Kommunalwahl 1959: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Kommunalwahl 1959''' findet am [[25. Oktober]] [[1959]] statt.
 
== Ausgangslage ==
Ein neues Wahlgesetz gilt und bringt neue Herausforderungen vor allem für kleine Parteien:
 
: "Dieses Gesetz verbietet […] Wahlblocks und "Rathausparteien". Vor vier Jahren gaben noch 500 000 Wähler im Lande ihre Stimmen den Rathausparteien, und am Ende der Wahlperiode existierten noch 900 solcher Wahlblocks, die sich aus den verschiedensten politischen Parteien und Parteiengruppen zusammensetzten; Nach dem neuen Wahlgesetz muß jede Partei den Wahlkampf theoretisch allein bestreiten. In der Praxis freilich sind Listen Verbindungen gestattet. Aber jede Partei, die eine Listenverbindung eingeht, muß, falls sie Zum Zug kommen will, für sich allein in ihrem Wahlbezirk die Fünf-Prozent-Klausel überwinden oder ein Direktmandat erobern. Das bedeutet, daß sich die kleinen Parteien, die keine Listenverbindung mit einem "großen Bruder" eingegangen sind, sehr schwer tun. […] In einem Kreis des Landes sind die führenden Männer der Deutschen Partei zu den Freien Demokraten übergetreten, um im Kreistag Sitz und Stimme behalten zu können. In einem anderen Kreis hat sich das umgekehrte Verfahren abgespielt."<ref>DIE ZEIT: ''[https://www.zeit.de/1959/42/begehrte-sitze-auf-dem-rathaus Begehrte Sitze auf dem Rathaus]'' in: ZEIT Nr. 42/1959, 16. Oktober 1959</ref>


== Ergebnis ==
== Ergebnis ==

Version vom 21. April 2019, 11:24 Uhr

Die Kommunalwahl 1959 findet am 25. Oktober 1959 statt.

Ausgangslage

Ein neues Wahlgesetz gilt und bringt neue Herausforderungen vor allem für kleine Parteien:

"Dieses Gesetz verbietet […] Wahlblocks und "Rathausparteien". Vor vier Jahren gaben noch 500 000 Wähler im Lande ihre Stimmen den Rathausparteien, und am Ende der Wahlperiode existierten noch 900 solcher Wahlblocks, die sich aus den verschiedensten politischen Parteien und Parteiengruppen zusammensetzten; Nach dem neuen Wahlgesetz muß jede Partei den Wahlkampf theoretisch allein bestreiten. In der Praxis freilich sind Listen Verbindungen gestattet. Aber jede Partei, die eine Listenverbindung eingeht, muß, falls sie Zum Zug kommen will, für sich allein in ihrem Wahlbezirk die Fünf-Prozent-Klausel überwinden oder ein Direktmandat erobern. Das bedeutet, daß sich die kleinen Parteien, die keine Listenverbindung mit einem "großen Bruder" eingegangen sind, sehr schwer tun. […] In einem Kreis des Landes sind die führenden Männer der Deutschen Partei zu den Freien Demokraten übergetreten, um im Kreistag Sitz und Stimme behalten zu können. In einem anderen Kreis hat sich das umgekehrte Verfahren abgespielt."[1]

Ergebnis

Landesergebnis[2] Änderung zu 1955
SPD 36,9 %
CDU 39,9 %
FDP 8,9 %
GDP 9,6 %
SSW 2,9 %
Sonstiges 1,9 %

Wahlbeteiligung in Schleswig-Holstein: 76,1 %

Ergebnisse vor Ort

Kiel


Quellen

  1. DIE ZEIT: Begehrte Sitze auf dem Rathaus in: ZEIT Nr. 42/1959, 16. Oktober 1959
  2. Statistikamt Nord: Wahlen in Schleswig-Holstein seit 1947