trat er als Direktkandidat im Wahlkreis 25 (Kiel-Nord) an, wurde jedoch [[1970]] nicht wieder nominiert, als [[Karl-Heinz Luckhardt]] gegen ihn antrat<ref>''Luckhardt setzte sich durch'', ''Kieler Nachrichten'', 21.9.1970</ref>, und wechselte in den Wahlkreis 27 (Kiel-West), den er [[Landtagswahl 1971|1971]] und [[Landtagswahl 1975|1975]] direkt gewann. [[Landtagswahl 1979|1979]] zog er über die Landesliste in den Landtag ein. Aktiv war er vor allem im Ausschuss für Arbeit und Aufbau, im Wirtschafts- und im Sozialausschuss, im Ausschuss für Jugendfragen sowie im Sonderausschuss ''Anhörung der Jugend'' und im Untersuchungsausschuss zur Universitäts-Frauenklinik.
  
[[1972]] übernahm er den Landesvorsitz der frisch gegründeten [[Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)]]. Er blieb in diesem Amt bis [[1992]] und gehörte zeitweise auch dem AfA-Bundesvorstand an.
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[[1972]] übernahm er den Landesvorsitz der frisch gegründeten [[Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)]]. Er behielt dieses Amt bis [[1992]] und gehörte zeitweise auch dem AfA-Bundesvorstand an.
  
 
== Ehrungen ==
 
== Ehrungen ==

Aktuelle Version vom 6. November 2019, 02:20 Uhr

Alfred Prezewowsky
Alfred Prezewowsky
Geboren: 24. November 1931
Gestorben: 17. Juni 1999

Alfred Prezewowsky, * 24. November 1931 in Falkenau, Lkr. Grottkau, Oberschlesien; † 17. Juni 1999 verm. in Kiel; Handwerker, Gewerkschaftssekretär. Verheiratet, drei Kinder. Mitglied der SPD seit 1957, zuletzt im Kreisverband Kiel.

Werdegang

Nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker und einer Zeit ohne Arbeit, in der er sich fortbildete, begann Alfred Prezewowsky 1952 bei den Howaldtswerken als Elektroschweißer. Später wechselte er zu Hagenuk, einem anderen Kieler Großunternehmen.

1981 Abschluss der Gedenkwoche der IG Metall für den Metallarbeiterstreik 1956/57

Seit Ende der 1940er Jahre war er Mitglied der IG Metall. 1957 kam er in den Betriebsrat von Hagenuk und war später bis 1972 dessen Vorsitzender.

Im längsten Streik in der Geschichte der Bundesrepublik, dem schleswig-holsteinischen Metallarbeiterstreik von 1956/57[1][2], gehörte er zu den Arbeitern, die die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erstritten.

1972 wechselte er als Geschäftsführer zur Ortsverwaltung der IG Metall in Kiel, 1976 wurde er ihr Erster Bevollmächtigter. Von 1989 bis 1992 gehörte er auch dem Bundesvorstand der IG Metall an.[3]

Politik

Alfred Prezewowsky (vorn Mitte) mit anderen Landtagskandidaten, 1971

Von 1967 bis 1983 war Alfred Prezewowsky Mitglied der Landtagsfraktion. Zur Landtagswahl 1967 trat er als Direktkandidat im Wahlkreis 25 (Kiel-Nord) an, wurde jedoch 1970 nicht wieder nominiert, als Karl-Heinz Luckhardt gegen ihn antrat[4], und wechselte in den Wahlkreis 27 (Kiel-West), den er 1971 und 1975 direkt gewann. 1979 zog er über die Landesliste in den Landtag ein. Aktiv war er vor allem im Ausschuss für Arbeit und Aufbau, im Wirtschafts- und im Sozialausschuss, im Ausschuss für Jugendfragen sowie im Sonderausschuss Anhörung der Jugend und im Untersuchungsausschuss zur Universitäts-Frauenklinik.

1972 übernahm er den Landesvorsitz der frisch gegründeten Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA). Er behielt dieses Amt bis 1992 und gehörte zeitweise auch dem AfA-Bundesvorstand an.

Ehrungen

In der Rubrik "Orden" im Landtagsinformationssystem ist vermerkt: "Verzicht".

Links

Quellen

  1. Vgl. Kieler Erinnerungstag: 24. Oktober 1956
  2. Vgl. Metallarbeiterstreik. Mit Kabarett und Kino, DER SPIEGEL, 14.11.1956
  3. Der neue Vorstand, metall - Zeitung der Industriegewerkschaft Metall, 23.10.1992, mit einigen biografischen Angaben, die denen im Landtagsinformationssystem widersprechen.
  4. Luckhardt setzte sich durch, Kieler Nachrichten, 21.9.1970