Ulrike Wolff-Gebhardt

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Ulrike Wolff-Gebhardt
Ulrike Wolff-Gebhardt
Geboren: 19. März 1947
Gestorben: 7. Oktober 2016

Ulrike Wolff-Gebhardt (geb. Gebhardt), * 19. März 1947 in Förste (heute Teil von Osterode/Harz), 7. Oktober 2016 in Norden/Ostfriesland; Diplom-Sozialwirtin und Beamtin. Sie war verheiratet mit Walter Wolff und spätestens seit 1995 Mitglied der SPD.

Leben & Beruf

Ab 1966 studierte Ulrike Wolff-Gebhardt an der Universität Göttingen Sozialwissenschaften und machte 1972 den Abschluss zur Diplom-Sozialwirtin. Nach einem Referendariat wurde sie 1977 in den Höheren Dienst des Landes Niedersachsen übernommen.

1988 wählte Emden sie zur Stadträtin mit der Verantwortung für Jugend und Sport, Soziales, Gesundheit, Wohnungsangelegenheiten, Kultur und Chemisches Untersuchungsamt. 1992 stieg sie zur Stadtdirektorin auf - offenbar eine hoch angesehene, denn laut Presse wurde sie mit "stehenden Ovationen" verabschiedet[1], als sie im Dezember 1994 in den Regierungsbezirk Lüneburg wechselte, wo sie zwölf Jahre lang Regierungspräsidentin blieb.

Zwischen 1995 und 2001 gehörte sie dem Vorstand des SPD-Bezirks Hannover an.[2]

Am 16. April 2002 trat sie in einer für Ministerpräsidentin Heide Simonis höchst schwierigen Situation[3] die Nachfolge von Klaus Gärtner als Chefin der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei an, die sie fast auf den Tag genau drei Jahre lang leitete. Nach Landtagswahl und Regierungswechsel wurde sie 2005 mit 58 Jahren in den Ruhestand versetzt und zog sich nach Ostfriesland zurück.

Von 1999 bis 2006 gehörte sie dem Kuratorium der Hanns-Lilje-Stiftung an[4], danach bis zu ihrem Tod dem Stiftungsrat des Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide e.V..[5] Seit ihrem Ruhestand war sie darüber hinaus für die Stiftung Senior Experten Service als Beraterin in ihrem Umfeld aktiv.[6]

Stimmen

Heide und Udo Simonis beschreiben Ulrike Wolff-Gebhardt in einem Nachruf als "unsere liebe Freundin und langjährige Wegbegleiterin, eine begabte Gärtnerin, zuhause und im Garten der gesellschaftlichen Ideen und Projekte, die geschickte Moderatorin sozialer Probleme und politischer Konflikte".[7]

Links

Quellen

  1. Heiko Müller: Starke Frau mit Kompetenz und Durchsetzungskraft, Ostfriesen-Zeitung, 10.10.2016
  2. Vgl. Internetseite des Bezirks, abgerufen am 16.10.2016
  3. Vgl. Gunther Latsch: Gärtners anrüchiges Angebot, DER SPIEGEL, 20.4.2002
  4. Wikipedia plattdeutsch, abgerufen 16.10.2016
  5. Laut Internetseite des Vereins, abgerufen am 16.10.2016
  6. Vgl. Wikipedia plattdeutsch, abgerufen 16.10.2016
  7. Traueranzeige, Kieler Nachrichten, 13.10.2016