Karl Offen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Karl Friedrich Offen''', * [[3. Januar]] [[1890]] in Hamburg, † [[4. Dezember]] [[1941]] in Pinneberg; Tischler. Verheiratet mit [[Elsa Offen]]. Mitglied der SPD seit [[1924]].
'''Karl Friedrich Offen''', * [[3. Januar]] [[1890]] in Hamburg, † [[4. Dezember]] [[1941]] in Pinneberg; Tischler. Mitglied der SPD seit [[1924]].
 
Karl Offen war ein engagiertes Mitglied der SPD in [[Ortsverein Norderstedt|Norderstedt]], das sich besonders während der Zeit des Nationalsozialismus durch seinen Widerstand auszeichnete. Als die Nationalsozialisten [[1933]] an die Macht kamen, blieb er der SPD treu und verteilte antifaschistisches Propagandamaterial. Offen arbeitete als Tischler in Garstedt und hörte trotz des Verbots sogenannte "Feindsender" im Radio. Er ermahnte seine Lehrlinge, nicht alles zu glauben, was offiziell über den Verlauf des Krieges verkündet wurde. Diese Aktivitäten kosteten ihn schließlich das Leben. Um der Folter im Konzentrationslager Fuhlsbüttel zu entgehen, nahm er sich 1941 das Leben.<ref name="ref_abendblatt_2017">[https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article206742753/Die-Sozialdemokraten-ehren-Karl-Offen.html Die Sozialdemokraten ehren Karl Offen - Hamburger Abendblatt]</ref><ref name="ref_bbz_norderstedt">[https://www.bbz-norderstedt.de/index.php/information/pressespiegel/pressespiegel-2015-2016/die-sozialdemokraten-ehren-karl-offen Die Sozialdemokraten ehren Karl Offen - Berufsbildungszentrum Norderstedt]</ref><ref name="ref_abendblatt_2015">[https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article206735165/Apmannsweg-Norderstedts-erster-Stolperstein.html Apmannsweg: Norderstedts erster Stolperstein - Hamburger Abendblatt]</ref>.
 
Er war verheiratet mit [[Elsa Offen]].
 
74 Jahre nach seinem Selbstmord ehrte der [[Ortsverein Norderstedt|SPD-Ortsverein Norderstedt]] Karl Offen, indem sie einen Stolperstein vor seinem ehemaligen Haus am Apmannsweg 23 setzen ließen. Dieser Stolperstein wurde vom Künstler [[Gunter Demnig]] gestaltet und soll an das mutige Wirken Offens erinnern. Die Einweihung des Stolpersteins wurde in einer gut besuchten Feierstunde begangen, an der Schüler des Berufsbildenden Zentrums (BBZ), Nachbarn sowie Mitglieder der SPD und CDU teilnahmen<ref name="ref_abendblatt_2017">[https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article206742753/Die-Sozialdemokraten-ehren-Karl-Offen.html Die Sozialdemokraten ehren Karl Offen - Hamburger Abendblatt]</ref><ref name="ref_bbz_norderstedt">[https://www.bbz-norderstedt.de/index.php/information/pressespiegel/pressespiegel-2015-2016/die-sozialdemokraten-ehren-karl-offen Die Sozialdemokraten ehren Karl Offen - Berufsbildungszentrum Norderstedt]</ref>.


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==Einzelnachweise==
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[[Kategorie:Kreisverband Pinneberg|Offen, Karl]]
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Version vom 2. Juli 2025, 09:18 Uhr

Karl Offen
Karl Offen
Karl Offen
Geboren: 3. Januar 1890
Gestorben: 4. Dezember 1941

Karl Friedrich Offen, * 3. Januar 1890 in Hamburg, † 4. Dezember 1941 in Pinneberg; Tischler. Mitglied der SPD seit 1924.

Karl Offen war ein engagiertes Mitglied der SPD in Norderstedt, das sich besonders während der Zeit des Nationalsozialismus durch seinen Widerstand auszeichnete. Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, blieb er der SPD treu und verteilte antifaschistisches Propagandamaterial. Offen arbeitete als Tischler in Garstedt und hörte trotz des Verbots sogenannte "Feindsender" im Radio. Er ermahnte seine Lehrlinge, nicht alles zu glauben, was offiziell über den Verlauf des Krieges verkündet wurde. Diese Aktivitäten kosteten ihn schließlich das Leben. Um der Folter im Konzentrationslager Fuhlsbüttel zu entgehen, nahm er sich 1941 das Leben.[1][2][3].

Er war verheiratet mit Elsa Offen.

74 Jahre nach seinem Selbstmord ehrte der SPD-Ortsverein Norderstedt Karl Offen, indem sie einen Stolperstein vor seinem ehemaligen Haus am Apmannsweg 23 setzen ließen. Dieser Stolperstein wurde vom Künstler Gunter Demnig gestaltet und soll an das mutige Wirken Offens erinnern. Die Einweihung des Stolpersteins wurde in einer gut besuchten Feierstunde begangen, an der Schüler des Berufsbildenden Zentrums (BBZ), Nachbarn sowie Mitglieder der SPD und CDU teilnahmen[1][2].

Links

Die Initiative Spurensuche Kreis Pinneberg und Umgebung hat Karl Offens Schicksal rekonstruiert: Der Tod von Karl Offen

Einzelnachweise