Ortsverein Blankenese: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Ortsverein Blankenese''' war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD | Der '''Ortsverein Blankenese''' war eine Gliederung der [[Bezirksverband Schleswig-Holstein|schleswig-holsteinischen SPD]]. Er wurde [[1900]] gegründet.<ref name=":0">''[[Hamburger Echo]]'', 14.3.1925, S. 5</ref> Der Ort gehörte zunächst zum [[Kreisverband Pinneberg|Kreis Pinneberg]]. | ||
1927 wurde Blankenese nach Altona eingemeindet. | Im Kaiserreich gehörte er zum 6. Reichstagswahlkreis. | ||
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Die Region hatte einen starken Mitgliederzulauf. Aus dem Ortsverein gingen schon wenige Jahre nach der Gründung mindestens die Ortsvereine [[Ortsverein Osdorf (Altona)|Osdorf (Altona)]], [[Ortsverein Sülldorf|Sülldorf]] und [[Ortsverein Rissen|Rissen]] hervor. | |||
[[1927]] wurde Blankenese mit den anderen, ebenfalls zum Kreis Pinneberg gehörenden "Elbgemeinden" [[Ortsverein Rissen|Rissen]], [[Ortsverein Sülldorf|Sülldorf]], [[Ortsverein Groß-Flottbek|Groß-Flottbek]], [[Ortsverein Klein-Flottbek|Klein-Flottbek]] und [[Ortsverein Nienstedten|Nienstedten]] nach [[Ortsverein Altona|Altona]] eingemeindet. Die Elbgemeinden waren deutlich wohlhabender als die Großstadt und bürgerlich orientiert, die SPD dort wenig bedeutend. Die Eingemeindung wurde als "Enteignung" empfunden und abgelehnt. Nicht zuletzt deswegen hatte in den Elbgemeinden die NSDAP frühen und großen Zulauf.<ref>Kurz, Jan / Omland, Frank: ''[https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_31/Demokratische_Geschichte_Band_31_Essay_5.pdf Das konservative Milieu in den Elbgemeinden und der Aufstieg der NSDAP am Ende der Weimarer Republik]''. In: ''Demokratische Geschichte'' 31 (2021), S. 133-158</ref> | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
Aktuelle Version vom 1. Dezember 2024, 02:08 Uhr
Der Ortsverein Blankenese war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD. Er wurde 1900 gegründet.[1] Der Ort gehörte zunächst zum Kreis Pinneberg.
Im Kaiserreich gehörte er zum 6. Reichstagswahlkreis.
Am 15. März 1925 beging er in der Gaststätte Johannesburg seine 25. Gründungsfeier. Gäste waren u.a. die benachbarten Ortsvereine Groß-Flottbek, Rissen und Wedel.[1]
Die Region hatte einen starken Mitgliederzulauf. Aus dem Ortsverein gingen schon wenige Jahre nach der Gründung mindestens die Ortsvereine Osdorf (Altona), Sülldorf und Rissen hervor.
1927 wurde Blankenese mit den anderen, ebenfalls zum Kreis Pinneberg gehörenden "Elbgemeinden" Rissen, Sülldorf, Groß-Flottbek, Klein-Flottbek und Nienstedten nach Altona eingemeindet. Die Elbgemeinden waren deutlich wohlhabender als die Großstadt und bürgerlich orientiert, die SPD dort wenig bedeutend. Die Eingemeindung wurde als "Enteignung" empfunden und abgelehnt. Nicht zuletzt deswegen hatte in den Elbgemeinden die NSDAP frühen und großen Zulauf.[2]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Hamburger Echo, 14.3.1925, S. 5
- ↑ Kurz, Jan / Omland, Frank: Das konservative Milieu in den Elbgemeinden und der Aufstieg der NSDAP am Ende der Weimarer Republik. In: Demokratische Geschichte 31 (2021), S. 133-158
