Siegfried Weiße: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Siegfried 'Siggi' Weiße''', * [[25. März]] [[1923]] in Dresden. Seit 1945/46 (?) SPD-Mitglied. Von [[1972]] bis [[1982]] Bürgermeister von [[Ortsverein Geesthacht|Geesthacht]]. Verheiratet mit [[Helga Weiße]], spätere Bürgervorsteherin.
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'''Siegfried 'Siggi' Weiße''', * [[25. März]] [[1923]] in Dresden, † [[7. Oktober]] [[1982]] in Geesthacht. Beamter,  Bürgermeister. Verheiratet mit [[Helga Weiße]]. Seit verm. 1945/46 SPD-Mitglied.
  
==Werdegang==
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== Leben & Beruf ==
Nach seinem Abitur begann er 1940 als Beamtenanwärter bei der Reichsfinanzverwaltung. Den Finanzanwärter- und Steuerinspektor-Lehrgang beendete er mit hervorragenden Noten. 1944 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Nach der Kapitulation verblieb er im Beamtenstatus und wurde [[1946]] Amtsvorsteher des Finanzamts Dresden. Ein sowjetisches Militärgericht verurteilte ihn wegen Kontakten zum SPD-Büro Hannover wegen angeblicher "Parteispionage und illegaler Gruppenbildung" zu 25 Jahren Arbeitslager. Nach 5 Jahren wurde er aus dem Zuchthaus Bautzen entlassen und floh nach Schleswig-Holstein. 1954 übernahm er die Leitung städtischer Betriebe in Kiel.  
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Nach dem Abitur begann Siggi Weiße [[1940]] als Beamtenanwärter bei der Reichsfinanzverwaltung. Den Finanzanwärter- und Steuerinspektor-Lehrgang beendete er mit hervorragenden Noten. [[1944]] wurde er zur Wehrmacht einberufen.  
  
Nach einem Herzinfarkt 1976 erkrankte er im November 1980 erneut schwer, erholte sich nach einem Jahr aber starb dann nach einem weiteren Jahr.
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Nach dem Ende der NS-Diktatur verblieb er im Beamtenstatus und wurde [[1946]] Amtsvorsteher des Finanzamts Dresden. Ein sowjetisches Militärgericht verurteilte ihn wegen Kontakten zum SPD-Büro Hannover ([[Ostbüro der SPD]]?) wegen angeblicher "Parteispionage und illegaler Gruppenbildung" zu 25 Jahren Arbeitslager. Nach fünf Jahren wurde er aus dem Zuchthaus Bautzen entlassen und floh nach Schleswig-Holstein.  
  
==Partei==
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[[1954]] übernahm er die Leitung städtischer Betriebe in Kiel, engagierte sich dort auch wieder in der SPD.  
*Eintritt vermutlich 1945/46
 
*[[1957]]-[[1958]] als "Leiter der Jüngerenarbeit" im SPD-Kreisvorstand Kiel, vermutlich Kreisvorsitzender der Jusos
 
*Nach Angaben von [[Petra Burmeister]], frühere Juso-Vorsitzende in Geesthacht, war er ein eher konservativer und immer nach außen wahrnehmbarer Sozialdemokrat. Auch wenn sich die Jusos an ihm gerieben haben, war er dennoch eine Identifikationsfigur.  
 
  
==Öffentliche Ämter==
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Von [[1972]] bis [[1982]] war er Bürgermeister von Geesthacht.  
Im Frühjahr [[1964]] wurde Weiße mit der SPD-Mehrheit in der Ratsversammlung zum Ersten Stadtrat und Kämmerer von Geesthacht gewählt. Am [[18. Februar]] [[1972]] wurde er mit 15:12 Stimmen zum Bürgermeister gewählt, eine Stimme mehr, als die SPD Sitze hatte. Seine Ehefrau Helga durfte nach Genehmigung des Landes mitstimmen.
 
Kurioserweise fielen in seine Amtszeit zahlreiche Unternehmenspleiten in der Gemeinde. Als Erfolge gelten vor Allem die Verbesserung der Infrastruktur (AKW Krümmel, Realschule, Stadion, Gymnasium, Sporthallen, Hochaus, Kirchenzentren, Gesundheitsamt, Jugendaufbauwerk, Behindertenwerkstätten, Kindergärten, Industriegebiet).
 
Von November 1980 an musste er etwa ein Jahr gesundheitlich aussetzen und dann nach einigen Monaten im Mai 1982 aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Bis zu seinem Tod übernahm der Erste Stadtrat Dr. Karsten Ebel die Amtsführung.
 
Weiße war in Geesthacht bekannt wegen seines Humors: ''Wir kennen die Aufgabe nicht, aber wir geben das Doppelte.''
 
  
==Quellen==
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Nach einem Herzinfarkt [[1976]] erkrankte er im November [[1980]] erneut schwer, erholte sich nach einem Jahr, starb aber nach einem weiteren Jahr.
*Sonderdruck der Lauenburgischen Heimat (Heft Nr. 171 von 2005)
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Siggi Weiße war in Geesthacht nicht zuletzt wegen seines Humors geschätzt: "Wir kennen die Aufgabe nicht, aber wir geben das Doppelte." war ein bekannter Spruch von ihm.
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== Partei & Politik ==
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Wann Siggi Weiße in die SPD eintrat, ist nicht ermittelt, vermutlich etwa 1945/46.
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[[1957]] und [[1958]] wurde er als "Leiter der Jüngerenarbeit" oder "Vertreter der [[Jusos|Jungsozialisten]]" im [[Kreisverband Kiel - Vorstände|SPD-Kreisvorstand Kiel]] geführt, d.h. er war wohl [[Jusos Kiel - Kreisvorstände|Kreisvorsitzender]] der [[Jusos Kiel]].
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=== Öffentliche Ämter ===
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Im Frühjahr [[1964]] wählte die SPD-Mehrheit in der Ratsversammlung von [[Ortsverein Geesthacht|Geesthacht]] Siggi Weiße zum Ersten Stadtrat und Kämmerer. Am [[18. Februar]] [[1972]] wurde er mit 15:12 Stimmen zum Bürgermeister gewählt, eine Stimme mehr, als die SPD Sitze hatte. Seine Ehefrau Helga, die spätere Bürgervorsteherin, durfte nach Genehmigung des Landes mitstimmen.
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Kurioserweise fielen in seine Amtszeit zahlreiche Unternehmenspleiten in der Gemeinde. Als Erfolge gelten dagegen vor allem die Verbesserung der Infrastruktur (AKW Krümmel, Realschule, Stadion, Gymnasium, Sporthallen, Hochhaus, Kirchenzentren, Gesundheitsamt, Jugendaufbauwerk, Behindertenwerkstätten, Kindergärten, Industriegebiet).
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Ab November [[1980]] musste er aus gesundheitlichen Grnden etwa ein Jahr aussetzen und im Mai [[1982]] aus dem aktiven Dienst ausscheiden.
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== Stimmen ==
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[[Petra Burmeister]], frühere Juso-Vorsitzende in Geesthacht, erinnerte sich an ihn als eher konservativen und immer nach außen wahrnehmbaren Sozialdemokraten. Auch wenn sich die Jusos an ihm gerieben hätten, sei er für sie dennoch eine Identifikationsfigur gewesen.
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== Literatur ==
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*''Lauenburgische Heimat'' (Heft Nr. 171 von 2005, Sonderdruck)

Aktuelle Version vom 11. März 2019, 17:24 Uhr

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Siegfried Weiße
Geboren: 25. März 1923
Gestorben: 7. Oktober 1982

Siegfried 'Siggi' Weiße, * 25. März 1923 in Dresden, † 7. Oktober 1982 in Geesthacht. Beamter, Bürgermeister. Verheiratet mit Helga Weiße. Seit verm. 1945/46 SPD-Mitglied.

Leben & Beruf

Nach dem Abitur begann Siggi Weiße 1940 als Beamtenanwärter bei der Reichsfinanzverwaltung. Den Finanzanwärter- und Steuerinspektor-Lehrgang beendete er mit hervorragenden Noten. 1944 wurde er zur Wehrmacht einberufen.

Nach dem Ende der NS-Diktatur verblieb er im Beamtenstatus und wurde 1946 Amtsvorsteher des Finanzamts Dresden. Ein sowjetisches Militärgericht verurteilte ihn wegen Kontakten zum SPD-Büro Hannover (Ostbüro der SPD?) wegen angeblicher "Parteispionage und illegaler Gruppenbildung" zu 25 Jahren Arbeitslager. Nach fünf Jahren wurde er aus dem Zuchthaus Bautzen entlassen und floh nach Schleswig-Holstein.

1954 übernahm er die Leitung städtischer Betriebe in Kiel, engagierte sich dort auch wieder in der SPD.

Von 1972 bis 1982 war er Bürgermeister von Geesthacht.

Nach einem Herzinfarkt 1976 erkrankte er im November 1980 erneut schwer, erholte sich nach einem Jahr, starb aber nach einem weiteren Jahr.

Siggi Weiße war in Geesthacht nicht zuletzt wegen seines Humors geschätzt: "Wir kennen die Aufgabe nicht, aber wir geben das Doppelte." war ein bekannter Spruch von ihm.

Partei & Politik

Wann Siggi Weiße in die SPD eintrat, ist nicht ermittelt, vermutlich etwa 1945/46.

1957 und 1958 wurde er als "Leiter der Jüngerenarbeit" oder "Vertreter der Jungsozialisten" im SPD-Kreisvorstand Kiel geführt, d.h. er war wohl Kreisvorsitzender der Jusos Kiel.

Öffentliche Ämter

Im Frühjahr 1964 wählte die SPD-Mehrheit in der Ratsversammlung von Geesthacht Siggi Weiße zum Ersten Stadtrat und Kämmerer. Am 18. Februar 1972 wurde er mit 15:12 Stimmen zum Bürgermeister gewählt, eine Stimme mehr, als die SPD Sitze hatte. Seine Ehefrau Helga, die spätere Bürgervorsteherin, durfte nach Genehmigung des Landes mitstimmen.

Kurioserweise fielen in seine Amtszeit zahlreiche Unternehmenspleiten in der Gemeinde. Als Erfolge gelten dagegen vor allem die Verbesserung der Infrastruktur (AKW Krümmel, Realschule, Stadion, Gymnasium, Sporthallen, Hochhaus, Kirchenzentren, Gesundheitsamt, Jugendaufbauwerk, Behindertenwerkstätten, Kindergärten, Industriegebiet).

Ab November 1980 musste er aus gesundheitlichen Grnden etwa ein Jahr aussetzen und im Mai 1982 aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Stimmen

Petra Burmeister, frühere Juso-Vorsitzende in Geesthacht, erinnerte sich an ihn als eher konservativen und immer nach außen wahrnehmbaren Sozialdemokraten. Auch wenn sich die Jusos an ihm gerieben hätten, sei er für sie dennoch eine Identifikationsfigur gewesen.

Literatur

  • Lauenburgische Heimat (Heft Nr. 171 von 2005, Sonderdruck)