Reimer Hermann Peters: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SPD Geschichtswerkstatt
K Kaffeeringe verschob die Seite Hermann Peters (1872-1940) nach Reimer Hermann Peters, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen
Zeile 34: Zeile 34:


==Partei & Politik==
==Partei & Politik==
Hermann Peters trat in die SPD ein und war von [[1919]] bis [[1921]] Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung. Anschließend gehörte er dem Preußischen Landtag an, dem er bis [[1933]] angehörte. Ende der [[1920er]] Jahre war er zudem Mitglied des [[Provinziallandtagswahlen 1919-1933|schleswig-holsteinischen Provinziallandtages]].  
Hermann Peters trat in die SPD ein und war von [[1919]] bis [[1921]] Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung. Anschließend gehörte er dem Preußischen Landtag an, dem er bis [[1933]] angehörte. Im Volksmund hieß er deswegen "Hermann Landdag".<ref name=":0" /> Ende der [[1920er]] Jahre soll er zudem Mitglied des [[Provinziallandtagswahlen 1919-1933|schleswig-holsteinischen Provinziallandtages]] gewesen sein.  


Innerhalb der Partei war er von [[1929]] bis [[1933]] Mitglied des agrarpolitischen Beirates beim Parteivorstand. [[1927]] beteiligte er sich an der Ausarbeitung des SPD-Agrarprogramms.  
Innerhalb der Partei war er von [[1929]] bis [[1933]] Mitglied des agrarpolitischen Beirates beim Parteivorstand. [[1927]] beteiligte er sich an der Ausarbeitung des SPD-Agrarprogramms.  
Zeile 50: Zeile 50:
*Gründer und Aufsichtsratsmitglied der Walz-, Pflug- und Dreschgenossenschaft in Hochdonn
*Gründer und Aufsichtsratsmitglied der Walz-, Pflug- und Dreschgenossenschaft in Hochdonn


=== NS-Zeit ===
===NS-Zeit===
Seine Enkelin Getrud Hamann war [[1933]] acht Jahre alt. Sie erinnert sich, dass ihr Großvater von den Nazis verhaftet und erst sieben Jahre später, [[1940]] entlassen wurde. Da war er dann schon totkrank mit Blasenkrebs. Ein halbes Jahr später starb er.<ref>Reißig, Wiebke: Sie nannten ihn Hermann Landdag - Für die SPD im Preußischen Landtag in Berlin - 1933 von den Nazis verhaftet, in: Dithmarscher Landeszeitung, 25. Juli 2009</ref>
Seine Enkelin Getrud Hamann war [[1933]] acht Jahre alt. Sie erinnert sich, dass ihr Großvater von den Nazis verhaftet und erst sieben Jahre später, [[1940]] entlassen wurde. Da war er dann schon totkrank mit Blasenkrebs. Ein halbes Jahr später starb er.<ref name=":0">Reißig, Wiebke: Sie nannten ihn Hermann Landdag - Für die SPD im Preußischen Landtag in Berlin - 1933 von den Nazis verhaftet, in: Dithmarscher Landeszeitung, 25. Juli 2009</ref>


==Literatur==
==Literatur==

Version vom 28. Februar 2026, 14:58 Uhr

Noch kein Foto vorhanden
Noch kein Foto vorhanden
Reimer Hermann Peters
Geboren: 24. April 1872
Gestorben: 18. November 1940

Reimer Hermann Peters, * 24. April 1872 in Hochdonn, † 18. November 1940 in Hochdonn; Landwirt, Agrarpolitiker und Mitglied der SPD.

Leben & Beruf

Hermann Peters besuchte die Volksschule in Hochdonn und arbeitete anschließend bis 1910 als landwirtschaftlicher Arbeiter. Danach war er als selbständiger Landwirt in Hochdonn tätig. Aufgrund seiner politischen Tätigkeit gab er 1919 seinen landwirtschaftlichen Besitz auf und nannte sich fortan "Landmann". Sein Fokus lag seitdem auf agrarpolitischen Themen.

Partei & Politik

Hermann Peters trat in die SPD ein und war von 1919 bis 1921 Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung. Anschließend gehörte er dem Preußischen Landtag an, dem er bis 1933 angehörte. Im Volksmund hieß er deswegen "Hermann Landdag".[1] Ende der 1920er Jahre soll er zudem Mitglied des schleswig-holsteinischen Provinziallandtages gewesen sein.

Innerhalb der Partei war er von 1929 bis 1933 Mitglied des agrarpolitischen Beirates beim Parteivorstand. 1927 beteiligte er sich an der Ausarbeitung des SPD-Agrarprogramms.

Er nahm am Parteitag 1919 und 1927 als Delegierter teil.

Weitere Ämter und Funktionen

Neben seiner parlamentarischen Tätigkeit bekleidete Hermann Peters zahlreiche weitere Ämter:

  • 19191933: Vorstandsmitglied der Genossenschaftsmeisterei Hochdonn
  • 19251933: Vorsitzender der Zentralmoorkommission für Preußen
  • 19191922: Ausschussvorsitzender der OKK in Burg
  • 19321933: Aufsichtsratsmitglied der schleswig-holsteinischen Höfebank
  • Mitglied der Landeskulturkommission der Landwirtschaftskammer für die Provinz Schleswig-Holstein
  • Mitglied des Oberbewertungsausschusses beim Landesfinanzamt Schleswig-Holstein
  • Gründer und Aufsichtsratsmitglied der Walz-, Pflug- und Dreschgenossenschaft in Hochdonn

NS-Zeit

Seine Enkelin Getrud Hamann war 1933 acht Jahre alt. Sie erinnert sich, dass ihr Großvater von den Nazis verhaftet und erst sieben Jahre später, 1940 entlassen wurde. Da war er dann schon totkrank mit Blasenkrebs. Ein halbes Jahr später starb er.[1]

Literatur

  • Kienast, Ernst (Hrsg.): Handbuch für den Preußischen Landtag, Ausgabe für die 5. Wahlperiode (Berlin 1933), S. 370/371.

Links

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Reißig, Wiebke: Sie nannten ihn Hermann Landdag - Für die SPD im Preußischen Landtag in Berlin - 1933 von den Nazis verhaftet, in: Dithmarscher Landeszeitung, 25. Juli 2009