Frieda Döbel: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Person
#WEITERLEITUNG [[Frieda Hackhe-Döbel]]
|Vorname = Frieda
|Nachname = Döbel
|Titel =
|geboren = 19110409
|Geburtsort = Kiel
|gestorben = 19770926
|Sterbeort = Kiel
|Geschlecht = Frau
|Foto = Lash abt. 2003.2 nr. 1449.jpg
|Landesvorsitz = 0
|stellvLandesvorsitz = 0
|LandesvorstandBeisitz = 0
|Schatzmeister = 0
|Fraktionsvorsitz = 0
|MP = 0
|Spitzenkandidatur = 0
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|MdL = 1
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|LandesministerIn = 0
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|BundesstaatssekretärIn = 0
}}
'''Frieda Hackhe-Döbel''' (geb. Döbel), * [[9. April]] [[1911]] in Kiel, † [[26. September]] [[1977]] ebenda; Gewerbeoberlehrerin, Landtagsabgeordnete. Mitglied der SPD seit ?.
 
==Leben & Beruf==
Frieda Döbel wuchs in Kiel auf und besuchte dort die Volksschule. Ihr früher Lebensweg war geprägt von der Arbeiterbewegung; sie engagierte sich bereits vor [[1933]] aktiv in der [[Sozialistische Arbeiterjugend|Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ)]].<ref>4. editorische Anmerkung in ''[https://library.fes.de/fulltext/sozmit/1947-103.htm#P77_34395 SPD und Ostzone]'' auf einer Webseite der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn</ref> In der Zeit vor der Übergabe der Macht an die Nazis war sie unter anderem als Hausgehilfin und in einem Kindererholungsheim tätig.
 
Während der NS-Zeit schlug sie den Weg der akademischen Weiterbildung ein. Sie studierte an der Hochschule für Wirtschaft sowie am Berufspädagogischen Institut in Berlin und ließ sich zur Gewerbelehrerin ausbilden.
 
Trotz ihrer beruflichen Laufbahn im NS-Staat blieb sie im Kontakt mit Gleichgesinnten: Anfang [[1945]] gehörte sie sogenannten "[[Stubenzirkel|Stubenzirkeln]]" an – geheimen Treffen, bei denen über eine gesellschaftliche Neuordnung nach dem Nationalsozialismus diskutiert wurde. In der historischen Aufarbeitung durch Danker und Lehmann-Himmel wird ihr Verhalten während der NS-Diktatur als „angepasst / ambivalent“ (Kategorie „Jongleure“) charakterisiert.<ref>{{Drucksache-18-4464}}</ref>
 
Nach [[1945]] kehrte sie in den Schuldienst zurück und wurde zur Gewerbeoberlehrerin befördert. Privat war sie mit [[Emil Hackhe]] verheiratet, mit dem sie einen [[1949]] geborenen Sohn hatte. Eine familiäre Verbindung zur Kieler SPD bestand zudem über ihre [[1938]] verstorbene Schwester Paula, die die erste Ehefrau des späteren Kieler Stadtrats [[Wilhelm Kuklinski]] war.
 
==Partei & Politik==
Frieda Hackhe-Döbel gehörte zu den Personen, die unmittelbar nach der Befreiung vom Nationalsozialismus den politischen Wiederaufbau in Kiel und Schleswig-Holstein mitgestalteten.
 
===Kommunal- und Landespolitik===
Ihr politisches Wirken konzentrierte sich vor allem auf die Bildungs- und Gesundheitspolitik:
 
*1945–1948: Mitglied der [[Kreisverband Kiel - Ratsfraktion|Kieler Ratsversammlung]].
*1946–1947: Von der britischen Militärverwaltung ernanntes Mitglied des [[Ernannter Landtag vom 26.02.-11.11.1946|ersten]] und [[Ernannter Landtag 1946-1947|zweiten Ernannten Landtages von Schleswig-Holstein]].
*1947–1950: Nach der ersten freien [[Landtagswahl 1947|Landtagswahl]] zog sie als direkt gewählte Abgeordnete für den Wahlkreis 17 (Kiel III / Süd) mit 48,5 % der Stimmen in den Landtag ein.
 
===Parlamentarische Aufgaben===
Im Landtag übernahm sie bedeutende Funktionen, insbesondere im Bereich der Bildung:
 
*'''Vorsitzende''' des Ausschusses für Volksbildung und Erziehung ([[1947]]-[[1949]]).
*'''Parlamentarische Vertreterin''' für das Ressort Volksbildung im [[Kabinett Lüdemann I|Kabinett Lüdemann]] ([[1947]]-[[1949]]).
*Mitarbeit im Gesundheitsausschuss sowie im Studentenprüfungsausschuss.
 
Mit dem Ende der [[1. Wahlperiode 1947-1950|ersten Wahlperiode]] im Mai [[1950]] schied sie aus dem Landtag aus.
 
==Archive==
 
*LASH Abt. 811, Nr. 36572
 
==Literatur & Links==
 
*Danker, Uwe / Lehmann-Himmel, Sebastian: ''Geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der personellen und strukturellen Kontinuität nach 1945 in der schleswig-holsteinischen Legislative und Exekutive.''
*Jebens-Ibs, Sabine / Zachow-Ortmann, Maria: Schleswig-Holsteinische Politikerinnen der Nachkriegszeit. Lebensläufe. Kiel 1994. Vgl. auch Nicole Schultheiss: Geht nicht gibt’s nicht...: 24 Portraits herausragender Frauen der Kieler Stadtgeschichte. Kiel 2007.
 
*Hackhe, Ulrich: ''1968 - die überleben wollten I'' (Norderstedt 2019), <nowiki>ISBN 978-3-7494-4802-9</nowiki>.
 
*{{Wikipedia|NAME=Frieda Hackhe-Döbel}}
*{{LIS|422}}
 
==Einzelnachweise==
<references />
[[Kategorie:Kreisverband Kiel]]
[[Kategorie:Landesvorstand 1947-1948]]
[[Kategorie:Landesvorstand 1948-1949]]

Aktuelle Version vom 11. Februar 2026, 20:57 Uhr

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