Ortsverein Schiffbek und Umgegend: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Ortsverein Schiffbek und Umgegend''' war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD, im Kaiserreich im 8. Reichstagswahlkreisverein und in der Weimarer Republik im [[Kreisverband Stormarn]].
Der '''Ortsverein Schiffbek und Umgegend''' war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD, im Kaiserreich im 8. Reichstagswahlkreisverein, während der Weimarer Republik im [[Kreisverband Stormarn]].


Der Ortsverein bestand schon seit den frühen 1890er Jahren, er kann damit wohl zu den ältesten in Schleswig-Holstein gezählt werden.<ref>Einladung zur Mitgliederversammlung im Hamburger Echo 22.01.1892, S. 4</ref> Er scheint früh recht groß geworden zu sein.<ref>Bericht über eine Mitgliederversammlung im Hamburger Echo 13.5.1894, S. 10. Der Verein verfügte über relativ viel Geld, das er sogar zur Sparkasse bringen wollte. Das deutet auf viele Mitglieder hin.</ref>
Der Ortsverein bestand wohl schon seit Anfang [[1891]], er kann damit zu den ältesten in Schleswig-Holstein gezählt werden.<ref>Einladungen zur Mitgliederversammlung des Sozialdemokratischen Vereins, ''[[Hamburger Echo]]'', 22.5.1891, S. 4, u. 19.6.1891, S. 4</ref> Im Januar [[1891]] lud er zu einer Volksversammlung mit den Themen ''Was will die Sozialdemokratie?'' und ''Wie vereinigen wir uns?'' ein.<ref>''Hamburger Echo'', 27.1.1891, S. 4</ref>  


In Folge des Groß-Hamburg-Gesetzes gehört Schiffbek heute nicht mehr zu Schleswig-Holstein. Es gibt eine Untergliederung Schiffbek im Distrikt Billstedt.  
Er beteiligte sich auch am jährlichen "Fest der Arbeit" in Verbindung mit dem [[Arbeitersport|Reichsarbeitersporttag]], das die freien Gewerkschaften und das Kartell für Arbeiterbildung, Sport und Körperpflege jeweils am [[13. Juni|13.]] und [[14. Juni]] (oder wohl am nächstliegenden Wochenende) im Ort ausrichteten.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19250612/page/6 Fest der Arbeit in Schiffbek]'', ''Hamburger Echo'', 12.6.1925</ref> 
 
Der Verein scheint früh recht groß geworden zu sein. Er verfügte über soviel Geld, dass er es sogar bei der Sparkasse einzahlen wollte. Das deutet auf viele Mitglieder hin.<ref>Bericht über eine Mitgliederversammlung, ''Hamburger Echo'', 13.5.1894, S. 10</ref>
 
[[1928]] ging er im [[Ortsverein Billstedt]] auf.
 
In Folge des Groß-Hamburg-Gesetzes von [[1937]] kam Schiffbek, damals schon ein Ortsteil der neu geschaffenen Gemeinde Billstedt, zu Hamburg. Im Hamburger Landesverband gibt es (Stand 2024) eine Untergliederung Schiffbek im Distrikt Billstedt.  


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Aktuelle Version vom 26. August 2025, 01:49 Uhr

Der Ortsverein Schiffbek und Umgegend war eine Gliederung der schleswig-holsteinischen SPD, im Kaiserreich im 8. Reichstagswahlkreisverein, während der Weimarer Republik im Kreisverband Stormarn.

Der Ortsverein bestand wohl schon seit Anfang 1891, er kann damit zu den ältesten in Schleswig-Holstein gezählt werden.[1] Im Januar 1891 lud er zu einer Volksversammlung mit den Themen Was will die Sozialdemokratie? und Wie vereinigen wir uns? ein.[2]

Er beteiligte sich auch am jährlichen "Fest der Arbeit" in Verbindung mit dem Reichsarbeitersporttag, das die freien Gewerkschaften und das Kartell für Arbeiterbildung, Sport und Körperpflege jeweils am 13. und 14. Juni (oder wohl am nächstliegenden Wochenende) im Ort ausrichteten.[3]

Der Verein scheint früh recht groß geworden zu sein. Er verfügte über soviel Geld, dass er es sogar bei der Sparkasse einzahlen wollte. Das deutet auf viele Mitglieder hin.[4]

1928 ging er im Ortsverein Billstedt auf.

In Folge des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 kam Schiffbek, damals schon ein Ortsteil der neu geschaffenen Gemeinde Billstedt, zu Hamburg. Im Hamburger Landesverband gibt es (Stand 2024) eine Untergliederung Schiffbek im Distrikt Billstedt.

Einzelnachweise

  1. Einladungen zur Mitgliederversammlung des Sozialdemokratischen Vereins, Hamburger Echo, 22.5.1891, S. 4, u. 19.6.1891, S. 4
  2. Hamburger Echo, 27.1.1891, S. 4
  3. Fest der Arbeit in Schiffbek, Hamburger Echo, 12.6.1925
  4. Bericht über eine Mitgliederversammlung, Hamburger Echo, 13.5.1894, S. 10