Anna Mosegaard: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Anna Mosegaard''' geb. Sachse, * 2.Januar 1881 in Nordhausen (Harz), † 26.März 1954 in Hadersleben; Schriftstellerin, Journalistin.  
'''Anna Mosegaard''' ''geb. Sachse'', * [[2. Januar]] [[1881]] in Nordhausen (Harz), † [[26. März]] [[1954]] in Hadersleben; Schriftstellerin, Journalistin. Mitglied der SPD
==Leben & Beruf==
==Leben & Beruf==
Anna Sachse wurde [[1881]] in Nordhausen im Harz als Tochter des Brauerreiarbeiters Christoph Sachse ([[1844]]-[[1884]]) und seiner Frau Dorothee ''geb. Machlitt'' ([[1850]]-[[1903]]) geboren. Sie wuchs allerdings in einem Waisenhaus auf und wurde dann Tabakarbeiterin.<ref name=":0">Callesen, Gerd: [https://files.wachholtz-verlag.de/openaccess/9783529025624.pdf ''Mosegaard, Anna''.] in: ''Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon''. Band 3. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1974, S. 196</ref>
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==Partei & Politik==
==Partei & Politik==
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== Literatur ==
* Sønderjyske Årbøger 1935, S. 148. – Der Nordschleswiger v. 1.3.1969.
==Links==
==Links==
*{{Wikipedia}}
*{{Wikipedia}}
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
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Version vom 28. Dezember 2021, 19:57 Uhr

Anna Mosegaard
Anna Mosegaard
Anna Mosegaard
Geboren: 2. Januar 1881
Gestorben: 26. März 1954

Anna Mosegaard geb. Sachse, * 2. Januar 1881 in Nordhausen (Harz), † 26. März 1954 in Hadersleben; Schriftstellerin, Journalistin. Mitglied der SPD

Leben & Beruf

Anna Sachse wurde 1881 in Nordhausen im Harz als Tochter des Brauerreiarbeiters Christoph Sachse (1844-1884) und seiner Frau Dorothee geb. Machlitt (1850-1903) geboren. Sie wuchs allerdings in einem Waisenhaus auf und wurde dann Tabakarbeiterin.[1]

Mit 20 Jahren heiratete sie 1901 den Tabakspinner Johann Mosegaard. Gemeinsam hatten sie eine Tochter und zwei Söhne. 1906 zog die Familie nach Hadersleben. Beide engagierten sich in der Arbeiterbewegung. Zwischenzeitlich 1919 bis 1923 lebten sie in Silkeborg.[1]

Anna Mosegaard schreibt für Sozialdemokratische Zeitungen wie die Schleswig-Holsteinische Volkszeitung, die Schleswig-Holsteinische Landpost, die dänisch-sprachige Det røde Postbud, die Norddeutsche Volksstimme, die feministische Gleichheit und den Vorwärts. Dort veröffentlichte sie zahlreiche Artikel und Erzählungen unterhaltsamer Alt, aber auch – und vor allem – bemerkenswerte Aufsätze über ihre Erfahrungen aus dem Waisenhaus, über das Arbeitsleben und den nationalen Gegensatz im dänisch-deutschen Grenzland. In ihren sozialen Arbeiten vertrat sie einen ausgesprochenen Arbeiterstandpunkt; in der nationalen Frage hob sie die Notwendigkeit einer Aussöhnung zwischen den beiden Völkern hervor; diese sah sie besonders durch die Arbeiterklasse verwirklicht. Viele ihrer Arbeiten tragen halbbiographische Züge, vor allem einige hinterlassene unveröffentlichte Manuskripte, von denen ein Theaterstück (Herbststürme) in den 1920er Jahren in Hadersleben aufgeführt wurde. Darüber hinaus veröffentlichte A. M. zahlreiche Märchenspiele, oft mit allgemeinem sozialem Inhalt.[1]

Partei & Politik

In der Wahl zur verfassunggebende preußische Landesversammlung 1919 wurde Anna Mosegaard für die MSPD gewählt. Sie trat das Mandat aber nicht an.[1]

Literatur

  • Sønderjyske Årbøger 1935, S. 148. – Der Nordschleswiger v. 1.3.1969.

Links

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Callesen, Gerd: Mosegaard, Anna. in: Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon. Band 3. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1974, S. 196