2010-11-09

9. November 2010, 19.00 Uhr

Ort:

Gaststätte Weberhaus
Schleusberg 30
Neumünster
(Wo ist das?)

Gäste

  • Klaus Mertsching vom Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Sara Franz-Böhning von der Edition "Rotation" des Vorwärts Verlages. In dieser Edition ist es möglich sehr günstig Bücher on-demand zu veröffentlichen.

Protokoll

TOP 1: Begrüßung/ Protokoll der letzten Sitzung

Amin Hamadmad begrüßt alle Anwesenden und eröffnet die zweite Sitzung der Geschichtswerkstatt gegen 19:30 Uhr. Amin stellt den Anwesenden Klaus Mertsching vom Archiv der sozialen Demokratie und Sara Franz vom Vorwärts Verlag vor. Das Protokoll der letzten Sitzung wird vorgestellt, es gibt keine Änderungswünsche.

TOP2: Klaus Mertsching stellt das Archiv der sozialen Demokratie vor

Klaus stellt zuerst das Archiv im Allgemeinen vor. Zur Fragestellung der Quellenlage weist er insbesondere auf den umfangreichen Filmbestand des Archivs hin. Zudem kommen noch Unmengen an Akten über die einzelnen OVs hinzu. Ermacht darauf aufmerksam, dass viele Ortsverbände diese nutzen um die eigene Geschichte aufzuarbeiten. Problematisch dabei ist, dass viele Unterlagen der OVs und Bezirke in den 60er Jahren vernichtet wurden. Zur Recherche gibt Klaus den Anwesenden den Tipp das Landesarchiv in Schloss Gottorf zu nutzen. Besonders alte sozialdemokratische Zeitungen und die Protokolle der Agitationskommission sind geeignet. Zudem macht er deutlich, dass man über die Homepage der Friedrich Ebert Stiftung (http://www.fes.de/) Bibliothek Archiv, die Onlinefundmittel und die Beständefundmittel gut nutzen kann (500.000 Bücher sind registriert). Zudem kann man Flugblätter, Plakate und Fotos einsehen. Es folgt ein Exkurs zur Problematik an den Rechten von Online-Bildquellen. Die Arbeit anderer Geschichtswerkstätten stellt Klaus im Anschluss dar. Die Bewegung beginnt in den 80er Jahren mit der Aufarbeitung der Geschichte der Ortsverbände. Ende der 80er Anfang der 90er Jahre folgen viele Jubiläumsschriften der Gewerkschaften. 2001-04 leben die Geschichtswerkstätten wieder auf, zudem wird im zunehmenden Maße das Medium Internet einbezogen. Es folgt eine Fragerunde, in der es um die Lagerung von Akten und um die Archivfristen geht. Im Laufe der Fragerunde kommt heraus, dass besonders Lebensgeschichtliche Interviews von großem Wert sind.

TOP3: Sara Franz vom Vorwärts Verlag stellt die Veröffentlichungshilfe über Rotation vor

Sara macht die Hauptziele von Rotation deutlich: die Stärkung des Gedächtnisses der Partei und die nachhaltige Publikation von Büchern. Als Zielgruppe kommen besonders Parteimitglieder, Ortsvereine und Geschichtswerkstätten in Frage. Die Texte sollen demnach digital eingeschickt werden, die nachfolgende Gestaltung und das Lektorat übernimmt dann Rotation selbst. Die Covergestaltung ist normalerweise einheitlich, kann aber auf Wunsch individuell gestaltet werden. Das Standartformat ist DIN-A5 und der Mindestumfang beträgt 52 Seiten. Paperback und Hardcoverauflagen sind zudem wahlweise möglich. Die Bücher erscheinen in Kleinstauflagen, Nachdrucke werden aber auch angeboten. Für die Grundleistungen macht der Rotation-Verlag bei der Publizierung 495€ geltend. Aufpreise müssen bei Sonderwünschen in Kauf genommen werden.

http://www.rotation-verlag.de/

TOP4: Steffen Voss, der Online-Referent des SPD Landesverbandes stellt das Wiki der Geschichtswerkstatt vor

Die Geschichtswerkstatt des Landesverbandes ist in Zukunft auf http://spd-geschichtswerkstatt.de zu erreichen. Steffen als Admin wird sich in Zukunft um die Seite kümmern. Er verdeutlicht die Funktionen des internen Wikis am Beispiel des Projekts „Notizen aus der Republik“ einer größeren SPD Veranstaltung des Landesverbandes. Jeder angemeldete User kann Wiki-Artikel editieren, die dabei vorgenommenen Änderungen werden in einem Online-Protokoll aufgelistet. Die Teilnehmer der Geschichtswerkstatt werden von ihm ermuntert, in Zukunft eigene Artikel in das Wiki zu stellen.

TOP 5 und 6: Amin Hamadmad präsentiert die ersten Ergebnisse zu der geplanten Parteibuchausstellung und stellt die weitere Planung vor

Amin präsentiert den Anwesenden eine umfangreiche Auswahl an Parteibüchern beginnend mit den 40er Jahren. Dabei fällt das Augenmerk auf die vielen Sondermarken. Im Verlauf der Präsentation wird die Frage aufgeworfen, ob nicht das alte Vorgehen, bei dem persönlich die Mitgliedsbeiträge kassiert wurden und im Gegenzug die Mitglieder Marken erhielten, zur Herausbildung eines Wir-Gefühls in der Partei mit beigetragen haben könnten.

Die Sitzung wird von Amin 21.40 Uhr geschlossen.

Protokoll: Christian Richter, Neumünster (eingestellt von AH)