Gustav Niendorf: Unterschied zwischen den Versionen

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Er wurde geboren als unehelicher Sohn eines Dienstmädchens; ev., später diss.. Von 1873-1881 besuchte er die Volksschule in Altona, anschließend wurde er Zigarrenarbeiter und ging auf Wanderschaft, zuletzt arbeitete er bis 1900 als Zigarrensortierer. Er musste keinen Wehrdienst leisten.<ref>Die Mehrheit der Angaben stammt aus der Kurzbiografie in [https://www.jstor.org/stable/pdf/23032833.pdf?refreqid=fastly-default%3Aabd34fec39277e85a87153d22581a31f&ab_segments=&origin=&initiator=&acceptTC=1 Wilhelm Heinz Schröder: Arbeit und Organisationsverhalten der Zigarrenarbeiter in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Erklärung der Führungsrolle der Zigarrenarbeiter in der frühen politischen Arbeiterbewegung, in: Historische Sozialforschung. Supplement , (2011), No. 23, Kollektivbiographie als interdisziplinäre Methode in der Historischen Sozialforschung: Eine persönliche Retrospektive ((2011)), pp. 195-251, hier S. 251.]</ref>
Er wurde geboren als unehelicher Sohn eines Dienstmädchens; ev., später diss.. Von 1873-1881 besuchte er die Volksschule in Altona, anschließend wurde er Zigarrenarbeiter und ging auf Wanderschaft, zuletzt arbeitete er bis 1900 als Zigarrensortierer. Er musste keinen Wehrdienst leisten.<ref>Die Mehrheit der Angaben stammt aus der Kurzbiografie in [https://www.jstor.org/stable/pdf/23032833.pdf?refreqid=fastly-default%3Aabd34fec39277e85a87153d22581a31f&ab_segments=&origin=&initiator=&acceptTC=1 Wilhelm Heinz Schröder: Arbeit und Organisationsverhalten der Zigarrenarbeiter in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Erklärung der Führungsrolle der Zigarrenarbeiter in der frühen politischen Arbeiterbewegung, in: Historische Sozialforschung. Supplement , (2011), No. 23, Kollektivbiographie als interdisziplinäre Methode in der Historischen Sozialforschung: Eine persönliche Retrospektive ((2011)), pp. 195-251, hier S. 251.]</ref>


1900-1904 war er Arbeitersekretär in Altona<ref>So Schröder, möglicherweise schuf er aber nur diese Stelle: [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18991117/page/5 Hamburger Echo 17.11.1899] und [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19000302/page/5 Hamburger Echo 2.3.1900]</ref>, anschließend Gewerkschaftssekretär des Tabakarbeiterverbands bis 1911 in Kiel.<ref>Angabe für 1908: http://library.fes.de/gewerkzs/tabakarbeiter/1908/pdf/1908-013.pdf</ref>
1900-1904 war er Arbeitersekretär in Altona<ref>So Schröder, zunächst schuf er nur diese Stelle: [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18991117/page/5 Hamburger Echo 17.11.1899] und [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19000302/page/5 Hamburger Echo 2.3.1900], wahrscheinlich wurde später im Jahr noch eine Stelle eingerichtet [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19000909/page/6 Hamburger Echo 9.9.1900]</ref>, anschließend Gewerkschaftssekretär des Tabakarbeiterverbands bis 1911 in Kiel.<ref>Angabe für 1908: http://library.fes.de/gewerkzs/tabakarbeiter/1908/pdf/1908-013.pdf</ref>


April 1911 bis Oktober 1919 Redakteur des Verbandsorgans des Tabakarbeiterverbands „Der Tabakarbeiter" mit Sitz in Bremen.
April 1911 bis Oktober 1919 Redakteur des Verbandsorgans des Tabakarbeiterverbands „Der Tabakarbeiter" mit Sitz in Bremen.

Version vom 26. Januar 2024, 11:09 Uhr

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Gustav Niendorf
Geboren: 1. September 1867
Gestorben: 7. März 1946

Gustav Niendorf, * 1. September 1867[1] in Hamburg, gestorben 1946 in ?; Zigarrenarbeiter, Gewerkschaftssekretär. Mitglied der SPD seit 1884.

Ein Foto liegt vor in der Online-Galerie der Pinneberger Landräte.

Leben & Beruf

Er wurde geboren als unehelicher Sohn eines Dienstmädchens; ev., später diss.. Von 1873-1881 besuchte er die Volksschule in Altona, anschließend wurde er Zigarrenarbeiter und ging auf Wanderschaft, zuletzt arbeitete er bis 1900 als Zigarrensortierer. Er musste keinen Wehrdienst leisten.[2]

1900-1904 war er Arbeitersekretär in Altona[3], anschließend Gewerkschaftssekretär des Tabakarbeiterverbands bis 1911 in Kiel.[4]

April 1911 bis Oktober 1919 Redakteur des Verbandsorgans des Tabakarbeiterverbands „Der Tabakarbeiter" mit Sitz in Bremen.

Teilnehmer der Gewerkschaftskongresse der Tabakarbeiter 1892, 1911, 1914

Von September 1919[5] bis März 1920 war kommissarischer Landrat und dann von März 1920 bis April 1932 Landrat des Kreises Pinneberg, dann Versetzung in den Ruhestand. 1923-26 Stellvertreter im preußischen Staatsrat.

Politik

Bis 1892 war er SPD-Funktionär in Liegnitz und Posen, bis 1900 Bezirks- und Distriktsführer und ab 1897 Vorsitzender der SPD in Ottensen[6]. Im selben Jahr war er Schriftführer des Provinzialparteitags.[7] 1900-1904 war er Mitglied der Presskommission des „Hamburger Echos".[8]

1907[9]–1911 war er Stadtverordneter in Kiel.

Seit 1916 bis Ende 1919 war er auch Redakteur der (mehrheitssozialdemokratischen) „Bremischen Correspondenz".

Er war Reichstagskandidat 1907 und 1912 im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis. Delegierter zum deutschen Parteitag 1909[10]

Einzelnachweise

Ein Artikel mit weiteren Informationen ist von Udo Sachse: Die Ära Niendorf, in Jahrbuch des Kreises Pinneberg 1990, S. 53ff.