Ortsverein Friedrichskoog: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Ortsverein Friedrichskoog''' ist eine Gliederung im [[Kreisverband Dithmarschen]] mit langer Geschichte.
Der '''Ortsverein Friedrichskoog''' ist eine Gliederung im [[Kreisverband Dithmarschen]] mit langer Geschichte.


Am [[25. Juli]] [[1932]] war die Reichstagsabgeordnete [[Louise Schroeder]] als Rednerin zu einer Kundgebung der [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Eisernen Front]] in Friedrichskoog eingeladen. Die Veranstaltung wurde von angereisten Nazis gesprengt. Sie ließen die Rednerin nicht zu Wort kommen, bewarfen das Auto, in dem sie abreiste, mit Steinen und gaben Schüsse darauf ab.  
Am [[25. Juli]] [[1932]] war die Reichstagsabgeordnete [[Louise Schroeder]], die Spitzenkandidatin in Schleswig-Holstein, als Rednerin zu einer Kundgebung der [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Eisernen Front]] in Friedrichskoog eingeladen. Die Veranstaltung wurde von angereisten Nazis gesprengt. Sie ließen die Rednerin nicht zu Wort kommen, bewarfen das Auto, in dem sie abreiste, mit Steinen und gaben Schüsse darauf ab.  
<blockquote>"Sodann stürzten sich die auswärtigen SA.-Banden mit Pistolen, Dolchen und Totschlägern auf die ortsansässigen Reichsbannerleute. Der [[Reichsbanner]]kamerad [[Hermann Jäger|Jäger]] [ein 17-jähriger Fischer] wurde von den Hitler-Mordbestien erstochen, mehrere andere [[Reichsbanner]]kameraden schwer verletzt."<ref>[https://fes.imageware.de/fes/web/index.html?open=VW49351&page=0 ''Vorwärts'' vom 26.07.1932], Nummer: 348, Jahrgang: 49</ref></blockquote>
<blockquote>"Sodann stürzten sich die auswärtigen SA.-Banden mit Pistolen, Dolchen und Totschlägern auf die ortsansässigen Reichsbannerleute. Der [[Reichsbanner]]kamerad [[Hermann Jäger|Jäger]] [ein 17-jähriger Fischer] wurde von den Hitler-Mordbestien erstochen, mehrere andere [[Reichsbanner]]kameraden schwer verletzt."<ref>[https://fes.imageware.de/fes/web/index.html?open=VW49351&page=0 Ordnung in Preußen?]'', ''Vorwärts'', 26.7.1932, </ref></blockquote>
 
32 SA-Leute wurden dafür im September [[1932]] vor ein Sondergericht in [[Ortsverein Meldorf|Meldorf]] gestellt und zum Teil zu Haftstrafen verurteilt. Der Mörder von [[Hermann Jäger]] wurde nie ermittelt.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19320917/page/7 Zuchthaus für die Mörder von Friedrichskoog]'', ''Hamburger Echo'', 17.9.1932, S. 7</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Ortsverein|Friedrichskoog]]
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[[Kategorie:Kreisverband Dithmarschen|Friedrichskoog]]
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Version vom 4. März 2026, 18:42 Uhr

Der Ortsverein Friedrichskoog ist eine Gliederung im Kreisverband Dithmarschen mit langer Geschichte.

Am 25. Juli 1932 war die Reichstagsabgeordnete Louise Schroeder, die Spitzenkandidatin in Schleswig-Holstein, als Rednerin zu einer Kundgebung der Eisernen Front in Friedrichskoog eingeladen. Die Veranstaltung wurde von angereisten Nazis gesprengt. Sie ließen die Rednerin nicht zu Wort kommen, bewarfen das Auto, in dem sie abreiste, mit Steinen und gaben Schüsse darauf ab.

"Sodann stürzten sich die auswärtigen SA.-Banden mit Pistolen, Dolchen und Totschlägern auf die ortsansässigen Reichsbannerleute. Der Reichsbannerkamerad Jäger [ein 17-jähriger Fischer] wurde von den Hitler-Mordbestien erstochen, mehrere andere Reichsbannerkameraden schwer verletzt."[1]

32 SA-Leute wurden dafür im September 1932 vor ein Sondergericht in Meldorf gestellt und zum Teil zu Haftstrafen verurteilt. Der Mörder von Hermann Jäger wurde nie ermittelt.[2]

Einzelnachweise

  1. Ordnung in Preußen?, Vorwärts, 26.7.1932,
  2. Zuchthaus für die Mörder von Friedrichskoog, Hamburger Echo, 17.9.1932, S. 7