Paul Groß: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Tischlermeister Paul Groß kam als Heimatvertriebener nach Schleswig-Holstein, wo er mit seiner Familie in der Hamburger Chaussee 211 in [[Ortsverein Kiel-Hassee|Kiel-Hassee]] lebte. Er war verheiratet mit Marie, geb. Kaiser, und hatte vermutlich zwei Töchter.<ref>Traueranzeige der Familie, ''[[VZ]]'', 26.10.1949</ref> Die Traueranzeige erschien zweimal; offenbar war in der früheren, wie auch in der der SPD<ref>Traueranzeige SPD, Distrikt Hassee, ''[[VZ]]'', 26.10.1949</ref>, der Todestag falsch angegeben worden. | Der Tischlermeister Paul Groß kam als Heimatvertriebener nach Schleswig-Holstein, wo er mit seiner Familie in der Hamburger Chaussee 211 in [[Ortsverein Kiel-Hassee|Kiel-Hassee]] lebte. Er war verheiratet mit Marie, geb. Kaiser, und hatte vermutlich zwei Töchter.<ref>Traueranzeige der Familie, ''[[VZ]]'', 26.10.1949</ref> Die Traueranzeige erschien zweimal; offenbar war in der früheren, wie auch in der der SPD<ref>Traueranzeige SPD, Distrikt Hassee, ''[[VZ]]'', 26.10.1949</ref>, der Todestag falsch angegeben worden. | ||
In Kiel | In Kiel zählte Paul Groß zu den Gründungsmitgliedern der Ostpreußen-Hilfsgemeinschaft<ref>Traueranzeige des BdH, ''[[VZ]]'', 27.10.1949</ref> und der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft von [[1948]]<ref>''Unser Flüchtlingsbeauftragter Paul Groß †'', ''VZ'', 27.10.1949</ref>. | ||
Er wurde auf dem Kieler Südfriedhof beigesetzt.<ref>Traueranzeige der Familie, ''[[VZ]]'', 27.10.1949</ref> | |||
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Paul Groß war Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Kiel.<ref>Traueranzeige des BdH, ''[[VZ]]'', 27.10.1949</ref> [[1946]] gehörte er dem [[Ernannter Landtag vom 26.02.-11.11.1946|ersten ernannten Landtag]] an und engagierte sich dort in den Ausschüssen für das Flüchtlingswesen und für Katastrophenabwehr. | Paul Groß habe sich "von Jugend an [...] für die sozialistische Bewegung eingesetzt. Auch die Zeit des Terrors konnte ihn nicht von diesem Wege abbringen." So heißt es im Nachruf, und weiter: | ||
<blockquote>"So war er gleich nach der Kapitulation wieder unter den ersten, die sich für die Hilfsbedürftigen einsetzten. Keine Mühe, keine Arbeit war ihm hierbei zu viel. An den Gründungen der SPD-Flüchtlingsarbeitsgemeinschaft, deren Vorsitzender er war, und der Flüchtlingsorganisationen war Paul Groß maßgeblich beteiligt. [...] Sein unermüdlicher Einsatz, besonders als Flüchtlingsvertreter, hat zu seinem frühen Ableben beigetragen. [...] seine Einsatzbereitschaft wird uns Ansporn sein und Vorbild bleiben."<ref>''Unser Flüchtlingsbeauftragter Paul Groß †'', ''VZ'', 27.10.1949</ref></blockquote> | |||
Paul Groß war ab [[1946]] Flüchtlingsvertreter im städtischen Flüchtlingsausschuss<ref>''Unser Flüchtlingsbeauftragter Paul Groß †'', ''VZ'', 27.10.1949</ref>, außerdem Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Kiel.<ref>Traueranzeige des BdH, ''[[VZ]]'', 27.10.1949</ref> | |||
[[1946]] gehörte er dem [[Ernannter Landtag vom 26.02.-11.11.1946|ersten ernannten Landtag]] an und engagierte sich dort in den Ausschüssen für das Flüchtlingswesen und für Katastrophenabwehr. | |||
== Links == | == Links == | ||
Version vom 4. Januar 2022, 02:44 Uhr
| Paul Groß |
Paul Groß, * 7. Januar 1897 in Neuendorf/Ostpreußen; † 24. Oktober 1949; Tischlermeister, Abgeordneter im 1. ernannten Landtag. Mitglied der SPD.
Leben & Beruf
Der Tischlermeister Paul Groß kam als Heimatvertriebener nach Schleswig-Holstein, wo er mit seiner Familie in der Hamburger Chaussee 211 in Kiel-Hassee lebte. Er war verheiratet mit Marie, geb. Kaiser, und hatte vermutlich zwei Töchter.[1] Die Traueranzeige erschien zweimal; offenbar war in der früheren, wie auch in der der SPD[2], der Todestag falsch angegeben worden.
In Kiel zählte Paul Groß zu den Gründungsmitgliedern der Ostpreußen-Hilfsgemeinschaft[3] und der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft von 1948[4].
Er wurde auf dem Kieler Südfriedhof beigesetzt.[5]
Partei & Politik
Paul Groß habe sich "von Jugend an [...] für die sozialistische Bewegung eingesetzt. Auch die Zeit des Terrors konnte ihn nicht von diesem Wege abbringen." So heißt es im Nachruf, und weiter:
"So war er gleich nach der Kapitulation wieder unter den ersten, die sich für die Hilfsbedürftigen einsetzten. Keine Mühe, keine Arbeit war ihm hierbei zu viel. An den Gründungen der SPD-Flüchtlingsarbeitsgemeinschaft, deren Vorsitzender er war, und der Flüchtlingsorganisationen war Paul Groß maßgeblich beteiligt. [...] Sein unermüdlicher Einsatz, besonders als Flüchtlingsvertreter, hat zu seinem frühen Ableben beigetragen. [...] seine Einsatzbereitschaft wird uns Ansporn sein und Vorbild bleiben."[6]
Paul Groß war ab 1946 Flüchtlingsvertreter im städtischen Flüchtlingsausschuss[7], außerdem Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Kiel.[8]
1946 gehörte er dem ersten ernannten Landtag an und engagierte sich dort in den Ausschüssen für das Flüchtlingswesen und für Katastrophenabwehr.
Links
- Landtagsinformationssystem: Paul Groß
- Wikipedia: Paul Groß (Politiker)
Einzelnachweise
- ↑ Traueranzeige der Familie, VZ, 26.10.1949
- ↑ Traueranzeige SPD, Distrikt Hassee, VZ, 26.10.1949
- ↑ Traueranzeige des BdH, VZ, 27.10.1949
- ↑ Unser Flüchtlingsbeauftragter Paul Groß †, VZ, 27.10.1949
- ↑ Traueranzeige der Familie, VZ, 27.10.1949
- ↑ Unser Flüchtlingsbeauftragter Paul Groß †, VZ, 27.10.1949
- ↑ Unser Flüchtlingsbeauftragter Paul Groß †, VZ, 27.10.1949
- ↑ Traueranzeige des BdH, VZ, 27.10.1949

