Kiel

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Kiel war seit seiner Entwicklung zur Industrie- und Werftenstandort in den 1870er Jahren und auf Grund der Einstufung als Reichskriegshafen eine (nicht nur politisch) stark durch die Arbeiterbewegung geprägte Stadt geworden. Lediglich das undemokratische Wahlrecht verhinderte bis 1918, das sich dies auch in der Stadtvertretung abbildete. Auch danach erhielt Kiel jedoch bis 1946 keinen sozialdemokratischen Oberbürgermeister. Der erste Sozialdemokrat in diesem Amt war der kommissarisch von der Militärregierung eingesetzte Dr. Otto Tschadek, der aber nach wenigen Monaten als gewähltes Mitglied des österreichischen Nationalrates in seine Heimat zurückkehrte. Ihm folgte, nach einem kurzen konservativen Zwischenspiel, Andreas Gayk, bis 1950 mit Oberstadtdirektor Walther Lehmkuhl als faktischem Verwaltungschef. Danach wurde die von der britischen Militärregierung erlassene, an Großbritannien angelehnten Stadtverfassung, nach der der Oberbürgermeister im Wesentlichen repräsentative Aufgaben hatte, von der Magistratsverfassung abgelöst, die bis 1996 galt.

SPD Oberbürgermeister

SPD StadtpräsidentInnen

SPD Stadtbauräte

Kiels bauliche Entwicklung wurde in mehreren Phasen entscheidend von renommierten sozialdemokratischen Stadtbauräten bestimmt. Während der Weimarer Republik war dies Willy Hahn, nach dem Krieg ist vor allem Herbert Jensen zu nennen.

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