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| Die Stadt '''Kiel''' war seit ihrer Entwicklung zur Industrie- und Werftenstandort in den 1870er Jahren und auf Grund der Einstufung als Reichskriegshafen eine politisch und sozial stark durch die Arbeiterbewegung geprägte Stadt geworden. Lediglich das undemokratische Wahlrecht verhinderte bis [[1918]], das sich dies auch in der Stadtvertretung abbildete.
| | #WEITERLEITUNG [[Kreisverband Kiel]] |
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| Der Status als Reichskriegshafen mit der Stationierung der Marine und der umfangreichen Werften- und Zulieferindustrie hatte außerdem zur Folge, dass die Stadt im 1. wie im 2. Weltkrieg sowie in der jeweiligen Nachkriegszeit stärker als viele andere Städte in ihrer gesamten Struktur beeinflusst wurde. Im November [[1918]], kurz vor Ende des 1. Weltkrieges, war sie Schauplatz des [[Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstand|Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstandes]], der zum Ausgangspunkt für die Novemberrevolution wurde; diese beendete den preußischen Militarismus wilhelminischer Prägung und etablierte die erste Demokratie auf deutschem Boden. Der 2. Weltkrieg brachte der Stadt schwerste Zerstörungen. Nach beiden Kriegen war sie darauf angewiesen - aber auch gewillt - sich wirtschaftlich neu zu erfinden, von Kriegs- auf Friedensproduktion umzustellen und umzudenken. Zu ihrem Glück fanden sich jedesmal Menschen, die dies in die Hand nahmen.<ref>[http://www.kiel.de/kultur/stadtarchiv/erinnerungstage/index.php?id=117 Kieler Erinnerungstag: 11.- 19. September 1920 Erste Kieler Herbstwoche für Kunst und Wissenschaft]; [http://www.kiel.de/kultur/stadtarchiv/erinnerungstage/index.php?id=40 Kieler Erinnerungstag: Vom 31. August bis 4. September 1945 Kieler Woche für die britischen Besatzungssoldaten]</ref>
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| == SPD-OberbürgermeisterInnen ==
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| Trotz SPD-Mehrheiten erhielt Kiel in der Weimarer Republik noch keinen sozialdemokratischen Oberbürgermeister, sondern behielt bis zu seiner Vertreibung durch die Nazis [[1933]] den bürgerlichen OB Dr. Emil Lueken.
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| Nach dem 2. Weltkrieg erließ die Militärregierung eine an das britische System angelehnte Stadtverfassung, nach der der Oberbürgermeister eine rein repräsentative Aufgabe hatte. Als kommissarischer Oberbürgermeister wurde zunächst der Rechtsanwalt [[Max Emcke]] eingesetzt, der erst viele Jahre später der SPD beitrat. Der erste Sozialdemokrat in diesem Amt war der ebenfalls von der Militärregierung eingesetzte [[Otto Tschadek]], der aber nach wenigen Monaten als gewähltes Mitglied des österreichischen Nationalrates in seine Heimat zurückkehrte.
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| Ihm folgte, nach noch einem kurzen konservativen Zwischenspiel, [[Andreas Gayk]], dem Oberstadtdirektor [[Walther Lehmkuhl]] als faktischer Verwaltungschef zur Seite stand. Als Lehmkuhl [[1950]] als Oberbürgermeister nach Neumünster wechselte, wurde die Magistratsverfassung eingeführt, die bis [[1996]] galt. Nach ihr war der Oberbürgermeister Verwaltungschef; das Amt des Oberstadtdirektors wurde überflüssig. Ab [[1997]] wurden in ganz Schleswig-Holstein BürgermeisterInnen und LandrätInnen direkt von den Wahlberechtigten gewählt. In Kiel war [[Norbert Gansel]] der erste direkt gewählte Verwaltungschef.
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| * ab [[2014]]: [[Ulf Kämpfer]]
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| * 2012-[[2013]]: [[Susanne Gaschke]]
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| * [[2009]]–[[2012]]: [[Torsten Albig]]
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| * [[1997]]–[[2003]]: [[Norbert Gansel]]
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| * 1992–[[1996]]: [[Otto Kelling]]
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| * 1980–[[1992]]: [[Karl-Heinz Luckhardt]]
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| * 1965–[[1980]]: [[Günther Bantzer]]
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| * 1954–[[1965]]: [[Hans Müthling]]
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| * 1946–[[1954]]: [[Andreas Gayk]]
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| * [[1946]]: [[Otto Tschadek]]
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| == Stadtverordnetenvorsteher und StadtpräsidentInnen der SPD ==
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| Bis [[1918]] war es der SPD trotz des starken Anteils der Arbeiterbewegung an der Bevölkerung kaum möglich, Ratsherren zu stellen; das undemokratische Wahlrecht verhinderte dies. Erst ab [[1919]] gab es SPD-Mehrheiten, die dann auch die Stadtverordnetenvorsteher (wie der Titel des obersten Repräsentanten der Selbstverwaltung damals lautete) stellten. Dies waren:
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| * [[1926]]-[[1933]]: [[Christian Haß]]
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| * [[1924]]-1926: [[Heinrich Jacobs]]
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| * [[1919]]-1924: [[Wilhelm Spiegel]]
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| StadtpräsidentInnen als oberste RepräsentantInnen der Stadt gibt es erst seit der Einführung der Magistratsverfassung im Jahr [[1950]]. Die SPD stellte bis heute die Hälfte von ihnen, allerdings mit einer gesamten Amtszeit von bisher 43 Jahren seit [[1950]].
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| * ab [[2013]]: [[Hans-Werner Tovar]]
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| * 1998-[[2003]] und [[2008]]-2013: [[Cathy Kietzer]]
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| * [[1986]]-[[1998]]: [[Silke Reyer]]
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| * [[1978]]-[[1982]]: [[Rolf Johanning]]
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| * [[1970]]-[[1974]]: [[Ida Hinz]]
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| * [[1959]]-1970: [[Hermann Köster]]
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| * [[1951]]-[[1955]]: [[Max Schmidt]]
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| == Stadtbauräte ==
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| Kiels bauliche Entwicklung wurde in mehreren Phasen entscheidend von renommierten sozialdemokratischen oder der SPD nahe stehenden Stadtbauräten bestimmt. Während der Weimarer Republik war dies [[Willy Hahn]], nach dem Krieg sind vor allem Prof. Herbert Jensen (der schon vor 1945 städt. Baudirektor war und auch später wohl nicht der SPD angehörte) und [[Klaus Müller-Ibold]] zu nennen, auch [[Eberhard Kulenkampff]], der für die Baumaßnahmen zu den olympischen Segelwettbewerben in Kiel [[1972]] verantwortlich war, und [[Otto Flagge]], der u.a. wesentliche Impulse für die Hörnsanierung gab.
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| == Siehe auch ==
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| * [[Kreisverband Kiel]]
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| == Links ==
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| * [http://www.kiel.de/kultur/stadtgeschichte/ob/index.php Kiels OberbürgermeisterInnen]
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| * [http://www.kiel.de/kultur/stadtgeschichte/sp/index.php Kiels StadtpräsidentInnen]
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| [[Kategorie:Kreisverband Kiel]]
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| [[Kategorie:Kiel]]
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| == Quellen ==
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| <references />
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