Ortsverein Eichede: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Ortsverein Eichede''' war eine Gliederung im [[Kreisverband Stormarn]]. [[1978]] ging er im [[Ortsverein Steinburg]] auf. | Der '''Ortsverein Eichede''' war eine Gliederung im [[Kreisverband Stormarn]] ab [[1919]].<ref>Dieser Eintrag beruht, soweit nicht anders angegeben, auf dem ausführlichen Eintrag zum [[Ortsverein Steinburg]].</ref> Auch nach [[1945]] gründete sich zunächst wieder ein eigenständiger Ortsverein. Nach [[1970]] bildeten die verbliebenen Mitglieder den [[Distrikt|Distrikt Eichede]] im [[Ortsverein Tremsbüttel]]. [[1978]] ging er im [[Ortsverein Steinburg]] auf. | ||
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Eine Meldung über den Ortsverein vom [[24. Mai]] [[1919]] scheint sich auf die Gründungsversammlung zu beziehen.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19190527AB/page/3 Wandsbeck und Umgegend - Eichede]'', ''Hamburger Echo'', 27.5.1919, S. 3</ref> In einer Übersicht über die "Arbeitsgemeinschaft[en] der sozialdemokratischen Ortsvereine des Kreises Stormarn" von [[1920]] ist er der Arbeitsgemeinschaft Trittau zugeordnet.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19200408AB/page/3 Wandsbeck und Umgegend]'', ''Hamburger Echo'', 8.4.1920, S. 3</ref> | |||
Am [[2. November]] [[1919]] wurde der "Briefträger und Anbauer" [[Ferdinand Fischer]] zum Gemeindevorsteher (= Bürgermeister) von Eichede gewählt.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN101240594X_19191103/page/3 Eichede, 2. November]'', ''Schiffbeker Zeitung'', 3.11.1919, S. 3</ref> Ein Pressebericht vom Januar [[1926]] gibt Einblick, mit welchen Mitteln noch im 7. Jahr der Republik lokale konservative Kräfte versuchten, gegen die neue republikanische Ordnung vorzugehen: Man wollte sich des Gemeindevorstehers durch eine strafrechtliche Verurteilung entledigen.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260110/page/5 Mißglückter Vorstoß gegen einen sozialdemokratischen Gemeindevorsteher]'', ''Hamburger Echo'', 10.1.1926, S. 5 f.</ref> Ferdinand Fischer war auch Kreistagsabgeordneter und als solcher ab August [[1926]] Nachfolger von [[August Staller]] in der Kommission für den wirtschaftlich wichtigen Steinbruch des Kreises.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260829/page/6 Wandsbek und Umgebung - Kreistag des Kreises Stormarn]'', ''Hamburger Echo'', 29.8.1926, S. 6</ref> | |||
Ihm folgte als Gemeindevorsteher von [[1927]] bis [[1933]] [[Claus Stapelfeld|Claus oder Klaus Stapelfeld]]<ref>''[https://www.stormarnlexikon.de/landgemeindeeichede/ Landgemeinde Eichede]'', Stormarn Lexikon, abgerufen 15.4.2025</ref>, der [[Kommunalwahl 1929|1929]]<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1012343685_19290923/page/6 Auftakt zum 17. November - SPD-Konferenz für Stormarn]'', ''Bergedorf-Sander Volksblatt'', 23.9.1929, S. 6.</ref> und [[Kommunalwahl 1933|1933]]<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1012405958_19330309/page/9 Die Wahlvorschläge zur Kreistagswahl]'', ''Billstedter Zeitung'', 9.3.1933, S. 9</ref> auch für den Kreistag kandidierte. | |||
Eichede hatte auch eine örtliche [[Reichsbanner]]-Abteilung. Für den [[17. Juli]] [[1926]] lud sie zur Bannerweihe ein.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260711/page/3 Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]'', ''Hamburger Echo'', 11.7.1926, S. 3</ref> | |||
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Version vom 15. April 2025, 11:56 Uhr
Der Ortsverein Eichede war eine Gliederung im Kreisverband Stormarn ab 1919.[1] Auch nach 1945 gründete sich zunächst wieder ein eigenständiger Ortsverein. Nach 1970 bildeten die verbliebenen Mitglieder den Distrikt Eichede im Ortsverein Tremsbüttel. 1978 ging er im Ortsverein Steinburg auf.
Geschichte
Eine Meldung über den Ortsverein vom 24. Mai 1919 scheint sich auf die Gründungsversammlung zu beziehen.[2] In einer Übersicht über die "Arbeitsgemeinschaft[en] der sozialdemokratischen Ortsvereine des Kreises Stormarn" von 1920 ist er der Arbeitsgemeinschaft Trittau zugeordnet.[3]
Am 2. November 1919 wurde der "Briefträger und Anbauer" Ferdinand Fischer zum Gemeindevorsteher (= Bürgermeister) von Eichede gewählt.[4] Ein Pressebericht vom Januar 1926 gibt Einblick, mit welchen Mitteln noch im 7. Jahr der Republik lokale konservative Kräfte versuchten, gegen die neue republikanische Ordnung vorzugehen: Man wollte sich des Gemeindevorstehers durch eine strafrechtliche Verurteilung entledigen.[5] Ferdinand Fischer war auch Kreistagsabgeordneter und als solcher ab August 1926 Nachfolger von August Staller in der Kommission für den wirtschaftlich wichtigen Steinbruch des Kreises.[6]
Ihm folgte als Gemeindevorsteher von 1927 bis 1933 Claus oder Klaus Stapelfeld[7], der 1929[8] und 1933[9] auch für den Kreistag kandidierte.
Eichede hatte auch eine örtliche Reichsbanner-Abteilung. Für den 17. Juli 1926 lud sie zur Bannerweihe ein.[10]
Einzelnachweise
- ↑ Dieser Eintrag beruht, soweit nicht anders angegeben, auf dem ausführlichen Eintrag zum Ortsverein Steinburg.
- ↑ Wandsbeck und Umgegend - Eichede, Hamburger Echo, 27.5.1919, S. 3
- ↑ Wandsbeck und Umgegend, Hamburger Echo, 8.4.1920, S. 3
- ↑ Eichede, 2. November, Schiffbeker Zeitung, 3.11.1919, S. 3
- ↑ Mißglückter Vorstoß gegen einen sozialdemokratischen Gemeindevorsteher, Hamburger Echo, 10.1.1926, S. 5 f.
- ↑ Wandsbek und Umgebung - Kreistag des Kreises Stormarn, Hamburger Echo, 29.8.1926, S. 6
- ↑ Landgemeinde Eichede, Stormarn Lexikon, abgerufen 15.4.2025
- ↑ Auftakt zum 17. November - SPD-Konferenz für Stormarn, Bergedorf-Sander Volksblatt, 23.9.1929, S. 6.
- ↑ Die Wahlvorschläge zur Kreistagswahl, Billstedter Zeitung, 9.3.1933, S. 9
- ↑ Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Hamburger Echo, 11.7.1926, S. 3
