Helmut Loose

Aus SPD Geschichtswerkstatt
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Helmut Loose war der am längsten amtierende Stadtpräsident von Neumünster: Von 1986 bis 2002 war er das Stadtoberhaupt. 2003 starb er nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren. So lange wie nur wenige andere hat Loose, geboren in Brachenfeld im damaligen Amtsbezirk Bokhorst, die Geschicke Neumünsters miterlebt, mitbestimmt und sich voller Engagement für seine Stadt eingesetzt. Der gelernte Tischler wechselte 1955 in der Eisenbahnerstadt Neumünster zur Bahn, war zunächst als Streckenunterhaltungsarbeiter, dann bei der Güterabfertigung tätig und schlug ab Beginn der 1960er-Jahre die Beamtenlaufbahn ein. In der damaligen Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands wirkte er zeitweilig bis in den Bundesvorstand hinein. Zu den Jungsozialisten gekommen war er durch einen Freund, wurde schließlich deren Landesvorsitzender und ab 1963 SPD-Ratsherr in Neumünster. Ab 1974 war Loose dann als ehrenamtlicher „Stadtrat Grün“ für die öffentlichen Anlagen und Kleingärten zuständig. 1986 schließlich wurde Helmut Loose zum Stadtpräsidenten gewählt und mehrfach bestätigt. Er war ein bürgernaher Stadtpräsident zum Anfassen, konnte buchstäblich mit jedem schnacken. Die Sitzungen der Ratsversammlung leitete er aber trotzdem immer souverän. 2001 wurde Loose für sein kommunalpolitisches Wirken mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Eine größere Auszeichnung war für ihn aber, als sich das Publikum in der Stadthalle für ihn von den Plätzen erhob und ihm stehend applaudierte, als er sich 2002 aus dem Amt des Stadtpräsidenten verabschiedete. Da er Stammkunde auf dem Tungendorfer Wochenmarkt war, trägt der dortige Platz seit 2005 seinen Namen.[1]

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