Windenergie
"Die Windenergie kann in der Landwirtschaft ein neues und zukunftsträchtiges Standbein sein," sagte Energieminister Günther Jansen 1991 dem SPIEGEL[1]. In diesem Jahr trat das erste Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz in Kraft, das festschrieb, dass alternativ erzeugter Strom von den Versorgern abgenommen und bezahlt werden muss. Erst dadurch wurden Windkraftanlagen zu Investitionen. Damals gab es in Schleswig-Holstein ganze 230 Windkraftanlagen.
1992 formulierte Günther Jansen das Ziel für das Land, 2010 20% des Eigenbedarfes aus dem Wind zu gewinnen. Es wurde bereits September 2001 erreicht - die Zahl der Windkraftanlagen hatte sich in 10 Jahren verzehnfacht.
Im Jahr 2000 löste die SPD-geführte Bundesregierung das alte Einspeisegesetz ab durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das den Vorrang der erneuerbaren Energien festschrieb.
Entwicklung
| Jahr | Anzahl Windkraftanlagen | Leistung (MW) | kW/WEA |
|---|---|---|---|
| < | 100 | 7 | 70 |
| 1991 | 343 | 59 | 172 |
| 1993 | 662 | 153 | 231 |
| 1995 | 1196 | 426 | 356 |
| 1997 | 1495 | 603 | 403 |
| 1999 | 1866 | 941 | 504 |
| 2001 | 2305 | 1502 | 652 |
| 2003 | 2547 | 1952 | 766 |
| 2005 | 2594 | 2179 | 840 |
| 2007 | 2423 | 2565 | 945 |
| 2009 | 2593 | 2717 | 1048 |
| 2011 | 2609 | 3145 | 1205 |
Quelle: Landwirtschaftskammer[2]
Quellen
- ↑ DER SPIEGEL 38/1991 "Mäuse rubbeln"
- ↑ Landwirtschaftskammer zitiert in: "Regionalökonomische Effekte der Nutzung von Windenergie in Schleswig-Holstein"
