Karl Offen

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Karl Offen
Karl Offen
Karl Offen
Geboren: 3. Januar 1890
Gestorben: 4. Dezember 1941

Karl Friedrich Offen, * 3. Januar 1890 in Hamburg, † 4. Dezember 1941 in Pinneberg; Tischler. Mitglied der SPD seit 1924.

Karl Offen trat mit 18 Jahren 1908 dem gewerkschaftlichen Holzarbeiterverband bei und wurde 1924 Mitglied der SPD. Er war ein engagiertes Mitglied der SPD in Norderstedt, das sich besonders während der Zeit des Nationalsozialismus durch seinen Widerstand auszeichnete. Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, blieb er der SPD treu und verteilte antifaschistisches Propagandamaterial. Offen arbeitete als Tischler in Garstedt und hörte trotz des Verbots sogenannte "Feindsender" im Radio. Er ermahnte seine Lehrlinge, nicht alles zu glauben, was offiziell über den Verlauf des Krieges verkündet wurde.

Karl Offen arbeitete bei dem Tischlermeister Wilhelm Stürzenbecher, der der NSDAP angehörte. Im November 1941 kam es zu einem Streit zwischen Karl Offen und Wilhelm Stürzenbecher, der zur Kündigung Karl Offens führte. Kurz darauf wurde Karl Offen von der Gestapo vorgeladen und festgenommen. Um einer Verhaftung zu entgehen, erschoss sich Karl Offen in seinem Haus und starb später im Krankenhaus.[1]

Diese Aktivitäten kosteten ihn schließlich das Leben. Um der Folter im Konzentrationslager Fuhlsbüttel zu entgehen, nahm er sich 1941 mit 51 Jahren das Leben.[2][3][4].

Er war verheiratet mit Elsa Offen. Nach seinem Tod wurde seine Witwe von den Nationalsozialisten schikaniert. Nach dem Krieg wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Wilhelm Stürzenbecher und andere eingeleitet, das jedoch 1948 eingestellt wurde.

74 Jahre nach seinem Selbstmord ehrte der SPD-Ortsverein Norderstedt Karl Offen am 1. Dezember 2015 , indem sie einen Stolperstein vor seinem ehemaligen Haus am Apmannsweg 23 setzen ließen. Dieser Stolperstein wurde vom Künstler Gunter Demnig gestaltet und soll an das mutige Wirken Offens erinnern. Die Einweihung des Stolpersteins wurde in einer gut besuchten Feierstunde begangen, an der Schüler des Berufsbildenden Zentrums (BBZ), Nachbarn sowie Mitglieder der SPD und CDU teilnahmen.[5][6].

Links

Die Initiative Spurensuche Kreis Pinneberg und Umgebung hat Karl Offens Schicksal rekonstruiert: Der Tod von Karl Offen

Einzelnachweise