Willi Sander: Unterschied zwischen den Versionen
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Willi Sander wurde in Primkenau, Kreis Sprottau (Niederschlesien) geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in Breslau und trat dort dem Corps Silingia Breslau zu Köln bei, das ihn später zum Ehrencorpsburschen ernannte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er als Heimatvertriebener nach [[Flensburg]], wo er seine Familie wiederfand. Er war verheiratet mit Gertrud Traute Grützner (* [[6. Juli]] [[1920]], † [[19. Januar]] [[2008]]). Das Paar hatte drei Kinder | Willi Sander wurde in Primkenau, Kreis Sprottau (Niederschlesien) geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in Breslau und trat dort dem Corps Silingia Breslau zu Köln bei, das ihn später zum Ehrencorpsburschen ernannte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er als Heimatvertriebener nach [[Kreisverband Flensburg|Flensburg]], wo er seine Familie wiederfand. Er war verheiratet mit Gertrud Traute, geb. Grützner (* [[6. Juli]] [[1920]], † [[19. Januar]] [[2008]]). Das Paar hatte drei Kinder.<ref>Wenzel, Eiko: ''Fruerlund - eine neue Heimat,'' In: ''Fruerlund – Stadumbau, ein Quartier erfindet sich neu.'' (Ges. f. Flensburger Stadtgesch. [Hrsg.]: Band 81, Flensburg 2016) <nowiki>ISBN 978-3-925856-76-1</nowiki>, ISBN 978-925856-76-1, S. 23</ref> | ||
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Ab [[1945]] engagierte sich Sander in der Vertriebenenarbeit. Er war Mitbegründer des Kreisverbands der Vertriebenen Deutschen - Vereinigte Landsmannschaften Flensburg | Ab [[1945]] engagierte sich Sander in der Vertriebenenarbeit. Er war [[1948]] Mitbegründer des Kreisverbands der Vertriebenen Deutschen - Vereinigte Landsmannschaften Flensburg und amtierte von [[1967]] bis [[1993]] als 2. Vorsitzender; später wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Insgesamt war er über 50 Jahre Vorstandsmitglied dieser Kreisgruppe. | ||
==Partei & Politik== | ==Partei & Politik== | ||
Von [[1948]] bis [[1970]] war Sander, mit einer kurzen Unterbrechung, Mitglied der Ratsversammlung Flensburg. Von [[1964]] bis [[1970]] war er Fraktionsvorsitzender der SPD Flensburg. Ab [[1959]] gehörte er zudem dem Magistrat der Stadt Flensburg an.<ref>Hans Ulrich | Von [[1948]] bis [[1970]] war Sander, mit einer kurzen Unterbrechung, Mitglied der Ratsversammlung Flensburg. Von [[1964]] bis [[1970]] war er Fraktionsvorsitzender der SPD Flensburg. Ab [[1959]] gehörte er zudem dem Magistrat der Stadt Flensburg an.<ref>Jeromin, Hans Ulrich/Olsen, Claus: ''Die Flensburger Sozialdemokratie zwischen 1954 und 1970 – Schlaglichter aus den 50er und 60er Jahren,'' In: ''125 Jahre SPD in Flensburg 1868-1993'' (Ges. f. Flensburger Stadtgesch. [Hrsg.]: Band 24, Flensburg 1993) <nowiki>ISBN 3-925856-23-4</nowiki>, S. 259</ref> | ||
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Willi Sander wurde mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein, dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie dem Schlesienkreuz ausgezeichnet. | [[Datei:Muehlenhof, Flensburg.jpg|thumb|right|200px|Gedenkstein für Willi Sander]]Willi Sander wurde mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein, dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie dem Schlesienkreuz des Bundes der Vertriebenen ausgezeichnet. | ||
Zu Ehren von Willi Sander wurde im Jahr [[2000]] die Straße am Verwaltungssitz des SBV in ''Willi-Sander-Platz'' umbenannt. Zudem erinnert dort ein Gedenkstein an sein Wirken. An der östlichen Seite des Brückenbaus zum Verwaltungsgebäude ist in einem Wandbild das Gesicht des Gründers zu erkennen. | |||
Zu Ehren von Willi Sander wurde im Jahr [[2000]] die Straße am Verwaltungssitz des SBV in ''Willi-Sander-Platz'' umbenannt. Zudem erinnert dort ein Gedenkstein an sein Wirken. An der östlichen Seite des Brückenbaus zum Verwaltungsgebäude ist in einem | |||
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Aktuelle Version vom 28. März 2026, 10:44 Uhr
| Willi Sander |
Willi Sander, * 27. Oktober 1907 in Primkenau, † 27. Juni 1995 in Flensburg; Jurist; Genossenschafter, Kommunalpolitiker und Gründer des Selbsthilfe-Bauvereins Flensburg (SBV). Mitglied der SPD.
Leben & Beruf
Willi Sander wurde in Primkenau, Kreis Sprottau (Niederschlesien) geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in Breslau und trat dort dem Corps Silingia Breslau zu Köln bei, das ihn später zum Ehrencorpsburschen ernannte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er als Heimatvertriebener nach Flensburg, wo er seine Familie wiederfand. Er war verheiratet mit Gertrud Traute, geb. Grützner (* 6. Juli 1920, † 19. Januar 2008). Das Paar hatte drei Kinder.[1]
Genossenschaftsarbeit
Willi Sander und 36 Gleichgesinnte gründeten am 21. Juli 1949 den Selbsthilfe-Bauverein Flensburg (SBV), den er bis Dezember 1974 als Vorsitzender leitete. In dieser Funktion spielte er eine zentrale Rolle bei der Stadtentwicklung Flensburgs, insbesondere beim Bau von Wohnraum für Vertriebene und Geflüchtete in den 1950er und 1960er Jahren. Er trug maßgeblich zur Beschleunigung des Barackenräumprogramms bei und prägte die Entwicklung des Stadtteils Fruerlund, der unter Flensburgern auch als Sandershausen oder Flüchteby bekannt wurde. Später brachte er die Idee der Fernwärmeversorgung aus Dänemark nach Flensburg.[2]
Vertriebenenarbeit
Ab 1945 engagierte sich Sander in der Vertriebenenarbeit. Er war 1948 Mitbegründer des Kreisverbands der Vertriebenen Deutschen - Vereinigte Landsmannschaften Flensburg und amtierte von 1967 bis 1993 als 2. Vorsitzender; später wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Insgesamt war er über 50 Jahre Vorstandsmitglied dieser Kreisgruppe.
Partei & Politik
Von 1948 bis 1970 war Sander, mit einer kurzen Unterbrechung, Mitglied der Ratsversammlung Flensburg. Von 1964 bis 1970 war er Fraktionsvorsitzender der SPD Flensburg. Ab 1959 gehörte er zudem dem Magistrat der Stadt Flensburg an.[3]
Ehrungen

Willi Sander wurde mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein, dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie dem Schlesienkreuz des Bundes der Vertriebenen ausgezeichnet.
Zu Ehren von Willi Sander wurde im Jahr 2000 die Straße am Verwaltungssitz des SBV in Willi-Sander-Platz umbenannt. Zudem erinnert dort ein Gedenkstein an sein Wirken. An der östlichen Seite des Brückenbaus zum Verwaltungsgebäude ist in einem Wandbild das Gesicht des Gründers zu erkennen.
Links
- Wikipedia: Willi Sander
Einzelnachweise
- ↑ Wenzel, Eiko: Fruerlund - eine neue Heimat, In: Fruerlund – Stadumbau, ein Quartier erfindet sich neu. (Ges. f. Flensburger Stadtgesch. [Hrsg.]: Band 81, Flensburg 2016) ISBN 978-3-925856-76-1, ISBN 978-925856-76-1, S. 23
- ↑ Nowc, Gerhard: 75 Jahre SBV Flensburg: Als der Grundstein für das heutige Fruerlund gelegt wurde, shz.de, 14.4.2024 (Bezahlschranke)
- ↑ Jeromin, Hans Ulrich/Olsen, Claus: Die Flensburger Sozialdemokratie zwischen 1954 und 1970 – Schlaglichter aus den 50er und 60er Jahren, In: 125 Jahre SPD in Flensburg 1868-1993 (Ges. f. Flensburger Stadtgesch. [Hrsg.]: Band 24, Flensburg 1993) ISBN 3-925856-23-4, S. 259

