Heide Moser

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Heide Moser
Heide Moser
Heide Moser
Geboren:


in Osnabrück

Gestorben:


in Norderstedt

Heide Moser (geb. Hilmer), * 19. April 1943 in Osnabrück, † 10. April 2009 in Norderstedt; Lehrerin, Ministerin. Eintritt in die SPD 1971.

Leben & Beruf

Nach dem Abitur 1962 studierte Heide Moser Geschichte, Latein, Philosophie und Pädagogik in Tübingen, Göttingen und Hamburg, wo sie 1969 bis 1971 wissenschaftliche Assistentin am Historischen Seminar war. Nach dem Ersten Staatsexamen 1969 absolvierte sie 1976/77 ebenfalls in Hamburg das Referendariat und war bis 1980 im Schuldienst in Norderstedt, danach bis 1987 beurlaubt.

Sie war verheiratet, das Ehepaar hatte zwei Kinder. Die Familie wohnte in Norderstedt am Alten Heidberg 33.

Heide Moser war Mitglied der GEW.

2005 übernahm sie, selbst an Krebs erkrankt, die Schirmherrschaft des Fördervereins für Palliativmedizin Kiel.[1]

Partei & Politik

Heide Moser trat 1971 der SPD bei. Von 1972 bis 1976, 1982 bis 1988 und 1998 bis 2009 übernahm sie den Vorsitz der SPD Norderstedt-Garstedt bzw. später der SPD Norderstedt.

Landtag

Sie war von der Landtagswahl 1987 bis zu ihrem krankheitsbedingten Ausscheiden am 25. Mai 2004 Mitglied des Landtages für den Wahlkreis 40 (später 35, Norderstedt). Sie war aktiv im Sozialausschuss, Innen- und Rechtsausschuss, Ersten Untersuchungsausschuss der 13. Wahlperiode, im Landeswahl- und im Richterwahlausschuss, Ausschuss Kommunaler Investitionsfonds und im G-10-Gremium.

Von 1992 bis 1996 war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Landesregierung

Am 19. Mai 1993 berief Heide Simonis sie als Ministerin für Soziales, Jugend und Gesundheit in ihr erstes Kabinett. Nach der Landtagswahl 1996 wurde aufgrund der Koalition mit den Grünen, die das Jugendressort beanspruchten[2], die Arbeitsbereiche neu geschnitten; Heide Moser behielt die Verantwortung für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Ab 1. Mai 2001 wurde ihr Ressort um den Verbraucherschutz erweitert, ab 1. Februar 2003 dann um die Arbeit reduziert.

In bleibender Erinnerung sind ihre Initiativen im Gesundheitsbereich: Im Herbst 1996 regte sie an, den Verkauf von Cannabis in Apotheken und den legalen Anbau in Schleswig-Holstein zu ermöglichen.[3]

Außerdem gehen die Vorstufe der bundesweiten elektronischen Gesundheitskarte in Schleswig-Holstein, die Meldepflicht für das Krebsregister des Landes und die bis heute praktizierte erfolgreiche Brustkrebsdiagnostik QuaMaDi (Qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik) auf ihre Amtszeit zurück.

Einzelnachweise

  1. Trutschel, Christian: "Eine unglaublich segensreiche Arbeit", Kieler Nachrichten, 6.12.2016
  2. Wikipedia: Heide Moser, abgerufen 1.8.2026
  3. Legalize it - Die Hasch-Rebellen von Kiel, SPIEGEL TV, 17.11.1996