Ortsverein Lurup

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Der Ortsverein Lurup war vor 1933 eine Gliederung im Kreisverband Pinneberg und Teil der SPD-Arbeitsgemeinschaft Elbvororte. Er wurde 1902 gegründet; 1927 feierte er sein 25-jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe.[1] Als andere Gründungsdaten werden 1904 oder 1905 genannt[2]; dies ist wohl, wie bei anderen Vereinen auch, darauf zurückzuführen, dass die Arbeit zwischendurch einschlief, etwa weil aktive Mitglieder umzogen oder sich andere Umstände veränderten.

Bis 1907 gehörte auch Schenefeld zum Ortsverein.[3]

1927 wurde die Gemeinde Lurup nach Altona eingemeindet. Damit endete die Geschichte des Ortsvereins; eine (Unter-)Gliederung Lurup gab es jedoch weiterhin. Nicht geklärt ist bisher, wann vor 1933 oder sogar 1927 der Zusammenschluss der Gliederungen Lurup und Osdorf erfolgte. Nicht nur wurde nach 1945 Lurup-Osdorf als Gliederung im Landesverband Hamburg wiedergegründet; sie verfügt auch über eine Traditionsfahne für die Gliederung gleichen Namens, die in der Matratze eines Mitglieds die NS-Herrschaft überstand. Für den Ortsverein Lurup ist die Einladung zu einer Fahnenweihe am 7. August 1927 belegt; dort wird der Ortsverein Osdorf jedoch nicht erwähnt.[4]

Erst im Zuge der Neuordnung der Hamburger Distrikte nach 1974 trennten sich die Gliederungen Lurup und Osdorf.[5]

Einzelnachweise

  1. Altona und Umgegend. Elbvororte, Hamburger Echo, 4.8.1927, S. 6
  2. Die erste ordentliche Generalversammlung des Sozialdemokratischen Zentralvereins für den 6. schlesw.-holst. Reichstagswahlkreis, Hamburger Echo, 22.8.1905, S. 6
  3. Altona und Umgegend. Schenefeld, Hamburger Echo, 7.7.1907, S. 3
  4. Elbvororte. Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft, Hamburger Echo, 4.8.1927, Seite 6
  5. Sengebusch, Ingo (Red.): Geschichte der SPD Osdorf, Osdorfer Echo Nr. 91 - Sonderausgabe