Albert Henze

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Albert Henze
Albert Henze
Geboren: 16. Juli 1873
Gestorben: 13. April 1944

Johann Martin Albert Henze, * 16. Juli 1873 in Godelheim/Weserbergland (heute Höxter), † 13. April 1944 in Lübeck; Schlosser, Geschäftsführer. Verheiratet; evangelisch. Mitglied der SPD.

Werdegang

Über die Familie von Albert Henze, etwa den Beruf des Vaters, ist bisher offenbar nichts ermittelt; auch nicht, wie und warum sie aus dem Weserbergland in die Hamburger Gegend zog. Dies muss jedoch der Fall gewesen sein, wenn die Angaben zu seinem Schulbesuch stimmen[1]: Wohlsdorf/Nds., Wandsbek (preußische Provinz Schleswig-Holstein), Barmbeck (Vorort von Hamburg) und Neumünster, wo er nach der Schule eine Lehre in der Maschinenschlosserei der Eisenbahnwerkstatt machte. Über seine Beschäftigung danach ist bisher offenbar nichts ermittelt.

1903 ging er als Maschinenschlosser zur Firma Ewers & Co. in Lübeck, Fackenburger Allee. 1905 übernahm er daneben die Geschäftsführung des Lübecker Konsumvereins, der ihn von 1906 bis 1919 als hauptamtlichen Geschäftsführer beschäftigte.

Gleichzeitig betätigte er sich in der Kommunalpolitik. 1913 wurde er in die Lübeckische Bürgerschaft[2] gewählt, war von 1916 bis 1918 Mitglied des Bürgerausschusses und wurde im Februar 1919 für eine weitere Legislaturperiode gewählt. Seine Ämter als Bürgerlicher Deputierter der Finanzbehörde sowie Mitglied in der Vorsteherschaft der Strafanstalten und des Lübecker Versorgungsamtes erlaubten ihm tiefe Einblicke in die Verwaltung des Stadtstaates.

Am 31. März 1919 wählte ihn die Bürgerschaft, gemeinsam mit Paul Hoff, Paul Löwigt, Fritz Mehrlein und dem Demokraten Carl Dimpker, in den fünfköpfigen Senat der Stadt Lübeck.[3] Er behielt dieses Amt bis zur Machtübernahme der Nazis am 6. März 1933. Seine Zuständigkeiten waren weiterhin Finanzbehörde, Rechnungsamt und Landesversorgungsamt, zudem die Heilanstalt Strecknitz.

Über seine letzten Jahre in der NS-Zeit und seinen Tod ist der Geschichtswerkstatt bisher nichts bekannt.

Links

Quellen

  1. Diese - ohne Belege - bei Wikipedia: Albert Henze (Politiker), abgerufen am 30.9.2017
  2. Zu dieser Zeit ein Landtag, da Lübeck seit 1871 ein eigenständiger Gliedstaat des Deutschen Reiches war.
  3. Die neu gewählten Mitglieder des Senates, Vaterstädtische Blätter, Jg. 1918/19, 13.4.1919, S. 53-54