Provinziallandtagswahl 1933

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Die Provinziallandtagswahl 1933 fand am 12. März 1933 statt. Kurz nach der Übergabe der Macht im Reich an die Nazis waren dies die letzten Provinziallandtagswahlen in Schleswig-Holstein, zu denen auch andere Parteien als die NSdAP kandidieren konnten.

"Eine freie Wahlwerbung war für die Arbeiterparteien nicht mehr möglich, die KPD war faktisch schon illegal, die sozialdemokratische Volkszeitung verboten, und in einigen Städten und Gemeinden waren im direkten Vorfeld der Wahlen die Rathäuser schon durch die SA besetzt worden. Im Provinziallandtag wollte die NSDAP die absolute Mehrheit erreichen, um Parteimitglieder in den Staatsrat und den Reichsrat entsenden zu können. Die Zurückdrängung der Bürgerlichen und 'der Roten' in den Gemeinden sollte sicherstellen, dass auf allen Ebenen Nationalsozialisten das Sagen hätten."[1]

In Kiel wurde in der Nacht vor der Wahl Wilhelm Spiegel von Nazis umgebracht.

Ergebnis

Partei / Wahlliste Ergebnis[2] Bemerkung
SPD 22,4 % 15 Sitze
KFSWR 11,7 %
DDP 1,4 %
KPD 7,8 %
DNVP 11,7 %
NSDAP 54,9 %
  • DDP = Deutsche Demokratische Partei
  • DNVP = Deutschnationale Volkspartei
  • NSDAP = Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

Einzelergebnisse

  • Obwohl dort bisher kein SPD-Ortsverein nachweisbar ist, waren die Wahlergebnisse der SPD im ehemaligen Gutsbezirk Bovenau-Ehlersdorf noch bis 1933 überdurchschnittlich hoch.

Einzelnachweise

  1. Omland, Frank: Der Provinziallandtag in Schleswig-Holstein 1919-1933. Entstehung, Aufgaben, Funktion (Sonderveröffentlichung des AKENS e.V., 2010)
  2. wahlen-in-deutschland.de: Preußische Provinziallandtage