Holger Ipsen
| Holger Ipsen |
Holger Ipsen, * 25. Juni 1943 in Flensburg, † 22. Mai 1995 in Kiel. Landesbeamter, Mitglied der SPD seit 1964.[1]
Leben & Beruf
Nach dem Schulbesuch in Flensburg machte Holger Ipsen zunächst in Glücksburg eine Verwaltungsausbildung. 1964 wechselte er nach Kiel, wo er zum Beamten des gehobenen Dienstes des Landes Schleswig-Holstein fortgebildet wurde. Auf der Beamtenlaufbahn brachte er es bis zum Oberamtsrat im Kultusministerium.
Am 1. Mai 1988 übernahm er als gewählter Direktor die Leitung der Kieler Verkehrs-AG (KVAG), heute Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG).
Er war Mitglied und von 1989 bis 1990 auch Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Kiel.
Partei & Politik
Holger Ipsen trat 1964 nach seiner Ankunft in Kiel "gleich in 'Hausmann's Bierstube' in die Kieler SPD ein", wie es in seinem Nachruf heißt.[2]
Schon 1970 kam er in die Kieler Ratsversammlung, direkt gewählt im Wahlkreis 12 (Südfriedhof), war von 1978 bis 1980 ehrenamtlicher Sportdezernent, von 1980 bis 1988 Vorsitzender der Ratsfraktion. Er schied aus der Ratsversammlung aus, um sein Amt als Direktor der KVAG anzutreten, da beide Ämter nicht mehr als miteinander vereinbar angesehen wurden, wie es früher noch der Fall gewesen war.
Als Ratsmitglied kämpfte er immer für ein nie realisiertes Erlebnisbad auf der Moorteichwiese (im eigenen Stadtteil). Er war auch, mit Jens Haass, Vater des am 1. Januar 1986 bei der KVAG eingeführten "Supertickets", einer übertragbaren und auch von vielen anderen Verkehrsunternehmen akzeptierten Monatskarte, die bei der Einführung 50,- DM kostete.
Von 1973 bis 1981 war er Vorsitzender des OV Süd, danach bis 1990 Beisitzer im Vorstand.

Quellen
- ↑ Eckhard Groddeck: Holger Ipsen ist tot, Kieler Nachrichten, 24.5.1995. Große Teile dieses Eintrags beruhen auf Angaben von Hartmut Diester.
- ↑ Eckhard Groddeck: Holger Ipsen ist tot, Kieler Nachrichten, 24.5.1995

