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"Die Windenergie kann in der Landwirtschaft ein neues und zukunftsträchtiges Standbein sein," sagte Energieminister [[Günther Jansen]] [[1991]] dem SPIEGEL<ref>DER SPIEGEL 38/1991 "[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491751.html Mäuse rubbeln]"</ref>. In diesem Jahr trat das erste [https://de.wikipedia.org/wiki/Stromeinspeisungsgesetz Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz] in Kraft, das festschrieb, dass alternativ erzeugter Strom von den Versorgern abgenommen und bezahlt werden muss. Erst dadurch wurden Windkraftanlagen zu Investitionen. Damals gab es in Schleswig-Holstein ganze 230 Windkraftanlagen. | "Die Windenergie kann in der Landwirtschaft ein neues und zukunftsträchtiges Standbein sein," sagte Energieminister [[Günther Jansen]] [[1991]] dem SPIEGEL<ref>DER SPIEGEL 38/1991 "[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491751.html Mäuse rubbeln]"</ref>. In diesem Jahr trat das erste [https://de.wikipedia.org/wiki/Stromeinspeisungsgesetz Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz] in Kraft, das festschrieb, dass alternativ erzeugter Strom von den Versorgern abgenommen und bezahlt werden muss. Erst dadurch wurden Windkraftanlagen zu Investitionen. Damals gab es in Schleswig-Holstein ganze 230 Windkraftanlagen. | ||
Der Kampf für mehr Windenergie hatte da schon eine längere Tradition in der SPD Schleswig-Holstein. [[1984]] beantragte der [[Ortsverein Niebüll]], die zeitlich befristete Förderung der Windkraft - der [[Landesparteitag 1984, Kiel|Landesparteitag]] stimmte zu.<ref>Beschlussdatenbank: [http://beschluesse.spd-schleswig-holstein.de/wiki/S4:_Strom_durch_Windenergie_%281984%29 S4: Strom durch Windenergie (1984)]</ref>. Damals aber war die SPD in Bund und Land in der Opposition. Und so tat sich hier wenig. Die Situation änderte sich erst mit der Regierungsübernahme in Schleswig-Holstein [[1988]]. | |||
[[1992]] formulierte Günther Jansen das Ziel für das Land, 2010 20% des Eigenbedarfes aus dem Wind zu gewinnen. Es wurde bereits September 2001 erreicht - die Zahl der Windkraftanlagen hatte sich in 10 Jahren verzehnfacht. | [[1992]] formulierte Günther Jansen das Ziel für das Land, 2010 20% des Eigenbedarfes aus dem Wind zu gewinnen. Es wurde bereits September 2001 erreicht - die Zahl der Windkraftanlagen hatte sich in 10 Jahren verzehnfacht. | ||
Version vom 29. Juni 2014, 14:48 Uhr
"Die Windenergie kann in der Landwirtschaft ein neues und zukunftsträchtiges Standbein sein," sagte Energieminister Günther Jansen 1991 dem SPIEGEL[1]. In diesem Jahr trat das erste Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz in Kraft, das festschrieb, dass alternativ erzeugter Strom von den Versorgern abgenommen und bezahlt werden muss. Erst dadurch wurden Windkraftanlagen zu Investitionen. Damals gab es in Schleswig-Holstein ganze 230 Windkraftanlagen.
Der Kampf für mehr Windenergie hatte da schon eine längere Tradition in der SPD Schleswig-Holstein. 1984 beantragte der Ortsverein Niebüll, die zeitlich befristete Förderung der Windkraft - der Landesparteitag stimmte zu.[2]. Damals aber war die SPD in Bund und Land in der Opposition. Und so tat sich hier wenig. Die Situation änderte sich erst mit der Regierungsübernahme in Schleswig-Holstein 1988.
1992 formulierte Günther Jansen das Ziel für das Land, 2010 20% des Eigenbedarfes aus dem Wind zu gewinnen. Es wurde bereits September 2001 erreicht - die Zahl der Windkraftanlagen hatte sich in 10 Jahren verzehnfacht.
Im Jahr 2000 löste die SPD-geführte Bundesregierung das alte Einspeisegesetz ab durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das den Vorrang der erneuerbaren Energien festschrieb. Die SPD in Schleswig-Holstein hatte entsprechende Forderungen gestellt.
Entwicklung
| Jahr | Anzahl Windkraftanlagen | Leistung (MW) | kW/WEA |
|---|---|---|---|
| < | 100 | 7 | 70 |
| 1991 | 343 | 59 | 172 |
| 1993 | 662 | 153 | 231 |
| 1995 | 1196 | 426 | 356 |
| 1997 | 1495 | 603 | 403 |
| 1999 | 1866 | 941 | 504 |
| 2001 | 2305 | 1502 | 652 |
| 2003 | 2547 | 1952 | 766 |
| 2005 | 2594 | 2179 | 840 |
| 2007 | 2423 | 2565 | 945 |
| 2009 | 2593 | 2717 | 1048 |
| 2011 | 2609 | 3145 | 1205 |
Quelle: Landwirtschaftskammer[3]
Literatur
- Rave, Klaus / Richter, Bernhard (2008) "Im Aufwind : Schleswig-Holsteins Beitrag zur Entwicklung der Windenergie" Wachholtz Verlag, Neumünster, ISBN 978-3-529-05429-7
Quellen
- ↑ DER SPIEGEL 38/1991 "Mäuse rubbeln"
- ↑ Beschlussdatenbank: S4: Strom durch Windenergie (1984)
- ↑ Landwirtschaftskammer zitiert in: "Regionalökonomische Effekte der Nutzung von Windenergie in Schleswig-Holstein"
