Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW)

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Das Institut für Weltwirtschaft besteht seit 1914, zunächst als "Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft" der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel.

Geschichte

Das Institut wurde ab 1908 von seinem Gründer Bernhard Harms konzipiert und 1914 als "Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft" der CAU in Kiel mit einem eigenen Institutsgebäude eröffnet. Am 1. Februar 1919 wurde ihm eine Bibliothek als eigenständige Abteilung angegliedert.

"Die Bibliothek durfte ihre Bestände auch während der NS-Zeit vollständig behalten und weiterhin ausländische Literatur erwerben. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bücher aus Kiel ausgelagert und im Ratzeburger Dom aufgestellt. Daher weist die ZBW einen nahezu lückenlosen Bestand an wirtschaftswissenschaftlicher Literatur auf."[1]

Während der NS-Herrschaft war das Institut nationalsozialistisch dominiert. Von 1935 bis 1941 leitete Karl Schiller dort eine Forschungsgruppe; deren Gutachten dienten

"kurzfristig aktuellen nationalsozialistischen Expansionsplänen und längerfristig Plänen für eine 'Großraumwirtschaft' in den noch zu erobernden Gebieten und waren damit ein Bestandteil der NS-Kriegsführung".[2]

Zwischen 1948 und 1961 wurde das Institut von Fritz Baade geleitet.

Literatur & Links

Einzelnachweise

  1. ZBW, abgerufen 4.11.2019
  2. Wikipedia: Karl Schiller, abgerufen 25.1.2026