Ortsverein Groß-Flottbek: Unterschied zwischen den Versionen
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Für den [[8. August]] [[1926]] forderte der Ortsverein seine Mitglieder zur Teilnahme an einer Verfassungsfeier auf. Auch der [[Arbeitergesangverein|Gesangverein Arion]] beteiligte sich, über den bisher nichts Näheres ermittelt ist. Es handelte sich wohl um die offizielle Verfassungsfeier der Stadt Altona, zu der in derselben Ausgabe des ''[[Hamburger Echo]]'' eingeladen wird.<ref>''[[Hamburger Echo]]'', 7.8.1926, S. 6</ref> | Für den [[8. August]] [[1926]] forderte der Ortsverein seine Mitglieder zur Teilnahme an einer Verfassungsfeier auf. Auch der [[Arbeitergesangverein|Gesangverein Arion]] beteiligte sich, über den bisher nichts Näheres ermittelt ist. Es handelte sich wohl um die offizielle Verfassungsfeier der Stadt Altona, zu der in derselben Ausgabe des ''[[Hamburger Echo]]'' eingeladen wird.<ref>''[[Hamburger Echo]]'', 7.8.1926, S. 6</ref> | ||
[[1927]] wurde Groß-Flottbek mit den anderen, ebenfalls zum Kreis Pinneberg gehörenden "Elbgemeinden" [[Ortsverein Rissen|Rissen]], [[Ortsverein Blankenese|Blankenese]], [[Ortsverein Sülldorf|Sülldorf]], [[Ortsverein Klein-Flottbek|Klein-Flottbek]] und [[Ortsverein Nienstedten|Nienstedten]] nach [[Ortsverein Altona|Altona]] eingemeindet. Die Elbgemeinden waren deutlich wohlhabender als die Großstadt und bürgerlich orientiert, die SPD dort wenig bedeutend. Die Eingemeindung wurde als "Enteignung" empfunden und abgelehnt. Nicht zuletzt deswegen hatte in den Elbgemeinden die NSDAP frühen und großen Zulauf.<ref>Kurz, Jan / Omland, Frank: ''Das konservative Milieu in den Elbgemeinden und der Aufstieg der NSDAP am Ende der Weimarer Republik''. In: ''Demokratische Geschichte'' 31 (2021), S. 133</ref> | [[1927]] wurde Groß-Flottbek mit den anderen, ebenfalls zum Kreis Pinneberg gehörenden "Elbgemeinden" [[Ortsverein Rissen|Rissen]], [[Ortsverein Blankenese|Blankenese]], [[Ortsverein Sülldorf|Sülldorf]], [[Ortsverein Klein-Flottbek|Klein-Flottbek]] und [[Ortsverein Nienstedten|Nienstedten]] nach [[Ortsverein Altona|Altona]] eingemeindet. Die Elbgemeinden waren deutlich wohlhabender als die Großstadt und bürgerlich orientiert, die SPD dort wenig bedeutend. Die Eingemeindung wurde als "Enteignung" empfunden und abgelehnt. Nicht zuletzt deswegen hatte in den Elbgemeinden die NSDAP frühen und großen Zulauf.<ref>Kurz, Jan / Omland, Frank: ''[https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_31/Demokratische_Geschichte_Band_31_Essay_5.pdf Das konservative Milieu in den Elbgemeinden und der Aufstieg der NSDAP am Ende der Weimarer Republik]''. In: ''Demokratische Geschichte'' 31 (2021), S. 133-158</ref> | ||
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Version vom 1. Dezember 2024, 02:09 Uhr
Der Ortsverein Groß-Flottbek war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD. Er bestand mindestens seit 1913.[1] Zunächst gehörte der Ort zum Kreis Pinneberg.
Für den 8. August 1926 forderte der Ortsverein seine Mitglieder zur Teilnahme an einer Verfassungsfeier auf. Auch der Gesangverein Arion beteiligte sich, über den bisher nichts Näheres ermittelt ist. Es handelte sich wohl um die offizielle Verfassungsfeier der Stadt Altona, zu der in derselben Ausgabe des Hamburger Echo eingeladen wird.[2]
1927 wurde Groß-Flottbek mit den anderen, ebenfalls zum Kreis Pinneberg gehörenden "Elbgemeinden" Rissen, Blankenese, Sülldorf, Klein-Flottbek und Nienstedten nach Altona eingemeindet. Die Elbgemeinden waren deutlich wohlhabender als die Großstadt und bürgerlich orientiert, die SPD dort wenig bedeutend. Die Eingemeindung wurde als "Enteignung" empfunden und abgelehnt. Nicht zuletzt deswegen hatte in den Elbgemeinden die NSDAP frühen und großen Zulauf.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Hamburger Echo, 26.1.1913, S. 7
- ↑ Hamburger Echo, 7.8.1926, S. 6
- ↑ Kurz, Jan / Omland, Frank: Das konservative Milieu in den Elbgemeinden und der Aufstieg der NSDAP am Ende der Weimarer Republik. In: Demokratische Geschichte 31 (2021), S. 133-158
