VEBA-Vertrag
Die von Björn Engholm geführte Landesregierung schloss am 11. April 1989 einen Energiesparvertrag mit der VEBA AG ab. Die VEBA sollte 100.000 DM dafür geben, dass öffentliche Gebäude mit Energiesparglühlampen ausgerüstet werden könnten. Man erhoffte sich davon eine Energieeinsparung von 80%. Der Vertrag umfasste begleitend zu diesem Projekt die Gründung einer Forschungsgesellschaft, aus der die Energiestiftung Schleswig-Holstein (heute: Innovationsstiftung) und ein Lehrstuhl an der Universität Flensburg hervorgingen.
Vorangegangen war eine Machtprobe mit der Energiewirtschaft. Diese war unglücklich über die Energiepolitik der Regierung. Als der Unternehmensverband das Kabinett zum traditionellen Grünkohlessen einlud, las der Gastredner von der VEBA der Regierung die Leviten. Er gebe 100.000 DM für ein Energiesparprogramm und trotzdem werde man kein Atomkraftwerk einsparen können. Klaus Rave, von 1988 bis 1995 Abteilungsleiter Energiewirtschaft in der Landesregierung, entwickelte daraus die Idee für das oben genannte Programm.[1]
Quellen
- ↑ Rave, Klaus / Richter, Bernhard: Im Aufwind: Schleswig-Holsteins Beitrag zur Entwicklung der Windenergie (Neumünster 2008), ISBN 978-3-529-05429-7
