Peter Empen

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Peter Empen
Peter Empen
Peter Empen
Geboren:


in Nordstrand

Gestorben:


in Nordstrand

Peter Empen, * 20. Januar 1920 auf Nordstrand, † 22. April 1971 auf Hallig Hooge; Schachtmeister. Mitglied der SPD.

Leben & Beruf

Während der NS-Herrschaft ordnet ihn Studie von Danker/Lehmann-Himmel aufgrund seines Geburtsjahrgangs unter den fünf möglichen Kategorien als "ns-sozialisiert" ein.[1]

Peter Empen war verheiratet. Zuletzt wohnte er mit seiner Familie auf Nordstrand am Herrendeich. Er erlag nach einer Wahlversammlung, offenbar auf Hallig Hooge, einem Herzinfarkt. In seinem Nachruf sagte Alterspräsident Peter Matthiessen:

"In der verhältnismäßig kurzen Zeit seiner Zugehörigkeit zum Landtag hat sich Herr Empen die Wertschätzung aller Kolleginnen und Kollegen erworben. Wir hätten ihn gern wieder in diesem Landtag gesehen."[2]

Sein Sohn Peter Empen ist oder war ebenfalls kommunalpolitisch aktiv, für die SPD Husum.[3]

Partei & Politik

Wann Peter Empen der SPD beitrat, ist nicht ermittelt. Auf dem ordentlichen Landesparteitag am 1. und 2. Juli 1967 in Kiel wurde als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt.

Zwei Jahre später rettete er den ordentlichen Landesparteitag, der eigentlich in Husum hätte stattfinden sollen, als dort die Kongresshalle des Park-Hotels Thordsen zwei Wochen vorher abbrannte. Peter Empen gelang es innerhalb kürzester Zeit, mit der Schule in Tönning einen neuen Veranstaltungsort zu finden.[4] Wohl nicht nur deswegen wählten ihn die Delegierten mit der dritthöchsten Stimmenzahl erneut in den Landesvorstand.

Kommunalpolitik

Für die SPD Nordstrand gehörte er zwölf Jahre lang dem Kreistag von Nordfriesland an. 1966 wurde er Bürgermeister seines Heimatortes.[5]

Landtag

Peter Empen rückte am 10. November 1969 nach dem Ausscheiden von Klaus Konrad in den Landtag nach. Er gehörte dem Eingaben- und Landeswahlausschuss, dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie bis 30. September 1970 auch dem Innenausschuss an.

Er starb anderthalb Jahre später in der laufenden Legislaturperiode. Für ihn rückte Ernst Fleischner nach.

Einzelnachweise

  1. ↑ Vgl. Danker/Lehmann-Himmel, Anhang II, S. 4. Die fünf Kategorien lauten "ns-sozialisiert", "exponiert nationalsozialistisch", "systemtragend/karrieristisch", "angepasst/ambivalent" und "oppositionell/'gemeinschaftsfremd'". Grundlage der Einordnung sind Akten im Landesarchiv Schleswig-Holstein (LASH), Abt. 460 Nr. 1482 sowie Abt. 734.3 Nr. 2896.
  2. ↑ Nachruf des Alterspräsidenten, Plenarprotokoll 7/1, 24.5.1971, S. 2
  3. ↑ Wir in Husum, April 2023, S. 7
  4. ↑ Rolf Selzer: Stiernackige profilierte Dickschädel - Hintergründiges über SPD-Lichtgestalten aus der Provinz im Norden (unveröffentlicht)
  5. ↑ Wikipedia: Peter Empen, abgerufen 2.8.2026