Hans Adam: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 8. Mai 2019, 12:44 Uhr

Hans Adam
Hans Adam
Geboren: 25. Juni 1907
Gestorben: 2. Dezember 1996

Prof. Dr. Hans Adam, * 25. Juni 1907 in Kiel, † 2. Dezember 1996 in Kiel; Kernphysiker, Direktor der Kieler Ingenieurschule. Verheiratet, 1 Tochter. Mitglied der SPD seit ?.

Leben & Beruf

Hans Adam wurde als eines der vier Kinder und einziger Sohn von Hermann Adam, dem Geschäftsführer des Kieler Konsumvereins, geboren.[1] Er verbrachte die NS- und Kriegszeit in Berlin, wo er als Ingenieur bei Siemens arbeitete. Nach Ende der Nazizeit kehrte er in seine Heimatstadt zurück und übernahm 1946 die Leitung der Kieler Ingenieurschule in der Wilhelminenstraße, die besonders auf Schiffbautechnik und Kernphysik spezialisiert war. Sie war eine Zeitlang die einzige Fachhochschule in der Bundesrepublik, die über einen Versuchs-Kernreaktor verfügte. 1989 erhielt er den Professorentitel.[2]

Partei & Politik

Hans Adam und seine Frau Maria, geborene Thiede, engagierten sich im Kreisverein, später Kreisverband Kiel. So beteiligte sich Hans Adam an den vorbereitenden Diskussionen zur Erklärung von Sozialdemokraten und Kommunisten Kiels vom 1. Sept. 1945. Später gehörten Adams dem Zusammenschluss der Kieler Juso 22 an.

Hans Adam war ein früher Skeptiker gegenüber der Atomkraft. Schon vor 1967 wurde er in eine Kommission beim Parteivorstand berufen, die sich mit der friedlichen Nutzung der Atomkraft beschäftigte. Rosa Wallbaum erinnerte sich:

"Er war ein wirklich ernstzunehmender Wissenschaftler, hat nicht viel gesprochen, aber mitunter konnte er nicht anders, dann platzte es aus ihm heraus. Er ist mal zu einer Sitzung gegangen, da hat er sich erlaubt zu sagen: 'Und was macht ihr mit den Abfällen? Wie soll das erledigt werden?' Da hat Fritz Erler abgewinkt: 'Darüber mach dir man keine Gedanken! Das wird schon laufen!' Fritz Erler war ja kein Kernphysiker! Da hat Hans Adam sich gesagt: 'Na ja, wenn Erler das so sieht, dann brauche ich da nicht mehr hinzufahren.' Das hat er mir mal erzählt."[3]

Literatur

  • Hans Adam: Wir Konsumkinder - Die Geschichte einer fröhlichen Kindergeneration in schwierigen Zeiten in einem Dorf am Rande einer Großstadt., Spiralheft, Kiel 1994, unveröffentlicht.
  • Susanne Kalweit (Hrsg.): "Ich hab' mich niemals arm gefühlt!" Die Kielerin Rosa Wallbaum berichtet aus ihrem Leben (Berlin/Hamburg 2010) ISBN 978-3-86850-644-0
  • Michel Stermann: Maman Grete. Eine Erzieherin aus Deutschland für KZ-Opfer-Waisenkinder in Frankreich und weitere Familien-Porträts (Norderstedt 2016), 2. Auflage 2018, ISBN 978-3-7407-4985-9.

Links

Quellen

  1. Stermann: Maman Grete, S. 158
  2. Kalweit (Hrsg.): Rosa Wallbaum, S. 185
  3. Kalweit (Hrsg.): Rosa Wallbaum, S. 137