Ortsverein Elmshorn: Unterschied zwischen den Versionen

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Einen Tag später erreichten britische Truppen die Stadt, setzten aber nicht wie üblich die Nazi-Amtsinhaber ab. Daraufhin beauftragte der Gewerkschaftsausschuss den Ordnungsdienst mit der Verhaftung der Nazi-Funktionäre. So wurde am [[6. Mai]] der Bürgermeister abgesetzt und Heinrich Hausschildt zu seinem Nachfolger ernannt.
  
Erst am [[13. Mai]] griff die Besatzungsmacht ein und setzte Hausschildt wieder ab. Er und Erich Arp wurden wegen Amtanmaßung und unerlaubten Waffenbesitzes zu drei Jahren Haft verurteilt und der Gewerkschaftsausschuss aufgelöst.
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Erst am [[13. Mai]] griff die Besatzungsmacht ein und setzte Hausschildt wieder ab. Er und Erich Arp wurden wegen Amtanmaßung und unerlaubten Waffenbesitzes zu drei Jahren Haft verurteilt und der Gewerkschaftsausschuss aufgelöst.<ref>Martens, Holger: ''SPD in Schleswig-Holstein 1945-1959''. Malente 1998, S. 29</ref>
  
  
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Version vom 31. Januar 2014, 00:37 Uhr

Wiederaufbau

Am 4. Mai 1945 wurde in Elmshorn unter maßgeblicher Mitwirkung des ehemaligen Ortsvereinsvorsitzenden Heinrich Hausschildt und des sozialdemokratischen Unternehmers Erich Arp ein "Antifaschistischer Gewerkschaftsausschuss aus Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und Kommunisten gegründet, der daraufhin das Gewerkschaftshaus besetzte und einen bewaffneten "Antifaschistischen Ordnungsdienst" formierte.

Einen Tag später erreichten britische Truppen die Stadt, setzten aber nicht wie üblich die Nazi-Amtsinhaber ab. Daraufhin beauftragte der Gewerkschaftsausschuss den Ordnungsdienst mit der Verhaftung der Nazi-Funktionäre. So wurde am 6. Mai der Bürgermeister abgesetzt und Heinrich Hausschildt zu seinem Nachfolger ernannt.

Erst am 13. Mai griff die Besatzungsmacht ein und setzte Hausschildt wieder ab. Er und Erich Arp wurden wegen Amtanmaßung und unerlaubten Waffenbesitzes zu drei Jahren Haft verurteilt und der Gewerkschaftsausschuss aufgelöst.[1]


Quellen

  1. Martens, Holger: SPD in Schleswig-Holstein 1945-1959. Malente 1998, S. 29