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Seit 1916 bis Ende 1919 war er auch Redakteur | Seit 1916 bis Ende 1919 war er auch Redakteur der (mehrheitssozialdemokratischen) „Bremischen Correspondenz". | ||
Er war Reichstagskandidat 1907 und 1912 im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis. Delegierter zum deutschen Parteitag 1909<ref>https://library.fes.de/parteitage/pdf/register/1909.pdf</ref> | Er war Reichstagskandidat 1907 und 1912 im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis. Delegierter zum deutschen Parteitag 1909<ref>https://library.fes.de/parteitage/pdf/register/1909.pdf</ref> | ||
Version vom 26. Januar 2024, 10:50 Uhr
| Gustav Niendorf |
Gustav Niendorf, * 1. September 1867[1] in Hamburg, gestorben 1946 in ?; Zigarrenarbeiter, Gewerkschaftssekretär. Mitglied der SPD seit 1884.
Ein Foto liegt vor in der Online-Galerie der Pinneberger Landräte.
Leben & Beruf
Er wurde geboren als unehelicher Sohn eines Dienstmädchens; ev., später diss.. Von 1873-1881 besuchte er die Volksschule in Altona, anschließend wurde er Zigarrenarbeiter und ging auf Wanderschaft, zuletzt arbeitete er bis 1900 als Zigarrensortierer. Er musste keinen Wehrdienst leisten.[2]
1900-1904 war er Gewerkschaftssekretär des Tabakarbeiterverbands in Altona, anschließend bis 1911 in Kiel.[3]
April 1911 bis Oktober 1919 Redakteur des Verbandsorgans des Tabakarbeiterverbands „Der Tabakarbeiter" mit Sitz in Bremen.
Teilnehmer der Gewerkschaftskongresse der Tabakarbeiter 1892, 1911, 1914
Von September 1919[4] bis März 1920 war kommissarischer Landrat und dann von März 1920 bis April 1932 Landrat des Kreises Pinneberg, dann Versetzung in den Ruhestand. 1923-26 Stellvertreter im preußischen Staatsrat.
Politik
Bis 1892 war er SPD-Funktionär in Liegnitz und Posen, bis 1900 Bezirks- und Distriktsführer bzw. Vorsitzender der SPD in Ottensen. 1900-1904 war er Mitglied der Presskommission des „Hamburger Echos".[5]
1907[6]–1911 war er Stadtverordneter in Kiel.
Seit 1916 bis Ende 1919 war er auch Redakteur der (mehrheitssozialdemokratischen) „Bremischen Correspondenz".
Er war Reichstagskandidat 1907 und 1912 im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis. Delegierter zum deutschen Parteitag 1909[7]
Einzelnachweise
Ein Artikel mit weiteren Informationen ist von Udo Sachse: Die Ära Niendorf, in Jahrbuch des Kreises Pinneberg 1990, S. 53ff.
- ↑ Landesarchiv: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/7UDN542LXTMEHEUMXZUD2Z6YUQ4SU77F
- ↑ Die Mehrheit der Angaben stammt aus der Kurzbiografie in Wilhelm Heinz Schröder: Arbeit und Organisationsverhalten der Zigarrenarbeiter in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Erklärung der Führungsrolle der Zigarrenarbeiter in der frühen politischen Arbeiterbewegung, in: Historische Sozialforschung. Supplement , (2011), No. 23, Kollektivbiographie als interdisziplinäre Methode in der Historischen Sozialforschung: Eine persönliche Retrospektive ((2011)), pp. 195-251, hier S. 251.
- ↑ Angabe für 1908: http://library.fes.de/gewerkzs/tabakarbeiter/1908/pdf/1908-013.pdf
- ↑ Hamburger Echo 15.8.1919
- ↑ siehe dazu auch weiter siehe Hartmut Bickelmann: Ferdinand Vieth 1869-1946. Leben und Wirken eines Genossenschafters in Selbstzeugnissen und Beiträgen, 2018, S. 25.
- ↑ Hamburger Echo 27.11.1907
- ↑ https://library.fes.de/parteitage/pdf/register/1909.pdf

