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Vorsitzende ist mindestens seit [[2024]] [[Hannelore Landberg]], ihr Stellvertreter [[Heiko Claußen]]. Am [[1. Januar]] [[2024]] hatte der Ortsverein 24 Mitglieder.<ref>SPD Friedrichskoog: ''[https://www.spd-friedrichskoog.info/Unser-Ortsverein Unser Ortsverein]'', abgerufen 4.3.2026</ref> | |||
== Kommunalpolitik == | |||
In der [[Kommunalwahl 2023]] erreichte die SPD 33,1 % und sechs der 17 Sitze in der Gemeindevertretung und wurde stärkste Kraft. Sie profitierte dabei von hohen Verlusten der CDU und der Spaltung der örtlichen Wählerinitiative. Der Fraktion gehören an [[Astrid Lahrsen-Loges]], [[Anja Little]], [[Hermann Schoer]], [[Bernd Thaden]], [[Hermann Tiedje]] (alle direkt gewählt) sowie [[Kay Jacobsen]] (über die Liste).<ref name=":0">Der Landeswahlleiter: [https://www.wahlen-sh.de/grw/gemeindewahlen_gemeinde_010515166034.html Gemeindewahlen 14. Mai 2023, Friedrichskoog. Amtliches Endergebnis]</ref> | |||
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=== Bürgermeister*in === | |||
[[Bernd Thaden]] ist seit [[2018]] Bürgermeister. Am [[26. Juni]] [[2023]] wurde er wiedergewählt.<ref>Gemeinde Friedrichskoog: ''[https://friedrichskoog-auf-neuen-wegen.de/menue/aktuelles/neuigkeiten/bernd-thaden-bleibt-buergermeister Bernd Thaden bleibt Bürgermeister]'', abgerufen 4.3.2026</ref> Vermutlich kraft Amtes gehört er dem Vorstand der Bürgerstiftung Friedrichskoog an.<ref>''[https://friedrichskoog-classics.de/buergerstiftung-friedrichskoog Bürgerstiftung Friedrichskoog]'', abgerufen 4.3.2026</ref> | |||
=== Kreistag === | |||
[[Bernd Thaden]] vertritt auch Friedrichskoog und die Landgemeinden des südlichen Dithmarschen im [[Kreisverband Dithmarschen|Dithmarscher Kreistag]]. Er ist der einzige gewählte SPD-Direktkandidat im Kreistag.<ref>SPD Friedrichskoog: ''[https://www.spd-friedrichskoog.info/Kommunale-Gremien Kommunale Gremien]'', abgerufen 4.3.2026</ref> | |||
== Geschichte == | |||
Am [[25. Juli]] [[1932]] kündigte die [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Eiserne Front]] eine Kundgebung in der Gaststätte von Ernst Petersen in Friedrichskoog an. Als Rednerin war [[Louise Schroeder]], Spitzenkandidatin der [[Reichstagswahl 1932 (Juli)|Reichstagswahl vom Juli 1932]] in Schleswig-Holstein, eingeladen. Die Veranstaltung wurde von angereisten Nazis gesprengt. Sie ließen die Rednerin nicht zu Wort kommen, bewarfen das Auto, in dem sie abreiste, mit Steinen und gaben Schüsse darauf ab. | |||
<blockquote>"Sodann stürzten sich die auswärtigen SA.-Banden mit Pistolen, Dolchen und Totschlägern auf die ortsansässigen Reichsbannerleute. Der [[Reichsbanner]]kamerad [[Hermann Jäger|Jäger]] [ein 17-jähriger Fischer] wurde von den Hitler-Mordbestien erstochen, mehrere andere [[Reichsbanner]]kameraden schwer verletzt."<ref>[https://fes.imageware.de/fes/web/index.html?open=VW49351&page=0 Ordnung in Preußen?]'', ''Vorwärts'', 26.7.1932, </ref></blockquote> | |||
32 SA-Leute wurden dafür im September [[1932]] vor ein Sondergericht in [[Ortsverein Meldorf|Meldorf]] gestellt und zum Teil zu Haftstrafen verurteilt. Der Mörder von [[Hermann Jäger]] wurde nie ermittelt.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19320917/page/7 Zuchthaus für die Mörder von Friedrichskoog]'', ''Hamburger Echo'', 17.9.1932, S. 7</ref> | |||
== Einzelnachweise == | |||
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Aktuelle Version vom 5. März 2026, 00:15 Uhr
Der Ortsverein Friedrichskoog ist eine Gliederung im Kreisverband Dithmarschen mit langer Geschichte.
Vorsitzende ist mindestens seit 2024 Hannelore Landberg, ihr Stellvertreter Heiko Claußen. Am 1. Januar 2024 hatte der Ortsverein 24 Mitglieder.[1]
Kommunalpolitik
In der Kommunalwahl 2023 erreichte die SPD 33,1 % und sechs der 17 Sitze in der Gemeindevertretung und wurde stärkste Kraft. Sie profitierte dabei von hohen Verlusten der CDU und der Spaltung der örtlichen Wählerinitiative. Der Fraktion gehören an Astrid Lahrsen-Loges, Anja Little, Hermann Schoer, Bernd Thaden, Hermann Tiedje (alle direkt gewählt) sowie Kay Jacobsen (über die Liste).[2]
Die Kommunalwahl 2018 schloss sie mit 28,7 % an dritter Stelle ab[2] und stellte fünf der 17 Mitglieder der Gemeindevertretung, 2013 waren es drei von 13 Mitgliedern.[3]
Bürgermeister*in
Bernd Thaden ist seit 2018 Bürgermeister. Am 26. Juni 2023 wurde er wiedergewählt.[4] Vermutlich kraft Amtes gehört er dem Vorstand der Bürgerstiftung Friedrichskoog an.[5]
Kreistag
Bernd Thaden vertritt auch Friedrichskoog und die Landgemeinden des südlichen Dithmarschen im Dithmarscher Kreistag. Er ist der einzige gewählte SPD-Direktkandidat im Kreistag.[6]
Geschichte
Am 25. Juli 1932 kündigte die Eiserne Front eine Kundgebung in der Gaststätte von Ernst Petersen in Friedrichskoog an. Als Rednerin war Louise Schroeder, Spitzenkandidatin der Reichstagswahl vom Juli 1932 in Schleswig-Holstein, eingeladen. Die Veranstaltung wurde von angereisten Nazis gesprengt. Sie ließen die Rednerin nicht zu Wort kommen, bewarfen das Auto, in dem sie abreiste, mit Steinen und gaben Schüsse darauf ab.
"Sodann stürzten sich die auswärtigen SA.-Banden mit Pistolen, Dolchen und Totschlägern auf die ortsansässigen Reichsbannerleute. Der Reichsbannerkamerad Jäger [ein 17-jähriger Fischer] wurde von den Hitler-Mordbestien erstochen, mehrere andere Reichsbannerkameraden schwer verletzt."[7]
32 SA-Leute wurden dafür im September 1932 vor ein Sondergericht in Meldorf gestellt und zum Teil zu Haftstrafen verurteilt. Der Mörder von Hermann Jäger wurde nie ermittelt.[8]
Einzelnachweise
- ↑ SPD Friedrichskoog: Unser Ortsverein, abgerufen 4.3.2026
- ↑ 2,0 2,1 Der Landeswahlleiter: Gemeindewahlen 14. Mai 2023, Friedrichskoog. Amtliches Endergebnis
- ↑ Wikipedia: Friedrichskoog, abgerufen 4.3.2026
- ↑ Gemeinde Friedrichskoog: Bernd Thaden bleibt Bürgermeister, abgerufen 4.3.2026
- ↑ Bürgerstiftung Friedrichskoog, abgerufen 4.3.2026
- ↑ SPD Friedrichskoog: Kommunale Gremien, abgerufen 4.3.2026
- ↑ Ordnung in Preußen?, Vorwärts, 26.7.1932,
- ↑ Zuchthaus für die Mörder von Friedrichskoog, Hamburger Echo, 17.9.1932, S. 7
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