Hermann Schwieger

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Hermann Schwieger
Geboren: 11. Oktober 1908
Gestorben: 10. Juni 1976

Hermann Schwieger, * 11. Oktober 1908 in Krumwehl/Süderdithm., † 10. Juni 1976 in Bad Bramstedt; Zimmermann, Gewerkschaftsangestellter. Verheiratet, 2 Kinder; konfessionslos[1]. Mitglied der SPD seit 1926.

Werdegang

Nach Abschluss der Volksschule machte Hermann Schwieger von 1924 bis 1927 eine Zimmererlehre und war bis 1939 als Zimmerergeselle tätig. 1931 bildete er sich auf der Arbeitervolkshochschule Harrisleefeld fort.

Als Jugendlicher gehörte er der Arbeiterjugend an, trat 1926 in die SPD und den Zimmererverband, die damalige Gewerkschaft, ein. 1927 gehörte er zu den Gründern des Arbeiter-Turn- und Sportvereins Marne; er wurde auch Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Während der NS-Herrschaft läßt sich keine politische Tätigkeit, keine Mitgliedschaft in NS-Verbänden feststellen.

1945 trat er der IG Bau-Steine-Erden bei. Er wirkte zeitweise als ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht Schleswig, war stellv. Vorsitzender des DGB-Kreisausschusses Dithmarschen und Mitglied des Bundesbeirates der IG Bau-Steine-Erden, bei der er seit 1948 auch hauptberuflich tätig war.

Hermann Schwieger wurde am 10. Juni 1976 bei einem Unfall in der Nähe von Bad Bramstedt getötet.

Partei & Politik

1946 gehörte Hermann Schwieger zu den Gründungsmitgliedern der SPD Marne und des Kreisvereins Süderdithmarschen, dessen Vorsitzender er 1948 wurde.

Vom 21. Oktober 1946 bis 12. November 1948 war er ehrenamtlicher Landrat von Süderdithmarschen und vertrat seit 1946 die SPD auch im Kreistag und Kreisausschuss; von 1946 bis 1964 war er außerdem Stadtrat in Marne.

Landtag

In der Landtagswahl 1947 wurde Hermann Schwieger direkt gewählt für den Wahlkreis 27 (Süderdithmarschen-Marne). In der 2. Wahlperiode rückte er am 5. Dezember 1953 für Paul Lohmann nach, in der 3. Wahlperiode am 12. Dezember 1955 für Otto Müller. In den Landtagswahlen von 1958, 1962 und 1967 zog er jeweils über die Liste in den Landtag ein.

Er war aktiv in den Ausschüssen für Wirtschaft, Landwirtschaft, Heimatvertriebene, Arbeit und Aufbau, Verkehr und Jugendfragen, außerdem im Untersuchungsausschuss "Möwenhaus", im Kommunalen Investitionsausschuss und im Landeswahlausschuss.

Er gehörte der 1. Bundesversammlung zur Wahl von Bundespräsident Theodor Heuss am 12. September 1949 an.

Veröffentlichungen

Zwischen 1946 und 1959 arbeitete er an verschiedenen Zeitungen mit.

Ehrungen

Das Landtagsinformationssystem vermerkt "Verzicht".

Links

Einzelnachweise

  1. Das Kürzel "vd." im Landtagsinformationssystem bedeutete bis 2004 "Verschiedene, in das Kirchensteuerverwaltungsverfahren nicht einbezogene Religionsgemeinschaften". Vgl. Merkblatt zu verwendeten Abkürzungen zur Bescheinigung der Religionsgemeinschaft auf der Lohnsteuerkarte bzw. der Lohnsteuerbescheinigung, abgerufen 26.8.2017.

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