Reimer Hermann Peters
| Reimer Hermann Peters |
Reimer Hermann Peters, * 24. April 1872 in Hochdonn, † 18. November 1940 in Hochdonn; Landwirt, Agrarpolitiker und Mitglied der SPD.
Leben & Beruf
Hermann Peters besuchte die Volksschule in Hochdonn und arbeitete anschließend bis 1910 als landwirtschaftlicher Arbeiter. Danach war er als selbständiger Landwirt in Hochdonn tätig. Aufgrund seiner politischen Tätigkeit gab er 1919 seinen landwirtschaftlichen Besitz auf und nannte sich fortan "Landmann". Sein Fokus lag seitdem auf agrarpolitischen Themen.
Partei & Politik
Hermann Peters trat in die SPD ein und war von 1919 bis 1921 Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung. Anschließend gehörte er dem Preußischen Landtag an, dem er bis 1933 angehörte. Ende der 1920er Jahre war er zudem Mitglied des schleswig-holsteinischen Provinziallandtages.
Innerhalb der Partei war er von 1929 bis 1933 Mitglied des agrarpolitischen Beirates beim Parteivorstand. 1927 beteiligte er sich an der Ausarbeitung des SPD-Agrarprogramms.
Er nahm am Parteitag 1919 und 1927 als Delegierter teil.
Weitere Ämter und Funktionen
Neben seiner parlamentarischen Tätigkeit bekleidete Hermann Peters zahlreiche weitere Ämter:
- 1919–1933: Vorstandsmitglied der Genossenschaftsmeisterei Hochdonn
- 1925–1933: Vorsitzender der Zentralmoorkommission für Preußen
- 1919–1922: Ausschussvorsitzender der OKK in Burg
- 1932–1933: Aufsichtsratsmitglied der schleswig-holsteinischen Höfebank
- Mitglied der Landeskulturkommission der Landwirtschaftskammer für die Provinz Schleswig-Holstein
- Mitglied des Oberbewertungsausschusses beim Landesfinanzamt Schleswig-Holstein
- Gründer und Aufsichtsratsmitglied der Walz-, Pflug- und Dreschgenossenschaft in Hochdonn
NS-Zeit
Seine Enkelin Getrud Hamann war 1933 acht Jahre alt. Sie erinnert sich, dass ihr Großvater von den Nazis verhaftet und erst sieben Jahre später, 1940 entlassen wurde. Da war er dann schon totkrank mit Blasenkrebs. Ein halbes Jahr später starb er.[1]
Literatur
- Kienast, Ernst (Hrsg.): Handbuch für den Preußischen Landtag, Ausgabe für die 5. Wahlperiode (Berlin 1933), S. 370/371.
Links
- Schröder, Wilhelm H.: Sozialdemokratische Parlamentarier in den deutschen Reichs- und Landtagen 1876–1933 (BIOSOP) – Biografie von Hermann Peters
Einzelnachweise
- ↑ Reißig, Wiebke: Sie nannten ihn Hermann Landdag - Für die SPD im Preußischen Landtag in Berlin - 1933 von den Nazis verhaftet, in: Dithmarscher Landeszeitung, 25. Juli 2009

