Ortsverein Wesselburen

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Der Ortsverein Wesselburen ist eine Gliederung im Kreisverband Dithmarschen.

Um 1992 gab der OV Wesselburen die Bürgerzeitung Der Weitblick heraus.

Geschichte

In den Anfängen der Arbeiterbewegung war Wesselburen einer der wenigen Orte in Schleswig-Holstein (neben Kiel und Schleswig), in denen die "Eisenacher" - die Sozialdemokratische Arbeiterpartei von August Bebel und Wilhelm Liebknecht - Fuß fassen konnten.[1]

Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg gründete Christian Heuck den SPD-Ortsverein in Wesselburen, wechselte aber schon 1920 zur KPD und wurde eine der führenden Figuren der Kommunisten in Dithmarschen.

In der Endzeit der Weimarer Republik war Wesselburen mehrfach Schauplatz gewalttätiger Zusammenstöße zwischen Formationen des Reichsbanners und den nationalsozialistischen SA- und SS-Verbänden.

"Das Elmshorner Reichsbanner [...] beteiligte sich an zahlreichen Demonstrationen hin bis nach Dithmarschen, das damals schon ein 'brauner Bereich' in Schleswig-Holstein war, in dem die Nazis große Erfolge feierten. Alte Reichsbanner-Leute erinnern sich noch an die großen Auseinandersetzungen in Wesselburen und anderen Orten auf der anderen Seite des Kanals."[2]

Einzelnachweise

  1. Franz Osterroth: 100 Jahre Sozialdemokratie in Schleswig-Holstein. Ein geschichtlicher Überblick (Kiel o. J. [1963]), S. 11
  2. SPD-Ortsverein Elmshorn: 120 Jahre SPD Elmshorn. Eine Chronik (Elmshorn 1983)