Leo Langmann: Unterschied zwischen den Versionen
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Leo Langmann | Leo Langmann stammte aus einer sozialdemokratischen Familie. Er besuchte die Volksschule und machte anschließend, von [[1936]] bis [[1939]], eine Elektromechanikerlehre bei der ELAC in Kiel. | ||
Nach der Machtübernahme durch die Nazis half er seinem Vater bei der [[Widerstand in der NS-Zeit|Fluchthilfe für verfolgte Genossen]] nach Dänemark. | |||
Seinen Nichteintritt in die Hitlerjugend hat Leo Langmann einmal | Seinen Nichteintritt in die Hitlerjugend hat Leo Langmann einmal wie folgt erzählt: | ||
: "Er war als Jugendlicher Mitglied in einen Sportverein. Dessen Sportplatz befand sich hinter dem Haus, in dem er damals mit seinen Eltern wohnte. Dort wurde während eines Appells [im April 1934] vom Gruppenleiter bekannt gegeben, dass die Turn- und Sportjugendabteilung des Vereins nun offiziell in die HJ überführt worden sei. Kaum hatte er dies ausgesprochen, erscholl ein Pfiff. Es war Leos Vater. "Leo, du kommst sofort hoch!" Danach konnte man jemanden quer über den Platz laufen sehen!"<ref>Vom Genossen [[Ralf Ibs]] aus der Erinnerung aufgeschrieben.</ref> | |||
[[1948]] trat er der IG Metall bei. Zwischen [[1950]] und [[1970]] bildete er sich durch Seminare auf Gewerkschaftsschulen und Volkshochschulen weiter. | |||
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Zur [[Landtagswahl 1967]] kandidierte er auf dem vorletzten Platz der Landesliste erfolglos für den Landtag. | |||
Von [[1971]] bis [[1983]] gehörte er dem Landtag an, jeweils direkt gewählt im Wahlkreis 28 (Kiel-Süd). Er war aktiv im Sozial-, Eingaben-, Rechtsausschuss, Untersuchungsausschuss "Helgoland", Ausschuss Kommunaler Investitionsfonds, Richterwahlausschuss. | |||
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*{{Wikipedia|NAME=Leonhard Langmann}} | |||
== Quellen == | |||
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Version vom 13. September 2018, 01:03 Uhr
| Leo Langmann |
Leonhard 'Leo' Langmann, * 21. Dezember 1920 in Kiel, † 9. Juni 2001 in Kiel; Elektromechaniker und Betriebsrat bei der Firma HAGENUK. Verheiratet, drei Kinder. Seit 1948 Mitglied der SPD.
Werdegang
Leo Langmann stammte aus einer sozialdemokratischen Familie. Er besuchte die Volksschule und machte anschließend, von 1936 bis 1939, eine Elektromechanikerlehre bei der ELAC in Kiel.
Nach der Machtübernahme durch die Nazis half er seinem Vater bei der Fluchthilfe für verfolgte Genossen nach Dänemark.
Seinen Nichteintritt in die Hitlerjugend hat Leo Langmann einmal wie folgt erzählt:
- "Er war als Jugendlicher Mitglied in einen Sportverein. Dessen Sportplatz befand sich hinter dem Haus, in dem er damals mit seinen Eltern wohnte. Dort wurde während eines Appells [im April 1934] vom Gruppenleiter bekannt gegeben, dass die Turn- und Sportjugendabteilung des Vereins nun offiziell in die HJ überführt worden sei. Kaum hatte er dies ausgesprochen, erscholl ein Pfiff. Es war Leos Vater. "Leo, du kommst sofort hoch!" Danach konnte man jemanden quer über den Platz laufen sehen!"[1]
1948 trat er der IG Metall bei. Zwischen 1950 und 1970 bildete er sich durch Seminare auf Gewerkschaftsschulen und Volkshochschulen weiter.
Politik
Leo Langmann gehörte mindestens seit 1964, vermutlich schon einige Jahre vorher, dem Kreisvorstand des Kreisverbandes Kiel an. Ab 1975 war er auch auch Mitglied im Landesvorstand. 1979 trat er für beide Ämter nicht wieder an.
Eine Wahlperiode, von 1966 bis 1971, war er Mitglied der Kieler Ratsversammlung.
Zur Landtagswahl 1967 kandidierte er auf dem vorletzten Platz der Landesliste erfolglos für den Landtag.
Von 1971 bis 1983 gehörte er dem Landtag an, jeweils direkt gewählt im Wahlkreis 28 (Kiel-Süd). Er war aktiv im Sozial-, Eingaben-, Rechtsausschuss, Untersuchungsausschuss "Helgoland", Ausschuss Kommunaler Investitionsfonds, Richterwahlausschuss.
Ehrungen
Unter der Rubrik "Orden und Ehrenzeichen" ist in seinem Eintrag im Landtagsinformationssystem vermerkt "Verzicht".
Links
- Landtagsinformationssystem
- Wikipedia: Leonhard Langmann

