Ortsverein Friedrichstadt: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Ortsverein Friedrichstadt''' ist eine Gliederung im [[Kreisverband Nordfriesland]]. Gegründet wurde er [[1902]]. In jüngerer Zeit schloss er auch die Gemeinden Drage und Seeth ein, [[2022]] kam [[Ortsverein Schwabstedt|Schwabstedt]] hinzu. | |||
Die Jahreshauptversammlung [[2024]] diskutierte eine Umbenennung: | |||
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Vorschlag: Verwendung eines Kürzels im Internet wie bspw.: „SPD-FSSD“."</blockquote> | |||
Mittlerweile lautet die OV-Bezeichnung laut Homepage '''Ortsverein für die Gemeinden Friedrichstadt, Seeth, Schwabstedt und Drage'''.<ref>[https://spd-ov-friedrichstadt.de/ Homepage], abgerufen 12.12.2025</ref> | |||
==Kommunalpolitik== | |||
Seit der [[Kommunalwahl 2023]] ist die SPD mit hauchdünner Mehrheit (30,3 %) stärkste Kraft in der Stadtvertretung, vor SSW (30,0 %) und CDU (25,9 %); alle drei halten je 5 Sitze, die Grünen weitere 2 der 17 Sitze der Stadtvertretung. | |||
Mit [[Tobias Tietgen]] stellt die SPD den ehrenamtlichen Bürgermeister. | |||
==Geschichte== | |||
Friedrichstadt gehörte seit der Kommunalreform [[1869]] zum [[Kreisverein Schleswig|Kreis Schleswig]]. Bei der Kreisreform, die am [[26. April]] [[1970]] wirksam wurde, kam die Stadt mit den Gemeinden Seeth und Drage zum Kreis Nordfriesland. Zusammen mit Koldenbüttel, Uelvesbüll und Witzwort aus dem ehemaligen [[Kreisverein Eiderstedt|Kreis Eiderstedt]] bilden sie das Amt Friedrichstadt. | |||
Angaben im Internet deuten darauf hin, dass es zuvor einen Ortsverein Seeth (NF) gegeben hatte, evtl. auch einen Ortsverein Drage. | |||
===Kaiserreich=== | |||
Nach Bericht der jährlichen Parteikonferenz hatte der Verein in Friedrichstadt [[1903]] 40 Mitglieder.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19030808/page/5 Eine Parteikonferenz für den 4. schleswig-holsteinischen Reichstagswahlkreis]'', ''Hamburger Echo'', 8.8.1903, S. 5</ref> Bemerkenswert ist, dass alle fünf an der Konferenz teilnehmenden Gliederungen als ''Arbeiterbildungsverein'' bezeichnet werden - 13 Jahre nach dem Ende der Tarnungsnotwendigkeiten unter dem [[Sozialistengesetz]]. | |||
Gegründet wurde der Ortsverein [[1902]].<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19020828/page/5 Bericht der Agitationskommission an den Provinzialparteitag zu Flensburg]'', ''Hamburger Echo'', 28.8.1902, S. 5</ref> | |||
[[1875]] wurden die Genossen [[F. Drees]] und [[W. Salig]] zu "Agenten des Vorstands" der [[SAPD]] ernannt.<ref>''Der Volksstaat'', 4.8.1875</ref> | |||
Schon [[1874]] zählte Friedrichstadt zu den vierzig Städten mit den meisten Abonnenten des ''Neuen Social-Demokrat'': 45 Personen lasen die Zeitung des [[ADAV]].<ref>''Neuer Social-Demokrat'', 27.2.1874</ref> | |||
In der [[Novemberrevolution]] sollte eine Versammlung von "Freunden des Soldatenrats" am [[7. November]] [[1918]] im "Großen Garten" in [[Ortsverein Friedrichstadt|Friedrichstadt]] stattfinden - der erwartete Redner erscheint nicht, die Bewegung bleibt zunächst zögerlich. Ist der Redner einfach weiter nach [[Ortsverein Husum|Husum]] gefahren?<ref name=":0">Steensen, Thomas: ''[https://www.shz.de/lokales/husum/artikel/rote-fahnen-in-nordfriesland-41956357 Rote Fahnen in Nordfriesland]'', shz.de, 6.11.2018</ref> | |||
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{{Gliederung | |||
|Name = Ortsverein Friedrichstadt | |||
|Logo = SPD Friedrichstadt.png | |||
|Gegruendet = 1902 | |||
|VorgaengerOrg = | |||
|Wiedergegründet = | |||
|Homepage = https://spd-ov-friedrichstadt.de/ | |||
|BeschlussDB = | |||
|Vorsitzende/r = [[Perry Lange]] | |||
}} | |||
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==Überblick== | |||
===Vorsitzende=== | |||
[[Perry Lange]] <small>([[2021]]-heute)</small> | |||
===Kreistag Schleswig=== | |||
[[Albrecht Rottmann]] <small>([[1962]]-[[1970]])</small> | [[Peter Burmeister]] <small>([[1955]]-[[1962]])</small> | [[Wilhelm Stubbe]] <small>([[1927]]-[[1933]])</small> | [[Heinrich Schwarz]] <small>([[1926]]-[[1927]]†)</small> | [[Hermann Franzen]] <small>([[1921]]-[[1925]])</small> | |||
</div> | |||
<br style="clear:left;"> | |||
==Einzelnachweise== | |||
<references /> | |||
{{Navigationsleiste Ortsvereine in Nordfriesland}} | |||
[[Kategorie:Ortsverein|Friedrichstadt]] | [[Kategorie:Ortsverein|Friedrichstadt]] | ||
[[Kategorie:Kreisverband Nordfriesland|Friedrichstadt]] | [[Kategorie:Kreisverband Nordfriesland|Friedrichstadt]] | ||
[[Kategorie:Kreisverein Schleswig]] | |||
__NOTOC__ | |||
Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 22:44 Uhr
Der Ortsverein Friedrichstadt ist eine Gliederung im Kreisverband Nordfriesland. Gegründet wurde er 1902. In jüngerer Zeit schloss er auch die Gemeinden Drage und Seeth ein, 2022 kam Schwabstedt hinzu.
Die Jahreshauptversammlung 2024 diskutierte eine Umbenennung:
"Der bestehende Name [...] ist vor allem für Internetauftritte und Emails zu lang. Es wird darüber nachgedacht, einen kürzeren Namen zu wählen, wie bspw: „SPD Ortsverein Eider-Treene“. Eindringliche Einwände kamen von Klaus-Peter Willhöft und Rüdiger Teske, die auf die über 100-jährige Geschichte des Friedrichstädter Ortsvereins aufmerksam machten und die Bekanntheit des Namens Friedrichstadt, die man nicht aufgeben solle. Vorschlag: Verwendung eines Kürzels im Internet wie bspw.: „SPD-FSSD“."
Mittlerweile lautet die OV-Bezeichnung laut Homepage Ortsverein für die Gemeinden Friedrichstadt, Seeth, Schwabstedt und Drage.[1]
Kommunalpolitik
Seit der Kommunalwahl 2023 ist die SPD mit hauchdünner Mehrheit (30,3 %) stärkste Kraft in der Stadtvertretung, vor SSW (30,0 %) und CDU (25,9 %); alle drei halten je 5 Sitze, die Grünen weitere 2 der 17 Sitze der Stadtvertretung.
Mit Tobias Tietgen stellt die SPD den ehrenamtlichen Bürgermeister.
Geschichte
Friedrichstadt gehörte seit der Kommunalreform 1869 zum Kreis Schleswig. Bei der Kreisreform, die am 26. April 1970 wirksam wurde, kam die Stadt mit den Gemeinden Seeth und Drage zum Kreis Nordfriesland. Zusammen mit Koldenbüttel, Uelvesbüll und Witzwort aus dem ehemaligen Kreis Eiderstedt bilden sie das Amt Friedrichstadt.
Angaben im Internet deuten darauf hin, dass es zuvor einen Ortsverein Seeth (NF) gegeben hatte, evtl. auch einen Ortsverein Drage.
Kaiserreich
Nach Bericht der jährlichen Parteikonferenz hatte der Verein in Friedrichstadt 1903 40 Mitglieder.[2] Bemerkenswert ist, dass alle fünf an der Konferenz teilnehmenden Gliederungen als Arbeiterbildungsverein bezeichnet werden - 13 Jahre nach dem Ende der Tarnungsnotwendigkeiten unter dem Sozialistengesetz.
Gegründet wurde der Ortsverein 1902.[3]
1875 wurden die Genossen F. Drees und W. Salig zu "Agenten des Vorstands" der SAPD ernannt.[4]
Schon 1874 zählte Friedrichstadt zu den vierzig Städten mit den meisten Abonnenten des Neuen Social-Demokrat: 45 Personen lasen die Zeitung des ADAV.[5]
In der Novemberrevolution sollte eine Versammlung von "Freunden des Soldatenrats" am 7. November 1918 im "Großen Garten" in Friedrichstadt stattfinden - der erwartete Redner erscheint nicht, die Bewegung bleibt zunächst zögerlich. Ist der Redner einfach weiter nach Husum gefahren?[6]
| Ortsverein Friedrichstadt |
| Gegründet: 1902 |
| Vorsitzende/r: Perry Lange |
| Homepage: https://spd-ov-friedrichstadt.de/ |
Überblick
Vorsitzende
Perry Lange (2021-heute)
Kreistag Schleswig
Albrecht Rottmann (1962-1970) | Peter Burmeister (1955-1962) | Wilhelm Stubbe (1927-1933) | Heinrich Schwarz (1926-1927†) | Hermann Franzen (1921-1925)
Einzelnachweise
- ↑ Homepage, abgerufen 12.12.2025
- ↑ Eine Parteikonferenz für den 4. schleswig-holsteinischen Reichstagswahlkreis, Hamburger Echo, 8.8.1903, S. 5
- ↑ Bericht der Agitationskommission an den Provinzialparteitag zu Flensburg, Hamburger Echo, 28.8.1902, S. 5
- ↑ Der Volksstaat, 4.8.1875
- ↑ Neuer Social-Demokrat, 27.2.1874
- ↑ Steensen, Thomas: Rote Fahnen in Nordfriesland, shz.de, 6.11.2018
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