Theodor Yorck: Unterschied zwischen den Versionen

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[[1857]] gründete Theodor Yorck in Harburg den Bildungsverein maßgeblich mit. Wegen seiner linken Orientierung wurde er als Arbeiterdelegierter zur Weltausstellung nach London geschickt und kam dort mit dem Londoner Arbeiterverein in Kontakt. Aus dieser Begegnung erwuchs seine Überzeugung, sich stärker für die Sache der Arbeiter einzusetzen und diese Arbeit unabhängiger von den liberalen, bürgerlichen Vereinen zu machen.<ref name=trautmann>Trautmann, Günter: ''[http://library.fes.de/jportal/receive/jportal_jparticle_00010249 Liberalismus, Arbeiterbewegung und Staat in Hamburg und Schleswig-Holstein 1862 - 1869]'' In: Archiv für Sozialgeschichte, Band 15 (1975) Seite 51 - 110</ref>
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[[1857]] gründete Theodor Yorck in Harburg den Bildungsverein maßgeblich mit. Wegen seiner linken Orientierung wurde er als Arbeiterdelegierter zur Weltausstellung nach London geschickt und kam dort mit dem Londoner Arbeiterverein in Kontakt. Aus dieser Begegnung erwuchs seine Überzeugung, sich stärker für die Sache der Arbeiter einzusetzen und diese Arbeit unabhängiger von den liberalen, bürgerlichen Vereinen zu machen.<ref name=trautmann>Trautmann, Günter: ''[http://library.fes.de/jportal/receive/jportal_jparticle_00010249 Liberalismus, Arbeiterbewegung und Staat in Hamburg und Schleswig-Holstein 1862 - 1869]'' In: Archiv für Sozialgeschichte, Band 15 (1975) Seite 51 - 110</ref> Theodor Yorck wurde dann zum Harburger Vertreter für den Gründungskongress des [[Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein|Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins]] (ADAV) gewählt und reiste nach Leipzig.
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Gleichzeitig prägte die Begegnung mit den englischen Arbeitern seine internationalistische Einstellung. Auf dem Gründungsparteitag der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei]] (SDAP) in Eisenach am [[7. August|7.]] bis [[9. August]] [[1869]] schlug Theodor Yorck vor, dass die Vereinigung der Arbeiter nur auf dem Boden der [[Internationale Arbeiterassoziation|Internationalen Arbeiterassoziation]] möglich sein solle. Auf gemeinsamen Antrag von [[August Bebel]] und Theodor Yorck wurde beschloss der Kongress:
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: "Die sozialdemokratische Arbeiterpartei betrachtet es als eine Pflicht eines jeden Parteigenossen, auf eine Einigung der Gewerkschaften mit allen Mitteln hinzuwirken, hält aber die Bedingung fest, daß die Gewerkschaften sich von dem Arbeiterschaftspräsidium des Herrn von Schweitzer lossagen. Zugleich empfiehlt der Kongreß die weitere Bildung von Gewerksgenossenschaften auf internationaler Grundlage."<ref>''Protokoll über die Verhandlungen des Allgemeinen Deutschen sozial-demokratischen Arbeiterkongresses zu Eisenach (…)'', Leipzig 1869 (Werner Ettelt; Hans-Dieter Krause, S. 174).</ref>
  
Theodor Yorck wurde dann zum Harburger Vertreter für den Gründungskongress des [[Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein|Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins]] (ADAV) gewählt und reiste nach Leipzig.
 
  
 
Er stirbt mit nur 44 Jahren an einem Nierenleiden.<ref>''Theodor York''. In: [[Der Wahre Jacob]] Nr. 107, 1890, S. 855-856 [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/wj1890/0119?sid=194321b742139ef5ada1e7f4871dba30 Digitalisat]</ref>
 
Er stirbt mit nur 44 Jahren an einem Nierenleiden.<ref>''Theodor York''. In: [[Der Wahre Jacob]] Nr. 107, 1890, S. 855-856 [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/wj1890/0119?sid=194321b742139ef5ada1e7f4871dba30 Digitalisat]</ref>

Version vom 12. August 2016, 12:36 Uhr

Theodor Yorck
Theodor Yorck
Geboren: 13. Mai 1830
Gestorben: 1. Januar 1875

Theodor Yorck [auch: "Theodor York"] (* 13. Mai 1830 in Breslau; † 1. Januar 1875 in Hamburg) war Parteiorganisator in den frühen 1860er Jahren in Hamburg und sorgte dadurch aus für die Verbreitung der Sozialdemokratie nach Schleswig-Holstein.

Werdegang

Theodor Yorck wurde geboren als Sohn eines Tischlermeisters, absolvierte die Grundschule, trat dann in die Fußstapfen des Vater und machte eine fünfjährige Tischlerlehre. Wie es für Handwerker zu dieser Zeit üblich war, ging er danach auf Wanderschaft und kam Mitte der 1850er Jahre nach Hamburg. Er wechselte 1856 nach Harburg.[1]

Politik

1857 gründete Theodor Yorck in Harburg den Bildungsverein maßgeblich mit. Wegen seiner linken Orientierung wurde er als Arbeiterdelegierter zur Weltausstellung nach London geschickt und kam dort mit dem Londoner Arbeiterverein in Kontakt. Aus dieser Begegnung erwuchs seine Überzeugung, sich stärker für die Sache der Arbeiter einzusetzen und diese Arbeit unabhängiger von den liberalen, bürgerlichen Vereinen zu machen.[1] Theodor Yorck wurde dann zum Harburger Vertreter für den Gründungskongress des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) gewählt und reiste nach Leipzig.

Gleichzeitig prägte die Begegnung mit den englischen Arbeitern seine internationalistische Einstellung. Auf dem Gründungsparteitag der Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) in Eisenach am 7. bis 9. August 1869 schlug Theodor Yorck vor, dass die Vereinigung der Arbeiter nur auf dem Boden der Internationalen Arbeiterassoziation möglich sein solle. Auf gemeinsamen Antrag von August Bebel und Theodor Yorck wurde beschloss der Kongress:

"Die sozialdemokratische Arbeiterpartei betrachtet es als eine Pflicht eines jeden Parteigenossen, auf eine Einigung der Gewerkschaften mit allen Mitteln hinzuwirken, hält aber die Bedingung fest, daß die Gewerkschaften sich von dem Arbeiterschaftspräsidium des Herrn von Schweitzer lossagen. Zugleich empfiehlt der Kongreß die weitere Bildung von Gewerksgenossenschaften auf internationaler Grundlage."[2]


Er stirbt mit nur 44 Jahren an einem Nierenleiden.[3]

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 Trautmann, Günter: Liberalismus, Arbeiterbewegung und Staat in Hamburg und Schleswig-Holstein 1862 - 1869 In: Archiv für Sozialgeschichte, Band 15 (1975) Seite 51 - 110
  2. Protokoll über die Verhandlungen des Allgemeinen Deutschen sozial-demokratischen Arbeiterkongresses zu Eisenach (…), Leipzig 1869 (Werner Ettelt; Hans-Dieter Krause, S. 174).
  3. Theodor York. In: Der Wahre Jacob Nr. 107, 1890, S. 855-856 Digitalisat