Ortsverein Ottensen: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Ortsverein Ottensen''' war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD im Kaiserreich. Er wurde [[1890]] gegründet<ref>Anfang November - vgl. ''[[Hamburger Echo]]'', 9.11.1890, S. 2</ref> und schloss sich knapp 30 Jahre später dem [[Ortsverein Altona]] an, der dann zeitweilig den Namen ''Altona-Ottensen'' trug.<ref>Der Ortsverein Ottensen wird noch im ''Hamburger Echo'' erwähnt am 4.8.1919, am 3.9.1919 heißt es schon Altona-Ottensen. Allerdings wird Altona-Ottensen auch schon [[1903]] erwähnt (''Hamburger Echo'', 24.3.03, S. 4).</ref> Schon zum Gründungszeitpunkt gehörte Ottensen zur Stadt Altona.
Der '''Ortsverein Ottensen''' war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD im Kaiserreich. Er wurde Anfang November [[1890]] gegründet.<ref>''[[Hamburger Echo]]'', 9.11.1890, S. 2</ref> Schon damals gehörte Ottensen zur Stadt Altona, allerdings waren beide unterschiedlichen Reichstagswahlkreisen zugeordnet, was wegen des Verbindungsverbots bis [[1899]] getrennte Parteiorganisationen erforderlich machte. Ottensen gehörte zum Reichstagswahlkreis 6 (Elmshorn, Pinneberg).
 
Er schloss sich [[1919]] offiziell dem [[Ortsverein Altona]] an, der dann zeitweilig den Namen ''Altona-Ottensen'' trug. Die Verwendung der Bezeichnungen war allerdings nicht eindeutig - schon [[1903]] ist von Altona-Ottensen die Rede.<ref>''Hamburger Echo'', 24.3.03, S. 4</ref>


Der Ortsverein gliederte sich zuletzt (Sommer [[1919]]) in 21 [[Bezirk (Ortsverein)|Bezirke]], die eigene Bezirksversammlungen abhielten.<ref>''[[Hamburger Echo]]'', 4.8.1919, S. 3</ref>
Der Ortsverein gliederte sich zuletzt (Sommer [[1919]]) in 21 [[Bezirk (Ortsverein)|Bezirke]], die eigene Bezirksversammlungen abhielten.<ref>''[[Hamburger Echo]]'', 4.8.1919, S. 3</ref>


Bereits [[1874]] hatte es hier eine Sektion des [[ADAV]] gegeben.<ref>Neuer Social-Demokrat 25.2.1874</ref>
Anfang Juli [[1877]] gründeten die örtlichen Genossen den „Ottenser Arbeiterverein“.<ref>''[https://collections.fes.de/historische-presse/periodical/zoom/322416?query=Arbeiter-Wahlverein%20Kiel Vorwärts]'', 23.9.1877</ref>
 
[[1875]] wurden die Genossen F. Heerhold und H. Diedrich zu „Agenten des Vorstands“ der [[SAPD]] ernannt.<ref>''[[Der Volksstaat]]'', 25.8. 1875</ref>
 
Bereits [[1874]] gab es hier eine Sektion des [[ADAV]].<ref>''Neuer Social-Demokrat'', 25.2.1874</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Ehemaliger Ortsverein im heutigen Hamburg|Ottensen]]
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[[Kategorie:Ortsverein Altona|Ottensen]]
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Aktuelle Version vom 15. Dezember 2025, 06:34 Uhr

Der Ortsverein Ottensen war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD im Kaiserreich. Er wurde Anfang November 1890 gegründet.[1] Schon damals gehörte Ottensen zur Stadt Altona, allerdings waren beide unterschiedlichen Reichstagswahlkreisen zugeordnet, was wegen des Verbindungsverbots bis 1899 getrennte Parteiorganisationen erforderlich machte. Ottensen gehörte zum Reichstagswahlkreis 6 (Elmshorn, Pinneberg).

Er schloss sich 1919 offiziell dem Ortsverein Altona an, der dann zeitweilig den Namen Altona-Ottensen trug. Die Verwendung der Bezeichnungen war allerdings nicht eindeutig - schon 1903 ist von Altona-Ottensen die Rede.[2]

Der Ortsverein gliederte sich zuletzt (Sommer 1919) in 21 Bezirke, die eigene Bezirksversammlungen abhielten.[3]

Anfang Juli 1877 gründeten die örtlichen Genossen den „Ottenser Arbeiterverein“.[4]

1875 wurden die Genossen F. Heerhold und H. Diedrich zu „Agenten des Vorstands“ der SAPD ernannt.[5]

Bereits 1874 gab es hier eine Sektion des ADAV.[6]

Einzelnachweise

  1. Hamburger Echo, 9.11.1890, S. 2
  2. Hamburger Echo, 24.3.03, S. 4
  3. Hamburger Echo, 4.8.1919, S. 3
  4. Vorwärts, 23.9.1877
  5. Der Volksstaat, 25.8. 1875
  6. Neuer Social-Demokrat, 25.2.1874