Kabinett Carstensen I
Nach der Landtagswahl 2005 verfügte die Regierung von Heide Simonis nur noch unter Tolerierung des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) über eine Mehrheit von einer Stimme. Simonis' Wiederwahl galt jedoch als sicher; Probeabstimmungen hatten zu keinen Abweichungen geführt. In allen vier Wahlgängen, denen Simonis sich stellte, erhielt sie jedoch eine Stimme weniger, als sie hätte erhalten müssen, und wurde nicht zur Ministerpräsidentin wiedergewählt. Sie trat nicht erneut an und die SPD ging in eine Große Koalition mit der CDU unter Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen (CDU).
Zusammensetzung
Staatskanzlei
- Ministerpräsident: Peter Harry Carstensen (CDU)
Innernministerium
- Minister: Ralf Stegner bis 15. Januar 2008
- Minister: Lothar Hay 15. Januar 2008–21. Juli 2009
- Staatssekretär: Ulrich Lorenz bis 22. Juli 2009
- kommissarischer Minister: Rainer Wiegard (CDU)
Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa

- Minister: Uwe Döring bis 21. Juli 2009
- Staatssekretär: Eberhard Schmidt-Elsaeßer bis 22. Juli 2009
- kommissarischer Minister: Peter Harry Carstensen
Finanzministerium
- Minister: Rainer Wiegard (CDU)
Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
- Minister: Dietrich Austermann (CDU) bis 8. Juli 2008
- Minister: Werner Marnette (CDU) bis 29. März 2009
- kommissarischer Minister: Jörn Biel (CDU)
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren
- Ministerin: Gitta Trauernicht bis 21. Juli 2009
- Staatssekretär: Hellmut Körner bis 22. Juli 2009
- kommissarischer Minister: Christian von Boetticher (CDU)
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
- Minister: Christian von Boetticher (CDU)
Ministerium für Bildung und Frauen
- Ministerin: Ute Erdsiek-Rave bis 21. Juli 2009
- Staatssekretär: Wolfgang Meyer-Hesemann bis 22. Juli 2009
- kommissarischer Minister: Jörn Biel
Veränderungen
CDU Wirtschaftsminister wechseln
Koalitionskrise
Immer wieder kriselt es in der Großen Koalition, vor allem, weil immer wieder Ralf Stegner und Peter-Harry Carstensen aneinander geraten.[1] Am 17. September 2007 gibt es ein Krisentreffen. Innenminister Ralf Stegner kündigt seinen Rücktritt zum 15. Januar 2008 an und sichert damit vorerst den Fortbestand der Koalition. Er tauscht den Posten mit Lothar Hay.
CDU bricht die Koalition
Am 15. Juli 2009 gab Peter Harry Carstensen bekannt, die Koalition mit der SPD nicht mehr fortführen zu wollen. Er entließ die SPD-Ministerinnen und -Minister am 21. Juli 2009 und ließ die Ressorts bis zur Neuwahl kommissarisch von seinen CDU-Ministern führen. Am 22. Juli entließ Peter-Harry Carstensen auch die Staatssekretäre.[2]
Quellen
- ↑ ZEIT: "Affären, Kräche – und ein Schlussstrich", 16.7.2009
- ↑ ZEIT: "Carstensen entlässt auch die zweite Reihe", 22. Juli 2009
