2010-09-14

Gründungstreffen der Geschichtswerkstatt in der SPD Schleswig-Holstein.

14. September 2010, 19:00 Uhr
SPD-Bürgerbüro
Großflecken 75
Neumünster

Zu Gast war Eckart Kuhlwein.

Protokoll

TOP 1 und 2: Vorstellung und Begrüßung

Knud Andresen und Amin Hamadmad begrüßen zur ersten Sitzung und erläutern die Idee, die zur Initiierung dieses Treffens geführt hat. Es folgt eine Vorstellungsrunde der TeilnehmerInnen, in der auch erste Eindrücke, Wünsche, Ziele und Fragen im Zusammenhang mit der Geschichtswerkstatt vorgetragen werden. In Stichworten zusammengefasst werden folgende Themen angesprochen:

  • Gab oder gibt es schon ähnliche Projekte wie die Geschichtswerkstatt?
  • Wer kümmert sich um Fotos und Nachlässe? Aufgabe der Geschichtswerkstatt?
  • Eigene „Nachlässe“ und interessante Dokumente sind im Kreis der TeilnehmerInnen der Geschichtswerkstatt vorhanden. Wie damit umgehen?
  • Wo ist Material vom Reichsbanner einzusehen?
  • Wo haben wir „Speicherplatz“ für das Gedächtnis der Partei?
  • Wie arbeiten Geschichtswerkstätten? (Prinzip/ Methodik)
  • Ausstellungen konzipieren und durchführen als Ziel?
  • Wie können Veröffentlichungen aussehen?
  • Wie wollen wir Öffentlichkeit herstellen?
  • Was ist „oral history“ genau?
  • Kann die Geschichtswerkstatt Archivierung leisten – oder muss sie Mittler sein?

TOP 3: Eckart Kuhlwein stellt sein Buch „Links, dickschädelig und frei“ vor

Im Anschluss an die Ausführungen von Eckart werden viele Fragen zum Entstehen des Buches und zum Inhalt gestellt. Eckart weist auf „Rotation“ hin, eine günstige Möglichkeit zur Veröffentlichung über den Vorwärts-Verlag.

TOP 4: Anregungen zur Arbeitsweise der Geschichtswerkstatt/ Ideensammlung

Diese Anregungen ergaben sich aus der ersten Runde und sollen an dieser Stelle zusammengefasst werden.

  • Sammeln von Fotos und deren Veröffentlichung (auf flickr?)
  • Kleine Geschichten aufschreiben – nicht die der „Großkopfeten“
  • Sicherung von Quellen aktiv unterstützen/ betreiben
  • „Mentalität“ der Partei durch das Erzählen von Anekdoten
  • Wichtig sind Themen, die emotional bewegen
  • Geschichtswerkstatt erarbeitet keine Chronik; individuelle Arbeit ist gefragt
  • Werkstatt soll lebendes, atmendes Forum sein und der Koordinierung und gegenseitigen Unterstützung dienen
  • Besondere Ereignisse zusammentragen
  • Mit der Arbeit der Geschichtswerkstatt allgemeines politisches Interesse und historisches Bewusstsein in der Partei stärken

Konkrete Themen/ Arbeitsansätze:

  • Jan-Uwe: Nationalsozialismus im Ort und die Folgen für die Sozialdemokraten.
  • Christian: Was hat die Partei „unattraktiver“ gemacht?; Beziehungen der SPD SH nach Osteuropa.
  • Steffen: Was haben 20 Jahre SPD-Regierung gebracht?
  • Claus: Altes Parteibuch ausstellen
  • Eckart: Atomwaffenfreie Gemeinden z.B. in Lauenburg; Bürgerfragestunden z.B. mit Günter Jansen; Medien in SH ggü. Personen der SPD
  • Amin: Was war das besondere an der „Zeitenwende“ 1987; woher kam dieser besondere Geist? Was trieb die Partei an? Individuelle Antworten sammeln.

TOP 5: Weitere Schritte / Konkrete gemeinsame Arbeitsfelder der Geschichtswerkstatt

  • Aufnahme des Kontakts zum Archiv der FES:
    • Quellenlage erfragen
    • Abläufe der Quellensicherung erfragen; Hilfe anbieten
  • Aufnahme des Kontakts zum Beirat für Geschichte
  • Eine Internetplattform erstellen, in der die Arbeit (individuell oder kollektiv) dokumentiert werden kann und die auch der Vernetzung und gegenseitiger Hilfestellung dient
  • Techniken/ Methodik gemeinsam erlernen und dazu Referenten einladen
  • Öffentlichkeit herstellen (zunächst über den Vorwärts / ggf. auch überregional)
  • Erstes gemeinschaftliches Projekt: Ausstellung von alten Parteibüchern in Verbindung mit individuellen Geschichten dazu (der Parteibuch-Besitzer o.a.)
    • Aufbau anhand eines Zeitstrahls
    • Allgemeine historische Ereignisse (insbesondere auch Lage der Sozialdemokratie) zur Orientierung einfügen

Amin kündigt an zur nächsten Sitzung Klaus Mertsching (Archiv der sozialen Demokratie) und Sara Franz (Projekt Rotation, Vorwärtsverlag) einzuladen. In einer der folgenden Sitzungen oder als Seminarangebot soll Knud Andresen (Hamburg!) angefragt werden. Als Termin für die nächste Sitzung wird der 9. November, 19:00 Uhr, Neumünster (oder ähnlich zentral) festgelegt. Es wird vereinbart, dass jede/r Teilnehmer/in eine weitere Person anspricht, damit sich der Kreis der Aktiven vergrößert. Die Jusos (via Landesverband) und die ehemaligen Landtagsabgeordneten (via Landtagsfraktion) sollen nochmals auf die Geschichtswerkstatt hingewiesen werden.

Protokoll: Amin Hamadmad

Beschlüsse

  • Einrichtung einer Mailingliste für die Koordination
  • Einrichtung eines Wikis für die Arbeit