Tordis Batscheider

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Tordis Batscheider
Tordis Batscheider
Tordis Batscheider
Geboren: 14. März 1965

Dr. Tordis Batscheider, * 1965 im Allgäu; Politikwissenschaftlerin und Bürgermeisterin. Mitglied der SPD.

Werdegang

Um 1990 war Tordis Batscheider Mitarbeiterin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt. Im Februar 1990 gründete sie mit Regine Mehl das "Netzwerk Friedensforscherinnen"; es besteht weiter unter dem Namen "AFK-Frauennetzwerk -- Friedensforscherinnen in der AFK".

Später war sie in der Bremer und in der Hamburger Senatsverwaltung tätig und zeitweise Geschäftsführerin einer GmbH zur Beratung und Projektentwicklung für Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen.

Seit 2002 lebt sie in Neustadt-Pelzerhaken. Bis zu ihrer Wahl zur Bürgermeisterin arbeitete sie als Pressesprecherin der SPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.[1][2]

2012 bewarb sie sich um das Bürgermeisteramt in Neustadt/Holstein. Durch ihre Kandidatur wollte sie auch ein Vorbild für Frauen sein.[3]

Bürgermeisterin

Mit 78 Prozent wurde Tordis Batscheider in der Stichwahl gegen den CDU-Mitbewerber zur Bürgermeisterin von Neustadt/Holstein gewählt, bei einer Wahlbeteiligung von 45,8 Prozent. Am 1. Oktober 2012 trat sie ihr Amt an.

Mehrere unerfreuliche Auseinandersetzungen mit der CDU, die sich von der Bürgermeisterin nicht ausreichend und frühzeitig informiert sah, führte die SPD auf Nachwirkungen der verlorenen Bürgermeisterwahl zurück.[4]

Zur Wiederwahl trat Tordis Batscheider 2018 nicht wieder an; am 1. Oktober übernahm ihr parteiloser Nachfolger die Amtsgeschäfte.

Politik

Tordis Batscheider setzt auf enge Zusammenarbeit der Ostseestädte bei der Energieversorgung; im Mai 2013 gründeten Neustadt, Oldenburg/Holstein und Eutin eine gemeinsame kommunale Stadtwerke-GmbH. Die Bürgermeisterin könnte sich einen weiteren Ausbau der Zusammenarbeit vorstellen.[5]

Weitere Schwerpunkte sieht sie in erneuerbaren Energien, der Stärkung der regionalen Wirtschaft, der Vereinfachung und Hilfestellung von Verwaltungsdiensten für Unternehmer, in Bürgerbeteiligung, etwa durch Bürgerforen, und im Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit und rechtsextreme Tendenzen.[6]

Veröffentlichungen

Links

Quellen