Franz Osterroth

Franz Osterroth
Franz Osterroth
Geboren: 8. März 1900
Gestorben: 1. August 1986

Franz Osterroth, * 8. März 1900 in Eisenberg/Pfalz; † 1. August 1986 in Lübeck; Metallarbeiter, Journalist und Publizist; Sohn des Partei- und Gewerkschaftsfunktionärs Nikolaus Osterroth. 1914 Eintritt in die Sozialistische Arbeiterjugend, 1917 Mitglied der SPD. 1918 noch zum Kriegsdienst einberufen.

Partei

  • 1919-1924 Jugendsekretär des Bergarbeiterverbandes in Bochum
  • 1923 Mitbegründer des (nichtmarxistischen, jugendbewegt, national und republikanisch orientierten) Hofgeismarer Kreises der Jungsozialisten
  • ab 1926 Besuch der Akademie der Arbeit, anschließend berufliche Tätigkeit in Hamburg
  • 1928-1933 hauptberufliche Partei- und Jugendarbeit in Magdeburg
  • 19481963 Parteisekretär im SPD-Landesverband Schleswig-Holstein, dort vorwiegend für Kultur- und Frauenarbeit zuständig
  • Mitglied des Kulturpolitischen Ausschusses und der Programmkommission beim SPD-Parteivorstand
  • Er war Mitglied im Bundesfrauenausschuss und im Landesfrauenausschuss.

Nationalsozialismus

  • 1933 Gründung einer illegalen Jungsozialistengruppe in Magdeburg und Herausgabe der ebenfalls illegalen Zeitschrift Junger Sozialismus
  • 1934 mit der Familie in die Tschechoslowakei emigriert, Tätigkeit für den Exilvorstand der Sopade unter dem Decknamen Jörg Willenbacher
  • 1938 Kurz vor der Zerschlagung der Tschechoslowakei durch Deutschland emigriert die Familie nach Schweden; auch hier engagiert sich Franz Osterroth neben dem Brotberuf in der Arbeiter- und Erwachsenenbildung
  • Mitglied der sogenannten Kleinen Internationale

Publizistische Tätigkeit (Auswahl)

  • 1919-1924 Redakteur der Jugendzeitung des Bergarbeiterverbandes
  • 1923-1926 Herausgeber der Politischen Rundbriefe des Hofgeismarer Kreises
  • 19261933 Mitherausgeber der Schriften zur Zeit
  • 19281933 Redaktion Das Reichsbanner
  • 1933 Illegale Zeitschrift Junger Sozialismus
  • Singendes Volk (Karlsbad 1938)
  • Weißbuch der deutschen Opposition gegen die Hitlerdiktatur (London 1946) (für den Parteivorstand im Exil)
  • Das Erbe der Arbeiterdichtung (1952)
  • Mit Gesang wird gekämpft. Leitfaden durch die Geschichte des sozialistischen Liedes (1953)
  • Biographisches Lexikon des Sozialismus / Bd. 1. Verstorbene Persönlichkeiten (Hannover 1960)
  • 100 Jahre Sozialdemokratie in Schleswig-Holstein (Kiel 1963)
  • Der Hofgeismarkreis der Jungsozialisten, in: Archiv für Sozialgeschichte, Bd. 4 (1964)
  • Chronik der Lübecker Sozialdemokratie 1866-1972 (Lübeck 1973)
  • Chronik der deutschen Sozialdemokratie I. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (Berlin 1975) (zusammen mit Dieter Schuster)
  • Chronik der deutschen Sozialdemokratie Band II. Vom Beginn der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (Berlin 1975) (zusammen mit Dieter Schuster)
  • Chronik der deutschen Sozialdemokratie III. Nach dem Zweiten Weltkrieg (Berlin 1975) (zusammen mit Dieter Schuster)
  • Die Zeit als Jugendsekretär des Bergarbeiterverbandes in Bochum 1919-1924 (Bochum 1983)

Siehe auch

Links